Beim Kofferpacken gilt generell: Die Koffergröße
muss zur mitgeführten Gepäckmenge passen (keine Hohlräume, aber
auch nicht stauchen), schwere Gegenstände immer in den Boden packen,
Schuhe und Flüssigkeiten zusätzlich wasserdicht verpacken und
wertvollere Kleidungsstücke in Papier (z.B. Butterbrot- oder
Packpapier) einwickeln.
Egal wie gut der Koffer verschlossen ist:
Irgendein ungeschickter Flughafenmitarbeiter schafft es bestimmt,
dass dieser unbeabsichtigt aufgeht. Selbst auf Bahn- und
Schiffsreisen ist so was schon passiert. Damit aber auf dem
Gepäckband nicht alle Unterwäscheteile einzeln eingesammelt werden
müssen, sollte man den Koffer zusätzlich mit einem Koffergurt
sichern. Wer mit einem Trolley in der Bahn reisen will, sollte
wissen, dass die minimale Gangbreite in vielen Personenwaggons nur
bei etwa 50 Zentimetern liegt – in einigen Waggons sogar
nur bei 48 Zentimetern. Ist der Trolley breiter, kann er nicht
gerollt sondern muss getragen werden.
Es ist auch keine schlechte Idee seine Handynummer
am Koffer anzubringen, falls dieser verloren gehen sollte, ebenso
irgendeine besondere Kennzeichnung, um ihn auf dem Gepäckband
leichter identifizieren zu können (z.B. ein Aufkleber oder ein Stück
farbiges Klebeband am Handgriff). Sogar ein Handyfoto des Koffers
kann eventuell helfen ihn wiederzufinden. Reiseexperten empfehlen
ferner vor der Abreise die kompletten Reisedokumente einmal
einzuscannen – Reisepass, Buchungsbestätigungen,
Reise- und Lagepläne – und die Unterlagen auf dem
Smartphone zu speichern. Außerdem kann man noch eine Email mit
den entsprechenden Anhängen an sich selbst schicken - so ist es
einfacher die Daten zu rekonstruieren, wenn
man wirklich einmal etwas verlieren sollte oder es gestohlen wird.
Und analog zu den täglich mitgeführten
Accessoires gibt es einige Gegenstände, die auf Reisen geradezu
unverzichtbar sind. Ungeachtet des Verkehrsmittels, sollte der
Mann von Welt in seinem Reisegepäck die folgenden Dinge dabei haben.
Vor allem bei Reisen in sog. Dritte-Welt-Länder
sollte man Desinfektionsspray und/oder –tücher und
Toilettenpapier mitbringen, eventuell auch ein paar
Erfrischungstücher. Im Fachhandel gibt es auch Toilettensitze
aus Papier.
Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen; für
den stationären Bedarf mit Flachstecker und für den mobilen
Einsatz mit Batteriebetrieb (oder Akku; Ersatz mitnehmen!). Wer schon
einmal in einem sommerlich-heißen Hotelzimmer von
hartnäckigen Mücken geplagt wurde, weiß ein solches Gerät zu
schätzen.
Die in Flugzeugen verbauten Audiogeräte verfügen
oft über eine spezielle Kopfhörerbuchse. Falls Sie Ihre eigenen
Kopfhörer anschließen, hören Sie dann den Ton lediglich auf einem
Kanal. Im Fachhandel (u.a. bei Ebay) findet man
Flugzeug-Kopfhöreradapter, mit denen man Filme und Musik, die im
Flugzeug angeboten werden, mit den eigenen
Standard-Stereo-Ohrhörern genießen kann.
Zwar werden Taschenmesser nicht so gerne im
Sicherheitsbereich eines Flughafens gesehen, aber kleine Klingen bis
6 cm Länge sind neuerdings wieder erlaubt. Und ein Multitool mit
Zange ermöglich es auch unterwegs kleinere Reparaturen sofort
durchzuführen.
Für ein kleines Nickerchen zwischendurch ist ein
aufblasbares Nackenkissen im Handgepäck sehr angenehm. Es
verhindert auch, dass der Kopf beim Schlafen zur Seite rutscht. Für
den Fall, dass man während der Reise einen Geräuschschutz braucht
oder das Hotelzimmer lauter ist als erwartet, sind ein paar
Ohrenstöpsel hilfreich. Auch eine „Schlafbrille“,
mit der man die Augen vor störenden Lichtquellen schützt,
erleichtert die Nachtruhe. Man kann weiterhin Kreppband oder
leicht ablösbares Klebeband ins Reisehandgepäck
einladen, um störende Lichtquellen abkleben zu können.
Auch wenn der Trend zu Handytickets und zum
Selbstausdrucken von Flugtickets und Bordkarten geht, ist es dennoch
praktisch eine separate Brieftasche für Flug- und Fahrkarten,
sowie Reisegutscheine in einer Außentasche des Handgepäcks
griffbereit zu haben.
Mit Batteriebetrieb oder neuerdings auch mit
USB-Strom aufladbar, erhält der Reisende eine gewisse
Unabhängigkeit von der örtlichen
Stromversorgung. Für den Fall, dass der Strom ausgeht, kann man
einen USB-Rasierer auch mit dem Zusatzakku für das Handy aufladen.
Und wenn das nicht hilft, kann man immer noch ein paar
Einweg-Klingen, etwas Rasierschaum und einen Pinsel ins Gepäck
legen.
Gerade groß genug um Pass, Geld, Kreditkarten und
die Armbanduhr hineinzupacken, schließt man den mit Zahlencode
gesicherten Reisesafe mit dem integrierten Metallband an irgendeiner
geeigneten Stelle im Hotelzimmer an, z.B. Heizkörper, Einbaumöbel
etc. und geht beruhigt zum Badestrand.
Morgens vor dem offiziellen Frühstück schon eine
Tasse Kaffee trinken oder abends vor dem Schlafengehen
einen heißen Tee zubereiten ist mit einem Reise-Wasserkocher kein
Problem. Auch ein Suppensnäck zwischendurch oder ein paar heiße
Würstchen ist machbar. In Outdoorläden werden sogar
Trekkingmahlzeiten verkauft, die man einfach nur mit heißem
Wasser aufgießen muss; als Notverpflegung durchaus brauchbar.
Reise-Wasserkocher werden gewöhnlich mit einem runden
Schutzkontaktstecker („Schuko-Stecker“) oder einem
dreipoligen (!) Flachstecker (Schweiz, Italien u.a.)
geliefert. Wegen der höheren Stromaufnahme brauchen diese Geräte
eine Erdung, folglich benötigt man im Ausland einen passenden
Steckeradapter. Alternativ kann man auch einen Reise-Wasserkocher
besorgen, der speziell auf das Reiseland abgestimmt ist; diesen kann
man eventuell auch vor Ort kaufen.
Bei Geräten mit zweipoligen Flachsteckern ist das
Problem innerhalb Europas weniger gravierend; will man aber ein
elektrisches Kleingerät mit Schutzkontaktstecker oder dreipoligem
J-Stecker (Schweiz) im Ausland verwenden, dann braucht man einen
Steckdosenadapter für das jeweilige Reiseland. Bei Reisen in
überseeische Länder sollte man sich auf jeden Fall einen
entsprechenden Steckeradapter besorgen. Kann das zu
betreibende Gerät nicht mit der Stromspannung des Reiselandes
umgehen, dann kann man einen Reise-Spannungswandler verwenden, der
auch eine passende Steckdose anbietet.
Mit einem ansteckbaren Zusatzakku kann man ein
Handy oder ein anderes elektronisches Kleingerät unterwegs
ohne Steckdose aufladen und mit einem Batterieadapter kann man dazu
notfalls sogar handelsübliche Batterien verwenden. Oft
sind dies die beiden einzigen Möglichkeiten im öffentlichen Raum
ein Handy aufzuladen, da es dort nur sehr wenige Steckdosen gibt, die
noch dazu dem Reinigungspersonal vorbehalten sind.
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