Sonntag, 3. Dezember 2017

Exklusive Ferienideen

Immer wieder hört man, dass es Orte gibt, die man im Leben unbedingt besucht haben muss. Welche Orte das sind, ist jedoch strittig. Einig ist man sich höchstens, dass Venedig und die Pyramiden von Gizeh dazugehören, vielleicht noch die eine oder andere antike Stätte in Griechenland. Dann aber wird es schon kompliziert. Der heutzutage den Touristen präsentierte Teil der Chinesischen Mauer ist genau ge­nom­men ein Neubau aus dem 20. Jahrhundert. Rom und Jerusalem sind eher für religiös Interessierte se­hens­wert und in Stonehenge ist eigentlich gar nicht viel zu sehen. In Südamerika oder in Asien gibt es noch einige Pyramiden und Tempelanlagen die eventuell einen Be­such wert sind, aber ob man diese wirk­lich unbedingt gesehen haben muss, sei dahingestellt. Oft entpuppen sich gerade die in den Tou­ris­mus­katalogen angepriesenen Stätten als Enttäuschung, nicht zuletzt auch wegen der ungeheuren Besu­cher­ströme, welche sie zu bewältigen haben (z.B. Venedig: 25 Mio. Besucher pro Jahr). Weshalb sollte man sich das antun?
Der exklusivste Urlaub ist der, welcher entweder dort stattfindet, wo man es nicht erwartet oder wo man die Annehmlichkeiten des Urlaubs mit der Nützlichkeit des Geschäftlichen verbindet. Orte die nicht als Ur­laubsdomizil geplant waren, aber als solches gewissermaßen zweckentfremdet werden, haben auf je­den Fall ihren Reiz, wie beispielsweise eine Mini-Kreuzfahrt auf einem Fährschiff oder Über­nach­tungen auf einem Leuchtturm. Ebenso interessant ist es jedoch Urlaub zu machen und nebenher noch ein paar Geschäfte abzuschließen. Daher sind Orte die beides verbinden für den Mann von Welt interessant, denn nichts ist angenehmer als mit einem kühlen Getränk in der Hand ganz nebenbei ein paar Bör­sen­deals zu tätigen und Geld zu verdienen (das geht besonders gut, wenn das Quartier WLAN anbietet). Es kommt aber bei dieser Variante darauf an Geschäft und Urlaub möglichst lässig miteinander zu ver­binden. Seien Sie also nicht zu verbissen! Im übrigen zeugt es von entspannter Lebensart, wenn man an seinem Fe­rien­do­mizil Geschäftspartner empfängt. Nicht umsonst sagt man ja auch, dass die besten Ab­schlüsse auf dem Golfplatz getätigt werden. Wenn möglich, sollte der Mann von Welt natürlich mit dem eigenen Boot an­reisen, allerdings können manche Reiseziele besser mit dem Auto oder sogar zu Fuß erkundet werden. An­son­sten kann man neben den üblichen Linienverbindungen per Bahn, Flug oder Schiff selbst­ver­ständ­lich auch Lufttaxis auswählen.
Im Grunde unterscheidet man zwei Arten von Urlaub: Der Urlaub, der sich der Ausübung einer be­stimm­ten Aktivität widmet; hier kommt es bei der Unterkunft vor allem darauf an, dass die gewünsch­te Aktivi­tät sich vom Quartier aus gut durchführen lässt, was z.B. dann der Fall ist, wenn die geografische Lage entsprechend gewählt ist.
Die andere Urlaubsart wäre die, bei welcher keiner bestimmten Aktivität nach­ge­gangen werden soll und es vielmehr darauf ankommt ein angenehmes Urlaubsressort auszuwählen, das be­stimmten Kriterien ge­nü­gen sollte. Die wichtigsten Kriterien seien hier zur Erinnerung noch einmal genannt: Eine an­spre­chen­de Urlaubs­um­ge­bung mit diversen Freizeitmöglichkeiten, vor allem mit einem (Ther­mal )Schwimmbad und einem Golf­platz, ein Business Center mit Internetzugang via WLAN und für die Anreise ein Flug­platz und/oder Boots­liege­plätze. Sollte es sich um einen Kurzurlaub handeln der in einem Landhotel in nicht allzu großer Entfernung vom Wohn­ort stattfindet, dann kann man weniger strenge Kriterien an­le­gen. Hier sollte neben einer land­schaft­lich interessanten Umgebung ein Internetzugang möglichst via WLAN und eine Besonderheit im Hotel oder in der Umgebung vorhanden sein, die es sonst nirgendwo gibt, in der Werbebranche auch „Alleinstellungsmerkmal“ genannt.
Am Ferienort oder auf dem Weg dorthin gibt es gewisse Dinge, die für den Mann von Welt interessant sein können, allerdings ist ihr Vorhandensein eher als zweitrangig einzustufen. Wenn sie aber vorhanden sind, sollten sie bekannt sein. Es handelt sich um folgende Dinge:
  • Besondere Einkaufsmöglichkeiten, d.h. zollfreier Einkauf, Möglichkeit der Mehrwertsteuererstattung, Grenzsupermärkte und Verkauf ab Hof / ab Fabrik,
  • Lounges an Flughäfen, Bahnhöfen und in Seehäfen, sowie Business Lounges in Innenstädten,
  • Internetzugänge und WLAN (möglichst gratis) sowie öffentliche Steckdosen und Ladestationen,
  • Besonderheiten und Attraktionen die eine Erwähnung wert sind.

Château La Chassagne
Als ein exklusives Urlaubsressort in Mitteleuropa sei das burgundische Château La Chassagne bei Pont-de-Pany/Dijon – ca. 300 km von Freiburg im Breisgau und ca. 270 km von Bern entfernt - empfohlen. Derzeit wird es renoviert und öffnet ab 2018 wieder seine Pforten. Das ehemalige Jagdschloss mit 10 Gäste­zimmern und –suiten hat u.a. einen eigenen Golfplatz, ein Schwimmbad, Sauna, Wellness-Bereich, Tennis- und Bouleplatz und eine Parkanlage mit Freiluftschach und Grillstelle. Außerdem gibt es diverse Bü­ro­dienstleistungen, sodass die Gäste vom Château aus auch gleich ihren Geschäften nachgehen kön­nen; eine gelungene Kombination aus Urlaub und Business! Das Château ist ebenfalls hervorragend ge­eig­net, um dort Geschäftsfreunde zu empfangen. Noch entspannter kann man seinen Geschäftspartnern wohl kaum entgegentreten. Mit den hoteleigenen Fahrgast­schiffen können überdies Kanalkreuzfahrten auf dem Canal de Bourgogne zwischen Dijon und Vandenesse unternommen werden.
Für die Anreise mit dem eigenen Kleinflugzeug oder einem Lufttaxi gibt es einen hoteleigenen Flugplatz (06/24, 800m x 50m, Gras). Das nächste schiffbare Gewässer für die Anreise per Boot ist der Canal de Bour­gogne, die nächstgelegenen Anlegestellen sind in Plompières-les-Dijon und Veuvey-sur-Ouche. Mit dem Auto fährt man am besten ab Dijon über die A38 bis Pont de Pany. Dijon wiederum ist aus Richtung Metz / Saarbrücken über die A4 und die A31 zu erreichen (Autobahnen in Frankreich sind zumeist ge­büh­r­en­­­­­pflichtig!), aus Trier via Luxemburg über die A1 und A3 (planen Sie in Luxemburg einen Tank- und Einkaufsstopp für Kaffee, Schaumwein und Tabakwaren ein, z.B. bei Wolter's Discount Grenz­tank­stelle in Wasserbillig) und aus Richtung Freiburg/Mülhausen (Elsass) über die A36. Von Lörrach aus geht es über Landstraßen via Alt­kirch (Elsass) und Belfort auf die A36. Ab Bern empfiehlt sich die A1 / A9 bis Vallorbe, weiter über Landstraßen bis Poligny und ab dort über die A39 nach Dijon.

Mini-Kreuzfahrten auf Fährschiffen
Sofern der Mann von Welt nicht mit seinem eigenen Wasserfahrzeug unterwegs ist, bietet sich als Kurz­ur­laub eine Mini-Kreuzfahrt (engl. „mini-cruise“) mit einem Fährschiff an: Abends in einer bequemen Übernachtungskabine an den Zielort, diesen tagsüber besichtigen und am darauffolgenden Abend wieder mit der Fähre zurück; Rückkunft am nächsten Morgen. Damit ist die Fahrt lang genug, um den Bord­auf­ent­halt zu genießen, aber die gesamte Reisedauer liegt bei höchstens zweieinhalb Tagen.
Geeignet sind vor allem folgende Strecken:
  • Zeebrugge oder Rotterdam – Hull (P&O Ferries; ev. mit Ausflug nach York),
  • Amsterdam – Newcastle (DFDS Seaways),
  • Rotterdam (Hoek van Holland) – Harwich (Stena Line; mit Bahnausflug nach London),
  • Kiel – Oslo (Color Line),
  • Kiel – Göteborg (Stena Line),
  • Travemünde – Trelleborg (TT-Line; mit nur einer Übernachtung),
  • Travemünde – Malmö (Finnlines; ev. mit Fahrzeugmitnahme),
  • Rostock – Trelleborg (TT-Line; ev. mit Fahrzeugmitnahme).
Bei Buchung einer 5*-Suite auf der Strecke Kiel – Oslo und für Mitglieder des Color Clubs ist die Nut­zung der Color Class Lounge am Ha­fen Kiel mit Erfrischungen, WLAN und Transfer zum Schiff im Preis inbegriffen. Da Norwegen kein EU-Mitglied ist, kann man überdies auf der Fähre zoll­frei einkaufen (wenn auch zu eher norwegischen Preisen) und sich bei Einkäufen in Oslo die Mehr­wert­steu­er zu­rück­er­stat­ten lassen. Wenn Ihre Seereise in Amsterdam, Rot­ter­­dam oder Zee­brugge beginnt, dann können Sie bei der Anreise mit dem Auto beim Grenz­übertritt in die Nieder­lan­de oder nach Belgien einen Zwi­schen­stopp in einem der zahlreichen Grenz­­märkte (meist auch an Sonn- und Feiertagen ge­öff­net) einlegen. Gün­­stig sind in den nieder­län­di­schen Grenzmärkten Kaffee, pfand­freie Ge­tränke und mög­li­chenfalls Süß­­waren und frei­ver­käuf­liche Medikamente (www.einkaufeninholland.de), in ihren bel­gi­schen Pen­dants Kaffee, Schaum­wein, Tabak­wa­ren und pfand­­freie Getränke, sowie even­tuell Pra­li­nen und Ar­den­ner Schinken.
Bei einigen Destinationen ist es weiter­hin möglich eine Übernachtung an Land einzuschieben, z.B. in Oslo. Einige Routen, z.B. die nach Hull, könnte man auch als eine Art Rundreise gestalten: Hinfahrt über Zee­brügge nach Hull, Rückfahrt von Hull nach Rot­ter­­dam (oder umgekehrt), natürlich jeweils mit Stadt­be­sichtigung von Brügge, Hull/York und Rotterdam. Man müsste dabei aber natürlich sein Gepäck mit an Land nehmen (Gepäckaufbewahrung am Bahnhof Hull). Ähnliches wäre eventuell möglich auf der Reise von Travemünde nach Trelleborg und an­schließend nach Rostock, wenn man eine Mög­lichkeit findet am Zwischenhalt sein Gepäck zu depo­nie­ren. Alternativ kann man auch eine Über­nach­tung an Land einlegen.
Eine weitere, etwas ungewöhnliche Fährroute wäre die von der färöerischen Reederei Smyril Line (www. smyrilline.de) befahrene Strecke Hirts­­hals (DK) – Färöer Inseln – Island. Hier kann man aber kaum noch von einer Mini-Kreuzfahrt spre­chen, denn die Reise dauert insgesamt eine Woche und erreicht preislich das Niveau einer „richtigen“ Kreuz­fahrt. Allerdings handelt es sich bei dem eingesetzten Schiff um eine Autofähre, d.h. man könnte das eigene Auto mitnehmen, und zumindest die Route zwischen Dänemark und den Färöer Inseln wird ganz­jäh­rig bedient; Island wird mangels Nachfrage im Winter nur in den Som­­mer­­mo­na­ten an­ge­fahren.
Fährschiffe bieten dem Reisenden einen Komfort, der dem der Kreuzfahrtschiffe nicht nachsteht. Eine Einkaufsmeile und verschiedene Restaurants und Bars sind heute auch auf Fährschiffen üblicher Stan­dard, ebenso wie eine Geldwechselstube, Bordkino, Kinderspielecken (auch mit Betreuung), Baby­wickel­­­­­raum, Übernachtungskabinen mit Dusche/WC und auf langen Strecken manchmal sogar ein Well­ness-Bereich mit Whirlpool und Sauna. Bei den Kabinen gibt es mehrere Komfortkategorien zur Aus­wahl, u.a. solche mit Fernseher, Telefon, Whirlpool, Frischobstservice, Minibar, Föhn, Hosenpresse oder eigener Kaffeemaschine. Besonders nett ist der „Morning Coffee Service“ bei P&O Ferries: Hier kann man sich früh morgens eine Tasse Kaffee oder ein anderes Getränk in die Kabine bestellen.
Auf einigen Ärmelkanal- und Skandinavien-Fährschiffen gibt es Casinos, Live-Kabarett und Show­büh­nen. Für Tagesfahrten stehen oft auch spezielle Lounges mit Gratis-Getränken, Zeitungen, Aussichts­fen­stern und gelegentlich sogar einem Einkaufsservice zur Verfügung. Zumindest aber gibt es eine sog. „Quiet Lounge“, einen Raum, der als Ruhezone gedacht ist und sich durchaus zum Arbeiten mit dem Note­­book eignet. Üblicherweise kann man mit dem Handy über das bordeigene Mobilfunknetz tele­fonieren welches über Satellit an das öffentliche Telefonnetz angebunden ist (in Küstennähe auch über andere Netze) oder via WLAN oder eigenem Netzwerkkabel ins Internet gehen. Stena Line bietet ferner eine Smartphone-App.
Auch wenn auf einem regulären Fährschiff die Ort-zu-Ort-Beförderung im Mittelpunkt steht, stellen solche Mini-Kreuzfahrten eine interessante Möglichkeit für einen exklusiven Kurzurlaub dar. Zwar ist das Publikum auf Fährschiffen eher von durchwachsenem Niveau, aber dafür gibt es keine Bekleidungs­konvention, sodass man auf formale Abendgarderobe verzichten kann. Außerdem sind Mini-Kreuz­fahrten auf Fährschiffen fast das ganze Jahr hindurch machbar, im Gegensatz zu den sonst üblichen Kreuz- und Ausflugsfahrten auf den ausschließlich dafür vorgesehenen Kreuz- und Fahrgastschiffen die nur an bestimmten Terminen im Sommer durchgeführt werden.
Bezüglich der Mini-Kreuzfahrt Hoek van Holland – Harwich mit Bahnfahrt nach London muss man lei­der anfügen, dass diese Route nicht ganz unproblematisch ist. Zunächst ist die Überfahrt nicht aus­rei­chend lang, um die Fahrt wirklich zu genießen, nämlich nur etwa siebeneinhalb Stunden. Zwar wird schon recht früh eingecheckt (ab ca. 19.00 Uhr), aber die Abfahrt in Hoek van Holland erfolgt erst um 22.00 Uhr (an Wochenenden) oder 22.30 Uhr (werktags) ME(S)Z. Dafür erreicht das Schiff den Zielort Harwich bereits um 4.30 Uhr GMT(+1), wobei man aber erst ab 6.30 Uhr GMT(+1) von Bord gehen kann. Bei der Rückfahrt gelten ähnliche Zeiten, d.h. dass Schiff steht recht lange im Hafen herum. Das wäre ja noch zu ertragen. Lästig ist allerdings, dass der Reisende am Zielort sein Gepäck mitnehmen muss; es an Bord der Fähre zu lassen ist nicht vorgesehen. Diese fährt nämlich tagsüber wieder nach Hol­land zurück, sodass man für die Rückfahrt auf einer anderen Fähre eincheckt. Auch gibt es in Harwich International Port keine Gepäckaufbewahrung; die nächste Möglichkeit dazu befindet sich im Londoner Bahnhof Liverpool Street Station (am Gleis 8). Die Zugfahrt von Harwich nach London dauert etwa 90 Minuten und ist leider recht ver­spä­tungsanfällig. Man sollte also großzügige Zeitpuffer einplanen, vor allem weil die Reisezeiten aus­ge­rech­net in die Stoßzeiten des Berufsverkehrs fallen. Wenigstens gibt es aber Erster-Klasse-Abteile.
Hauptsächlich stellt sich natürlich die Frage, ob man London nicht mehr Zeit als nur ein paar Stunden wid­men sollte. Allerdings würde die Zeit wohl ausreichen, um sich eine Nachmittags-Theatervorstellung anzusehen.

Theaterbesuch in London
Apropos London: Wie wäre es mit einem Theaterbesuch im Londoner Westend? Fliegen Sie (vor)mittags nach London (Airportlounges auf allen Flughäfen vorhanden), besuchen Sie abends die Vorstellung, über­nachten Sie in einem Hotel am Flug­hafen und fliegen Sie am nächsten Morgen wieder zurück. Alter­na­tiv nehmen Sie morgens den ersten Flug von dem Ort Ihrer Wahl nach London und besuchen eine Nachmittags­vor­stellung, die mei­stens gegen 14.30 Uhr beginnt und gegen 17 Uhr endet. Zurück geht es mit der letzten Abend­maschine. Auf den Webseiten www.superbreak.com oder www.boxoffice.co.uk kann man auch Pau­schal­arrange­ments („Theatre Breaks“) bestehend aus Hotel, Theaterkarten und Restau­rantbesuch buchen. Informa­tio­nen zu den laufenden Vorstellungen gibt es auf www.londontheatre.co.uk.
Einige Reisebeispiele:
  • Flug mit Ryanair ab Hahn/Hunsrück nach London Stansted, Übernachtung im Radisson Blu Hotel Lon­don Stansted Airport, Fahrt mit dem Stansted Airport Express Zug nach London Liverpool Street Station (Dauer ca. 45 min, ca. £ 25 Return). Die meisten Theatervorstellungen beginnen um 19.30 Uhr und enden gegen 22.00 Uhr. Der letzte Zug nach Stansted verlässt den Bahnhof Liverpool St. gegen 23.25 Uhr. Die erste Maschine nach Hahn verlässt den Flughafen Stansted am folgenden Mor­gen bereits um 7.15 Uhr, eine weitere fliegt gegen Mittag. Tipp: Besuchen sie am Flughafen Stansted unbedingt noch die Wine Tower Bar.
  • Sollte Ihre Reise in Zürich beginnen, dann wäre der erste, mögliche Flug mit SWISS ab ZRH um 7.05 Uhr Ortszeit, Ankunft um 7.55 GMT in Heathrow Terminal 1. Bequemer ist die Verbindung 09.30 Uhr ab ZRH – 10.20 Uhr an LHR. Die letzte Maschine nach Zürich startet in Heathrow am Terminal 1 um 20.05 Uhr GMT. Für den Besuch einer Nachmittagsvorstellung sollte das ausreichen. Ansonsten kann man auch am Flughafen Heathrow übernachten. Das Sofitel Heathrow Hotel hat direkten Zugang zum Terminal 5, das Hilton London Heathrow Airport Hotel und das YOTEL Heathrow befinden sich am Terminal 4. Es gibt kostenlose Züge und Busse die zwischen den Ter­mi­nals verkehren: Ab Terminal 5 Buslinie 482/490 zum Terminal 1, ab Terminal 4 der Heathrow Ex­press Train.
  • Man könnte einen Theaterbesuch auch mit einer Mini-Kreuzfahrt Rotterdam - Har­wich kombinieren. Nach dem Ausborden und der Zugfahrt nach London bleibt Zeit für einen Rundgang durch die Innen­stadt mit Mittagessen, bevor die Nachmittagsvorstellung gegen 14.30 Uhr anfängt. Einchecken in Harwich ist bis etwa 22.30 Uhr möglich, sodass auch für die Rückreise zum Schiff genügend Zeit bleibt.
  • Besonders exklusiv ist natürlich auch hier die Anreise mit dem eigenen Boot. Praktisch alle Londoner Marinas bieten Gastliegeplätze an, z.B. im St. Katharine Dock, an der Themse unweit der City und direkt hinter dem Tower of London gelegen (www.skdocks.co.uk).
Selbstverständlich können Sie auch länger in London verweilen, essen gehen, einkaufen und die Sehens­wür­digkeiten der Stadt genießen. Dazu drei Tipps: Das Grosvenor House Hotel in Mayfair, Park Lane, ge­gen­über vom Hyde Park, lädt regel­mäßig zum Afternoon Tea (ab £ 20 pro Person). Tickets gibt es u.a. bei londontheatre.entstix.com. Und die Bar auf dem Dach des Trafalgar Hotels (www.thetrafalgar.com) bietet eine atem­berau­ben­de Aussicht, ebenso wie die Radio Rooftop Bar, 336-337 The Strand WC2, auf dem Dach des ME London Hotels.
Bei einem längeren Aufenthalt hätten Sie natürlich auch die Mög­lich­keit mehrere, ver­schie­de­ne Theater­­vorstellungen zu besuchen. Oder Sie machen einen (mehrtägigen) Ausflug nach Stratford-upon-Avon und besuchen die Theatervorstellungen der Royal Shakespeare Com­pany. Nebenbei bemerkt ist auch Stratford mit dem eigenen Boot erreichbar.

Opernbesuch in Dresden
Die Dresdner Semperoper, wiedereröffnet 1985 und Sitz der sächsischen Staatsoper am Dresdner Thea­ter­platz, ist eines der traditionsreichsten Opernhäuser Deutschlands. Einige Reiseveranstalter offerieren Komplettangebote bestehend aus Opernkarten, Hotelübernachtungen und Bahnanreise. Oft ist auch eine Stadtrundfahrt im Preis inbegriffen. Informationen über die Oper und den Spielplan gibt es unter www. semperoper.de; dort können auch Karten bestellt werden. Neben der Semperoper empfiehlt sich auch ein Besuch im Dresdner Operettenhaus oder in einem der zahlreichen Theater. Zum Entspannen eignet sich die Karl May Bar im Hotel Taschenbergpalais, Taschenberg 3, unweit der Sem­per­oper.
Analog zu London könnte man auch nach Dresden (vor)mittags mit dem Flugzeug, dem Auto oder der Bahn anreisen, abends die Oper besuchen und am nächsten Tag wieder abreisen. Flüge von und nach Dres­den gibt es u.a. von Basel/Mülhausen, Düsseldorf, Frankfurt/M., Köln/Bonn, München, Nürnberg und Stuttgart. Das dem Flughafen nächstgelegene Hotel ist das Airpark Dresden Apartmenthaus, welches überdies einen Shuttle-Dienst zum ca. 1,5 km entfernten Flughafen anbietet. Im Hotel gibt es Zimmer mit Bad, Fernseher, Gratis-WLAN und Parkplätze. Auch zwischen dem Bahnhof Friedrichstadt und der Sem­per­oper gibt es etliche, komfortable Hotels, z.B. das Artis Suite Hotel Dresden (www.artis-hotel.de). Und wenn sie schon einmal in Dresden sind, sollten sie auch die Schwebebahn im Stadt­teil Loschwitz be­suchen.
Die Anreise nach Dresden mit dem Auto erfolgt aus Rich­tung Westen gewöhnlich über die A4, von Nor­den aus Berlin über die A13 und aus Richtung Nürn­berg über die A9, die A72 und dann die A4. Außer­dem existieren derzeit drei Nachtzuglinien die über Dresden nach Prag verkehren, und zwar aus Zürich (via Frankfurt/M.), Amsterdam (via Köln, Biele­feld) und Kopenhagen (via Flensburg, Hamburg) kom­mend. Alle Züge erreichen Dresden zwischen sieben und acht Uhr morgens und verlassen die Stadt abends gegen 21 Uhr in der Gegenrichtung. Am Dresdner Hauptbahnhof existiert eine DB Lounge. Und wer mit seinem eigenen Boot über die Elbe kommt, findet im Yachthafen Dresden sicher einen Gast­lie­ge­platz.

Einkaufsreisen nach Oslo, Zürich und Istanbul
Zum Einkaufen nach Oslo zu fahren ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, stehen doch eher die Modestädte Paris oder Mailand oben auf der Hitliste. Außerdem gilt Oslo als eine der teuersten Städte der Welt; höchstens Tokio ist noch teurer. Aber dennoch kann ein Einkaufsbesuch in Oslo reizvoll sein, auch und vor allem, weil es in Norwegen für Nicht-Ansässige möglich ist sich bei Einkäufen ab um­ge­rechnet etwa € 43,- die Mehrwert­steuer/Waren­umsatzsteuer erstatten lassen. Die wichtigste Einkaufs­meile liegt direkt neben dem Hauptbahnhof in der Karl Johans Gate. Praktisch alle bekannten Modelabels sind hier vertreten. Am Hafen gibt es das Shopping Center Aker Brygge. Beliebt bei den Shopping­touristen sind Bekleidung, Schmuck, Lederwaren, norwegische Wollpullover und Fisch­delikatessen.
Für die Anreise empfiehlt sich u.a. die Fährverbindung Kiel – Oslo mit einer VIP-Lounge im Hafen Kiel, ei­ner Aufenthaltsdauer in Oslo von ca. drei Stunden und zollfreiem (leider etwas teurem) Einkauf an Bord. Wer mehr Zeit braucht, schiebt eine Über­nachtung an Land ein oder nimmt einen der zahlreichen Flüge aus vielen Regionen Mitteleuropas in die nor­we­gi­sche Hauptstadt (zollfreier Einkauf möglich aber oft teuer, Flughafenlounge vorhanden). Im Hafen von Oslo finden sich auch Gast­liege­plätze für Be­su­cher, die mit dem eigenen Boot anreisen. Nor­we­gen gehört zum Schengen-Raum, d.h. bei der Einreise aus einem anderen Schengen-Mitgliedsland findet normalerweise keine Passkontrolle statt, wohl aber eine Zoll­kontrolle!
Auch Zürich hat sich als Einkaufsparadies einen Namen gemacht, insbesondere die Bahnhofstrasse. Die eid­ge­nös­­sische Wa­ren­umsatzsteuer kann bei ei­nem Warenwert von mehr als SFr. 300 bei der Ausfuhr er­stat­tet wer­den, sofern der Antragsteller keinen Wohnsitz in der Schweiz hat. Empfehlendwert sind Uh­ren, Schmuck, Accessoires und andere Luxusartikel; alle international bekannten Marken sind in der Bahn­hofstrasse und Umgebung vertreten. Außerdem gibt es zahlreiche Confiserien und natürlich Ge­schäfte mit typisch schweizerischen Produkten, wie z.B. die bekannten Taschenmesser, aber auch Wurst und Käse. Überdies ist Kaffee preislich etwas günstiger als in der BRD. Selbstverständlich gibt es auch noch andere Ein­kaufs­zentren in Zürich, z.B. die Sihl-City oder die Shopville am Hauptbahnhof. Zur Ent­span­nung bietet sich ein Besuch in der Jules Verne Panorama Bar, Uraniastrasse 9 (zwischen Bahn­hofstr. und Limmat) mit einer atemberaubenden Aussicht (www.jules-verne.ch) oder in der Niet­turm Bar, Schiff­­bau­strasse 4, unweit der Hardbrücke und mit einer nicht weniger tollen Aussicht an.
Die Anreise kann mittels Flugzeug, Auto oder per Bahn erfolgen; gute Verbindungen nach Zürich gibt es aus allen Nachbarländern. Auf dem Flughafen Zürich ist überdies der zollfreie Einkauf möglich (Loun­ges vorhanden). Interessant ist auch die Reise als Kurztrip mit dem Nachtzug aus Amsterdam/Köln, Berlin, Hamburg/Hannover, Dresden/Leipzig/Erfurt, Graz, Villach oder Wien nach Zürich: Ankunft morgens in Zürich HB (Bahnhofslounge vorh.), dann tagsüber einkaufen und abends wieder mit dem Nachtzug im komfortablen Schlafwagenabteil zurück an den Ausgangsort. Er­kun­digen sie sich aber vor der Reise­buchung, ob und wie der Zugaufenthalt im Grenzbahnhof (meistens Basel SBB; für Züge von/nach Österreich: Buchs SG) zeitlich ausreicht, um das Rück­erstat­tungs­formular für die Waren­um­satz­steu­er vom schweizerischen Zoll abstempeln zu lassen.
Istanbul ist ebenfalls für einen Einkaufstrip geeignet. Wie für eine Metropole üblich, gehen die Einkaufs­mög­­lich­keiten beinahe ins unendliche. Ab umgerechnet etwa € 51 kann die 18%ige Mehrwertsteuer er­stat­tet werden. Zu­mindest die großen Ein­kaufs­zen­tren sind darauf eingerichtet. Fast alle wichtigen De­sig­ner unterhalten eine Niederlassung im İstinye Park Einkaufszentrum (www.istinyepark.com) auf der eu­ro­­pä­ischen Seite, lediglich Brioni (Abdi Ipekei Caddesi, im Stadteil Nisantasi) und Versace (am Flug­ha­fen Atatürk) ziehen andere Orte vor. Im Großen Bazar Kapali Çarsi, mit etwa 5000 Läden, gibt es vor allem Lederwaren, Teppiche und Schmuck. Bei der Galata-Brücke liegt der Gewürzbasar, mit Waren die vor­­wiegend aus Ägyp­ten importiert wer­den.
Und wenn man schon mal in Istanbul ist, könnte man auch ein Türkisches Bad besuchen. Ausführliche In­­formationen über die Badehäuser der Stadt mit der Möglichkeit zur Vor­bu­chung gibt es auf der Web­seite der Istanbul Tourist Information (istanbul-tourist-information.com). Wenn man nach dem Bad et­was trinken möchte, bieten sich die Bar Vogue, Spor Caddesi, BJK Plaza A Blok Kat:13 Akaretler (Re­stau­­rant mit Sushi- und Weinbar mit Blick auf den Bosporus) und die Summit Bar and Terrace im Con­rad Hotel, Cihannuma Mah., Besiktas an.
Die Anreise erfolgt am Besten mit dem Flugzeug. Direktflüge gibt es von fast allen Flughäfen Mittel­eu­ro­pas aus. Der Flughafen Atatürk liegt auf der europäischen, der Flughafen Sabiha Gökçen auf der asia­ti­schen Seite Istanbuls. An beiden Flug­häfen gibt es die üb­li­chen Lounges und Duty Free Läden. Und wer will, kann natürlich auch mit dem eige­nen Boot anreisen. Neuerdings wird Istanbul auch häufiger von Kreuz­fahrtschiffen angefahren.

Golf in Südschweden
Die Region Skåne (dt. Schonen) im Süden Schwedens ist das Gebiet Europas mit der höchsten Golf­platz­dich­te. Im Gegensatz zu Mitteleuropa gilt Golf in Skandinavien (ähnlich wie in Großbritannien) als Brei­ten­­­sport, was dem Spielvergnügen jedoch keinen Abbruch tut. Dafür sind die Green Fees recht moderat und der ungewohnte Boden wird auch einem guten Golfer einige ungewöhnliche Schläge abverlangen.
Zum Übernachten besonders geeignet ist das Hotel Nötesjö bei Svedala (www.notesjo.se; lassen Sie sich nicht von dem leicht holprigen Deutsch/Englisch abschrecken), ca. 4 km vom Flughafen Malmö, ca. 52 km vom Flughafen Kopenhagen und etwa 27 km vom Fährhafen Trelleborg entfernt, das neben Gratis-WLAN auch Konferenzräume in verschiedenen Größen anbietet. Hier können Sie ebenfalls Geschäfts­freunde empfangen und mit ihnen eine Runde Golf spielen, denn in der Umgebung des Hotels (< 15 km) befinden sich gleich zwei Golfplätze. Denken Sie immer daran: Die besten Geschäfts­abschlüsse werden auf dem Golfplatz getätigt.
Die Region Skåne ist via Fährhafen Trelleborg mittels Fährschiff ab Travemünde, Rostock oder Sassnitz sehr gut zu erreichen. Die Fährgesellschaft TT-Line bietet sogar Pauschalarrangements für Golfer an. Übrigens gibt es auch in Trelleborg einen Golfplatz, sogar direkt am Meer. Eine weitere Fährlinie führt von Travemünde nach Malmö. Wenn Sie aus Österreich mit dem Auto anreisen, können Sie von Wien bis Hamburg den Autozug nehmen.
Natürlich können Sie statt mit der Fähre auch mit dem Auto via Dänemark über die neuen Brücken am Großen Belt und am Öresund nach Schweden fahren. Geographisch gesehen ist dies allerdings ein Um­weg und der Brückenmaut ist fast genauso hoch, wie der Preis für ein Fährticket. Und bequemer ist es auf dem Fährschiff allemal.
Wenn Sie mit dem Flugzeug anreisen, wäre Malmö-Airport (zwischen Skurup und Svedala gelegen; es gibt eine Business Lounge) der nächstgelegene Flug­hafen. Da es aus dem deutschsprachigen Raum der­zeit keine direkten Linienflüge nach Malmö gibt, kommt vor allem die Anreise mit einem Lufttaxi in­fra­ge. Der Flughafen Kopenhagen (Lounges vorh.) ist über die Öresundbrücke von Malmö aus in etwa 20 Minuten erreichbar. Von dort gibt es Verbindungen in praktisch alle Weltgegenden. Wer mit dem eige­nen Boot kommt, findet entweder in Trelleborg oder in Skåre Hamn (westlich von Trelleborg) Liege­plätze, nicht allzu weit vom Golfplatz entfernt.

Badeurlaub an der Küste Namibias
Wenn der Winter naht, dann jetten die Sonnenliebhaber in die Karibik. Es gibt jedoch noch andere Mög­lich­keiten. Eine davon ist ein Badeurlaub im Küstenbadeort Swakopmund in der ehemaligen deutschen Ko­lonie Südwestafrika. Auf der Südhalbkugel gelegen, sind die Jahreszeiten denen in Europa ent­ge­gen­ge­setzt, d.h. in Swakopmund erwacht im Dezember der Badebetrieb, wenn in Mitteleuropa die Skisaison beginnt. Warum also nicht vor der Kulisse deutscher Kolonialarchitektur im Südatlantik baden? Als Quar­­tier bietet sich das Hotel Deutsches Haus an. Alle Zimmer haben Dusche/WC und in der oberen Ka­te­gorie auch Klimaanlagen und eine Minibar. Gratis-WLAN gibt es im ganzen Hotel. Für Besprechungen stehen Konferenzräume zur Verfügung. Der Rossmund Golf Course, einer von nur fünf Wü­sten­golf­plät­zen weltweit, liegt etwa 7 km außerhalb von Swakopmund, an der B2 Richtung Wind­hoek.
Ab Frankfurt/M. gibt es Direktflüge von Air Namibia nach Windhoek (10 ½ Stunden; es gibt Duty Free Waren an Bord; First und Business Class Passagiere dürfen in Frankfurt die Sky Lounge im Terminal 2 besuchen). Von Windhoek geht es weiter mit Auto, Bahn oder Flugzeug nach Swakopmund. Am be­quem­sten reist man wohl mit dem Desert Express Zug, der die knapp 400 km lange Strecke einmal wö­chent­lich zurücklegt (www.transnamib.com.na) oder man bucht einen Anschlussflug nach Walvis Bay (von dort ca. 50 km bis Swakopmund). Da Namibia in der gleichen Zeitzone wie Mitteleuropa liegt, gibt es kaum Probleme mit der Zeitverschiebung (außer bei der Sommerzeit); die maximale Zeitdifferenz liegt bei ± 1 Stunde.
Für deutsche, österreichische, schweizerische und liechtensteinische Staatsangehörige genügt ein Rei­se­pass zur Einreise. Der Einreisestempel „Visitors Entry Permit“ kann für einen Zeitraum von bis zu 90 Ta­gen erteilt werden. In der Regel wird jedoch die Gültigkeitsdauer auf den Zeitraum des tatsächlich beab­sich­tigten Aufenthalts begrenzt, der sich aus dem Rückflugdatum ergibt. Es wird aber dringend empfoh­len, sofort bei Einreise zu kontrollieren, ob mindestens soviele Aufenthaltstage genehmigt wurden, wie tatsächlich benötigt werden. Wenn sie Auto fahren wollen (Linksverkehr), brauchen sie überdies einen englischsprachigen oder internationalen Führerschein.
Die Erstattung der Mehrwertsteuer an Touristen anlässlich der Ausfuhr von Souvenirs usw. bei Abreise kann nach Berichten von Betroffenen mit praktischen administrativen Hindernissen verbunden sein (z. B. lange Bearbeitungsfristen, Ablauf von Schecks usw.). Um in Problemfällen bei der namibischen Seite nachhaken zu können, wird empfohlen, sich bereits beim Kauf zwei Originalrechnungen („tax invoice“ und „duplicate tax invoice“) ausstellen und beide Rechnungen vom namibischen Zoll mit einem Stempel („zur Ausfuhr“ / „for export“) versehen zu lassen. Geeignete Souvenirs sind Schnitzereien, Herero-Pup­pen, Halbedelsteine und bemalte Straußeneier.
Für abreisende Passagiere gibt es am Flughafen Windhoek auch Duty Free Einkaufsmöglichkeiten. Den Fluggästen der Business Class (und höher) - auch denen anderer Fluggesellschaften als Air Namibia – und den Inhabern eines Priority Passes, einer Diners Club Karte oder einer Airport Angel Mitgliedschaft steht die Oshoto Lounge zur Verfügung; alle anderen bezahlen NAD 150 (ca. € 20) für den Lounge-Zugang.

Thermalbaden in Island
Die Insel im Nordmeer ist bekannt für ihre Geysire und Vulkane. Weniger bekannt ist, dass Reykjavik durch den Europäischen Heilbäderverband zur offiziellen „Spa City“ ernannt wurde. Denn neben be­heiz­ten Freibädern und Fitnesscentern sind dort Bäder mit Kosmetikbehandlungen und Massage-Angeboten im Überfluss zu finden. Das Besondere der Thermalbäder in Island ist nicht nur ihre durch­schnittliche Wassertemperatur von 29°C, sondern vor allem, dass sie Freibäder sind und die Besucher mit der Kom­bi­na­tion von kalter Luft und warmem Wasser ihren Kreislauf in Schwung bringen können. In Reykjavik ist der beste exotische Strand in Europa zu finden: In Nauthólsvík, gerade mal fünf Minuten vom Stadt­zen­trum entfernt, wird geothermales Wasser in eine kleine Bucht im Nordatlantik gepumpt, wodurch das Was­­ser an diesem von Menschenhand geschaffenem Badestrand auf etwa 20°C aufgeheizt wird. Bekannt ist auch die sog. Blaue Lagune (Isl. „Bláa Lónið“). Mit etwa € 30 Eintritt pro Person ist dies wohl eines der teuersten Badevergnügen, aber trotzdem ist es ein Erlebnis, in dem helltürkisblauen Wasser mit bis zu etwa 40°C herumzuschwimmen, wenn einem obenrum der kalte Wind um die Ohren bläst. Wenn es sehr windig und kalt ist, empfiehlt es sich eine Mütze mit zum Schwimmen zu nehmen. Die meisten Ho­tels in Reykjavik liegen im nördlichen Stadtteil um den Austurvöllur Platz. Als Quartier käme z.B. das Hotel Borg (www.hotelborg.is) infrage: Alle Zimmer verfügen u.a. über Bad/WC, Föhn, Sat-TV, Mini­bar, Kaffee- und Teezubereitungsmöglichkeit, Zimmersafe und Internet­an­schluss.
Nach Island gibt es Flüge von allen großen Flughäfen Europas, außerdem existiert eine Fährverbindung ab Hirtshals (DK; Infos unter www.smyrilline.de). Auch wird Island gerne von Kreuzfahrtschiffen auf Nord­­meertour besucht. Zur Ein­reise genügt für deutsche Staatsbürger ein Personalausweis, alle anderen be­nötigen einen Reisepass. Da Island zum sog. Schengen-Raum gehört, gibt es nur Passkontrollen wenn man von außerhalb des Schen­gen-Raumes kommt. Die Einfuhr von Fleischprodukten unterliegt gewissen Beschränkungen; um­gekehrt sollte man kein Walfleisch aus Island mitbringen, welches in Mitteleuropa unter den Artenschutz fällt. Beliebte Souvenirs sind Wollprodukte, Vulkanasche und Schmuck aus Vul­kangestein. Nicht in Island wohnhafte Personen können sich u.U. die isländische Mehrwertsteuer auf aus­­­zuführende Waren erstatten lassen. Auf dem internationalen Flughafen Keflavik besteht die Mög­lich­keit zum zollfreien Einkauf. Für Business Class Passagiere von Icelandair gibt es auch eine Lounge.

Wandern auf La Gomera
Die zu den Kanarischen Inseln gehörige Vulkaninsel im Atlantik ist ein Paradies für Wanderer. Es existiert auch ein recht gut ausgeschildertes Wegenetz, welches fast alle Inselteile miteinander verbindet. Einer der wenigen gedruckten Wanderführer ist im Goldmann-Verlag erschienen. La Gomera ist bekannt für seine Bananenplantagen und für die Pfeifsprache El Silbo. In den 1970er Jahren gab es im Valle Gran Rey auch eine populäre Hippie-Kommune, deren Bewohner vorwiegend in Höhlen am Strand hausten.
Die Unterkünfte in La Gomera sind zahlreich und im Allgemeinen auch gut ausgestattet, was es schwie­rig macht eine Empfehlung zu geben. In der Inselhauptstadt San Sebastian und im Ort Valle Gran Rey gibt es Appartments des Anbieters Chijeré mit eigenem Balkon oder Terrasse und Internetanschluss (gra­tis; www.chijere.es). Ebenso empfiehlt sich das zentral gelegene Hotel Villa Gomera mit 16 Doppel­zim­mern mit Bad, Telefon, TV, Zimmersafe und Gratis-WLAN, außerdem gibt es 10 Apparte­ments mit eige­ner Küche. In Valle Gran Rey kämen weiterhin das Hotel Playa Calera, mit 63 Suiten mit eigenem Salon, Dusche/WC, Föhn, Sat-TV, Minibar, Safe, Balkon/Terrasse und WLAN-Zugang oder das Hotel Gran Rey u.a. mit Bad, Telefon, Sat-TV, Minibar, Safe und WLAN infrage, um nur einige Beispiele aufzuführen.
La Gomera gehört zum Zollfreigebiet der Kanarischen Inseln, d.h. auf Waren und Dienstleistungen wird lediglich die Inselumsatzsteuer von 5% erhoben. Als Reisemitbringsel eignen sich u.a. kanarischer Wein (max. 4 Liter zollfrei in die EU, max. 5 Liter in die Schweiz; vorher erkundigen ob Flüssigkeiten im Li­nien­flugzeug erlaubt sind, sonst im Duty Free kaufen), Mojo-Soßen, Honig, Schmuck und Kunst­hand­werk und die typisch kanarischen Messer (Ganz nebenbei zeigen sich hier die Vorteile des Lufttaxis: Di­rek­te Verbindung ohne Umsteigen und keine Probleme bei der Mitnahme von Flüssigkeiten und spitzen Gegenständen).
Die Anreise erfolgt meist mittels Fähre oder Regionalflug­verbindung ab Teneriffa. Mit einer Schnell­fäh­re ab Los Cristianos dauert die Überfahrt nach La Gomera ca. 35-45 Minuten. Es gibt überdies zwischen Los Cristianos/Te­ne­riffa, San Sebastian, Playa Santiago (Flughafen) und Valle Gran Rey eine Fähr­ver­bindung der Gesellschaft Gara­jonay Exprés. Die Fahrzeit Los Cristianos - Valle Gran Rey liegt bei etwa 80 Minuten. Aber natürlich kann ein Mann von Welt auch mit dem Lufttaxi oder dem eigenen Boot anreisen.

Skiurlaub in den Karpaten und der Sierra Nevada
Zwar gibt es in den Alpen genügend interessante Wintersportorte, aber warum nicht einmal in den Kar­pa­ten skilaufen? Der bekannteste Wintersportort Rumäniens Poiana Braşov liegt auf 1050 Meter Höhe in den Karpaten und offeriert eine olympiagerechte Infrastruktur mit mehreren Seilbahnen und Schlepp­lif­ten. Mit nur 350 Einwohnern ist der Ort überschaubar, aber dennoch existieren genügend Hotels, z.B. das Rina Vista (Zimmer mit Bad/Dusche/WC, Minibar, Telefon, Balkon und WLAN; außer­dem gibt es Kon­fe­renz­räume und ein Bayerisches Restaurant). Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die etwa 15 km ent­fern­te Stadt Braşov (dt. Kronstadt, 280.000 Einw.) gut zu erreichen. Die Anreise erfolgt am besten mit dem Flugzeug nach Bukarest (Airportlounge; der Flug­ha­fen Braşov ist noch im Bau) und weiter mit einem Mietwagen. Alternativ kann man mit der Bahn von Bukarest nach Braşov reisen (ca. 160 km) oder mit dem Nachtzug von Wien. Von Braşov geht es mit dem Bus oder Taxi nach Poiana Braşov. Der deutsche Reise­anbieter DERTOUR offeriert auch Pauschal­arrangements.
Die spanische Sierra Nevada liegt ganz im Süden des Landes, unweit von Granada. Die etwa 40 km von Granada entfernte Urbanisation von Solynieve, wo seit 1996 internationale Ski-Meisterschaften statt­fin­den, bietet auf einer Höhe von etwa 2000 Metern allen Komfort eines modernen Wintersportortes mit Ho­tels in diversen Preiskategorien (z.B. Hotel Kenia Nevada: Zimmer mit Bad/WC, Telefon, Sat-TV, Minibar, Safe und Internet). Granada besitzt einen internationalen Flughafen, allerdings gibt es derzeit keine Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum, sondern nur Umsteigeverbindungen über Madrid. Daher empfiehlt sich die Benutzung eines Lufttaxis. Infos gibt es unter www.go-sierra-nevada.com.

Wildbachtauchen im Tessin
In einem Wildbach zu tauchen ist zugegebenermaßen nur etwas für Könner. Deshalb bieten renommierte Tauchschulen extra Kurse dafür an und auch ein erfahrener Taucher sollte zuerst einen solchen Kurs be­su­chen, bevor er sich in den Wildbach stürzt. Ebenfalls empfehlenswert ist das Studium des „Dive-Guide der Schweiz“ (im Buchhandel erhältlich). Im Tessin sind vor allem das Verzasca- und das Maggia­tal, bei­de in der Nähe von Locarno gelegen, von Interesse. Der schweizerische Tauchverband hat dort die besten Plätze bereits markiert: Im Verzascatal an der Abfahrt Richtung Corippo, beim Restaurant Posse, an der Rö­­merbrücke, am Wasserfall bei Frasco und im Maggiatal in Ponte Brolla, Plätze hinter der Eisen­bahn­brücke unterhalb des Parkplatzes, die Wolfsschlucht oder Grotto in Peccia und die Stauseen in der hö­heren Region nach Fusio. Es sei empfohlen unter der Woche und bei Sonnenschein zu tauchen. Tipps: Trocken­tauchanzug und 2-3 Tauchgeräte einpacken, 5-10 Liter-Flaschen reichen aus. Autofahrer aufge­passt: Es gibt viele mobile Blitzer in den Tälern und immer Parktickets hinter die Windschutz­scheibe hän­­gen! Es wir überall stündlich kontrolliert.
In der Region gibt es genügend empfehlenswerte Hotels, aber es besteht auch die Möglichkeit – sozu­sa­gen als Kontrast zum Tauchsport - als Unterkunft eine Berghütte zu wählen: Infos gibt es unter www. ascona-locarno.com.
Wegen der mitzuführenden Ausrüstung empfiehlt sich die Anreise per Auto. Diese erfolgt gewöhnlich über die Gotthardautobahn A2, die genau genommen schon in Basel beginnt (Vignette erforderlich; Ge­schwin­digkeitsbeschränkungen unbedingt einhalten!), bis Locarno. Von dort geht es über Landstraßen weiter in die Täler. Per Bahn führt der übliche Weg über Locarno und dann weiter mit dem Postauto, aller­­dings ist die Gepäckmitnahme hier nur eingeschränkt möglich. Die Anreise nach Locarno mit dem Boot von der Adria kommend via Po und Ticino ist aktuell nicht durchführbar, da der alte Schiff­fahrts­weg zwischen der Ticino-Mündung und dem Lago Maggiore derzeit unpassierbar ist. Das soll sich aller­dings irgendwann ändern.
Der Regionalflughafen Lugano-Agno liegt etwa 40 km entfernt; von dort fliegt Etihad Re­gional nach Genf, Prag, Bukarest und saisonal zu diversen Destinationen in Italien und im Mittel­meer­raum, sowie im Auftrag von SWISS nach Zürich. Natürlich kann man auch mit einem Lufttaxi anreisen. Am Flughafen gibt es u.a. die üblichen Autovermietungen, Gastronomiebetriebe und einen Duty Free Shop. Im Tourist Office ist die Erstattung der Mehrwertsteuer mittels Global Blue möglich. Für Be­spre­chun­gen bietet sich die Business Lounge im öffentlichen Bereich an, die auch mit einem Priority Pass zu­gäng­lich ist. Wegen des Gepäcks sei die Weiterreise per Mietwagen empfohlen. Ansonsten kostet die Fahrt mit dem Taxi nach Lugano Stazione etwa CHF 30,-, mit dem Shuttle Bus (Reservierung erfor­der­lich; www.shuttle-bus.com) CHF 8,-. Der Flughafen ist vom Bahnhof Agno der FLP aus in etwa 10 Minuten auch zu Fuß zu erreichen.

Orientalische Badekultur in der türkischen Ägäis
Bekannt sind die Küstenorte der Türkei vor allem für ihre All-Inclusive-Angebote, die allerdings wenig „exclusive“ sind. Es geht aber auch anders. Besonders interessant ist das D-Hotel Maris (www.dhotel. com.tr) auf der Halbinsel Datça ge­legen, etwa 300 km südlich von Izmir gelegen. Neben einem ausge­dehn­ten, orientalisch gepräg­ten Bade- und Wellnessbereich mit Hammam gibt es in den Deluxe-Doppel­zim­mern sogar Badewannen für zwei Personen und mit Meerblick. Die Ausstattung der Zimmer ist selbst in der Standard­kategorie so bemessen wie anderswo in der Luxusklasse. Weiterhin existieren eine Execu­tive Club Lounge mit Concierge-Service im 8. Stock des Hotels (mit einer traum­haften Aussicht auf die Bucht) und Konferenzräume im Erdgeschoss mit Zugang vom Foyer. WLAN ist im ganzen Haus ver­füg­bar. Außerdem gibt es mehrere hoteleigene Strände mit Gastronomie und diversen Wasser­sport­mög­lich­kei­ten. Für Regentage empfiehlt sich das hauseigene Kino mit Ledersofas und  sesseln.
Die Anreise ist etwas kompliziert, liegt doch der nächste Flughafen Dalaman (Flughafen­lounge und Duty Free Shops für abreisende und ankommende Passagiere) etwa 130 km ent­fernt, aber dafür kann der Hoteltransfer auch mit dem Helikopter oder mit einem Wasser­flug­zeug erfolgen. Außerdem stehen Lie­ge­­plätze für die Anreise per Boot zur Verfügung. Von der etwa 35 km entfernten Stadt Marmaris aus gibt es einen Shuttlebus zum Flughafen und eine Fährlinie auf die griechische Insel Rhodos. Die Überfahrt nach Rhodos dauert etwa zwei Stunden; mit dem Katamaran eine Stunde.
Auch in der Region um Izmir gibt es Badeorte, die noch nicht von Hotelburgen mit ihrem Billigtouristen vereinnahmt wurden. In den dortigen Yachthäfen gibt es natürlich auch Gastliegeplätze. Südlich von Iz­mir und schräg gegenüber der griechischen Insel Samos liegt die Hafenstadt Kuşadası. Neben einem großen Yachthafen und einem Hafen für Kreuzfahrtschiffe gibt es eine Uferpromenade mit Restaurants und Cafés, zwei kleinere Strände in der Stadt und zwischen Kuşadası und Güzelcamli einen 18 km lan­gen Sandstrand. Kuşadası ist derzeit nur über Landstraßen zu erreichen, die leider nicht unbedingt euro­pä­ischen Standards entsprechen. Eine Autobahn nach Izmir ist aber im Bau. Vom Hafen Kuşadası aus gibt es im Sommer eine Fährverbindung nach Samos mit zwei Abfahrten täglich.
Etwa 100 km westlich von Izmir, und über eine neue Autobahn gut zu erreichen, liegt der exklusive Ba­de­ort Çeşme mit seinen eleganten Luxushotels. Vor allem an den Wochenenden besuchen Gäste aus Iz­mir und Istanbul den Ort, in welchem es auch zahlreiche Ferienhäuser gibt. Vom Hafen aus wird eine Fähr­verbindung auf die griechische Insel Chios angeboten.
Der Flughafen von Izmir liegt etwa 65 km von Kuşadası und etwa 100 km von Çeşme entfernt; dort gibt es eine Flughafenlounge und Duty Free Läden (in Izmir-Stadt existiert nebenbei bemerkt auch ein Mon­te­­grappa-Händler).
Für die Einreise deutscher Staatsbürger in die Türkei genügt ein Personalausweis. Schweizer, Öster­rei­cher und Liechtensteiner benötigen einen Reisepass, Österreicher außerdem ein Visum, welches aber auch an der Grenze erworben werden kann. Personen mit Wohnsitz außerhalb der Türkei können sich bei der Ausreise die 18%ige Mehrwertsteuer von Einkäufen mit einem Warenwert über TRY 118,- erstatten lassen.

Ein besonderes Wochenende in Neuwied
Die knapp 65.000 Einwohner zählende Stadt am rechten Rheinufer nördlich von Koblenz zählt zwar nicht zu den typischen Touristenorten, hat aber dennoch einige interessante Erlebnisse zu offerieren. Warum also nicht einmal ein Wochenende zwischen Rhein und Wied am Rande des Westerwaldes ver­bringen? Der Programmvorschlag:
  • Anreise am Freitag Nachmittag, Unterbringung im Food-Hotel (www.food-hotel.de), dem Hotel zum Thema Lebensmittel; Abendessen im Hotel,
  • Samstag Besuch im Zoo Neuwied (www.zooneuwied.de), mit ca. 1200 Tieren aus 155 Arten, Schwer­­­­­­punkte u.a. australische Kängurus, afrikanische Berberlöwen und Geparden; Abendessen im Re­staurant La Mer mit Salzwasseraquarium im Ortsteil Nieder­bieber (www.restaurant-lamer.de; Reservierung erforderlich),
  • Sonntag Besuch im Garten der Schmetterlinge, Schloss Sayn (www.sayn.de), nachmittags Heimreise.
Natürlich kann das Programm auch an anderen Wochentagen absolviert oder um weitere Programm­punkte ergänzt werden, z.B. ein Besuch des Mittelrheintals, der Mosel oder der Lahn.
Die Anreise nach Neuwied sollte wegen der geografisch auseinanderliegenden Attraktionen mit dem eige­nen Auto oder einem Mietwagen erfolgen. Neuwied liegt unweit der A3, der A48 und der B42 und ist von Norden aus Richtung der A3 über die B256, in Ost-West-Richtung über die A48 (von der A3 kommend) und von Süden über die B42 gut zu erreichen. Die nächsten Flughäfen sind Köln/Bonn (ca. 65km, Lounge vorh.) Frankfurt-Hahn (im Hunsrück, ca. 100km) und Frankfurt/M. (ca. 115km, Lounges vorh.). In Neuwied existiert weiterhin ein Yachthafen mit Gast­liege­plätzen. Vom Bahnhof Neuwied gibt es stündlich einen direkten Zug zum Flughafen Köln/Bonn und eine weitere Verbindung mit Umsteigen, außerdem zwei Züge pro Stunde nach Koblenz und einen nach Frankfurt/M. Der nächste IC-Bahnhof ist Koblenz und die nächste ICE-Station ist Montabaur (Buslinie nach Koblenz). Wichtig: An den Bahn­höfen gibt es keine Autovermietungen!

Kurzurlaub in Landhotels
Für die kleine Flucht aus dem Alltag oder für romantische Tage zu zweit gibt es nichts besseres als die kleinen aber feinen Landhotels die in kleinen Dörfern zwischen Wiesen, Wäldern oder Seen ein­gebettet liegen. Sport­liche Aktivitäten, Wellness und kulinarische Genüsse weitab der Hektik des Alltags sind ihre Spezialität. Landhotels gibt es überall, aber nicht alle sind gleichermaßen für den Mann von Welt geeignet. Neben einer attraktiven Lage in einer reizvollen Landschaft und einem Internetzugang, nach Möglich­keit via WLAN, sollte die Unterkunft oder die Umgebung ein „Alleinstellungsmerkmal“ be­sit­zen, also etwas exklusives bieten, was es an­ders­wo nicht gibt. Die folgenden Beispiele mögen vor allem als Anregung dienen seine eigene Liste zusammenzustellen.
Das Hotel „Zur alten Schmiede“ in Schönberg im oberen Ourtal hat acht Doppelzimmer jeweils mit Dusche/WC, TV und Inter­net­­an­schluss. An der Hotelbar gibt es, neben den üblichen Getränken, 70 ver­schie­dene Whiskysorten, das Restaurant bietet saisonal wech­seln­de Gerichte an. Für Gruppen stehen zwei Festsäle für bis zu 130 Personen zur Verfügung. Für den Sommer gibt es eine geräumige Terrasse und für den Winter ein gemütliches Kaminzimmer. Als Sportarten empfehlen sich in der Region: Wan­dern, Nordic-Wal­king, Radfahren, Reiten, Kutschfahrten und Minigolf. In St. Vith (ca. 11km) gibt es auch einen „richtigen“ Golfplatz mit 9 Löchern.
Die Anreise erfolgt mit dem Auto aus Richtung Köln über die A1 bis Blankenheim, dann über die B51 und die B421 nach Losheim. Von Westen kommend geht es über die A48, die A1 nach Daun und dann die B421 bis Losheim. Ab dort geht es über die N634 und N626 nach Schönberg. In Losheim bietet sich ein Einkaufsstopp im Ardenner Grenzmarkt (auch Sonn- und Feiertags geöffnet) an: Preiswert sind Kaf­fee, Schaumwein und Tabak­waren, außerdem gibt es pfandfreie Getränke und eine große Auswahl an bel­gi­schen Pralinen und Ardenner Schinken. Eventuell könnte auch ein Ausflug in das etwa 30km von Schönberg entfernte, luxemburgische Wemper­hardt interes­sant sein. Dort gibt es neben dem vor­ge­nann­ten auch günstige Tankmöglichkeiten (siehe www.massen.lu) und Spirituosen. Aus Richtung Süden fährt man am Besten über die A1 und die A60 und bei Groß­lan­gen­­feld auf die L1 und die L17/N695 bis Schönberg oder man schiebt einen Schlenker über Luxem­burg ein. Der nächste Bahnhof ist Jünkerath (ca. 30km), der nächste Flughafen Luxemburg-Findel (ca. 105km).
Hotel - Restaurant - Whiskybar
"Zur alten Schmiede"
Bleialfer Str. 6
B - 4782 Schönberg
Tel./Fax : +32(0)80/54 88 25
www.zuraltenschmiede.be
Cochem an der Mosel ist vor allem durch seine Reichsburg bekannt. Aber auch sonst drängt sich der Ort für einen romantischen Ausflug zu zweit geradezu auf. Allerdings sollte man lieber unter der Woche her­kom­men, da es am Wochenende in der Saison etwas zu belebt werden kann. Das Flair Hotel am Rosen­­hügel liegt auf dem süd­lichen Ufer der Mosel und bietet einen grandiosen Blick auf die Alt­stadt und die Burg. Zu Fuß über die Moselbrücke sind es nur etwa 10 Minuten bis in die Innen­stadt. Die Zimmer haben Dusche/WC, Föhn, Kabel-TV, Telefon, oft auch einen Balkon und sind mittels eines Liftes zu er­rei­chen. Es gibt Zimmer zur Gartenseite und zur Moselseite hin; letztere bietet die reizvollere Aussicht. Morgens gibt es ein Frühstücksbuffet und abends im Restaurant eine Speisekarte. Das Hotel bietet (teilw. gegen Gebühr) neben Sauna und Solarium auch einen Fitnessraum und im Sommer eine Liegewiese, einen Minipool und eine überdachte Terrasse. Weiterhin gibt es Parkplätze und überdachte Einstellplätze. Kostenloses WLAN ist ebenfalls vorhanden. Der Cochemer Golfclub befindet sich etwa 8km entfernt auf dem Bergrücken in der Moselschleife, dem Cochemer Krampen. Gäste des Hotels am Rosenhügel erhalten 20% Green Fee Rabatt. Ausflugstipp: Beilstein!
Cochem ist mit dem Auto von Norden über die A61 und die A48 (unter Benutzung der Mayener Tan­gen­te B262; nicht ausgeschildert!) gut erreichbar, von Osten und Westen über die A48 oder die Mosel­ufer­straße B49. Aus Richtung Süden führt der Weg über die A61 bis zur Ausfahrt Boppard-Buchholz, dann über die K119/72 ins Moseltal hinab und ab Brodenbach über die B49. Weiterhin besitzt Cochem einen Bahn­hof an der Bahn­strecke Koblenz – Trier. Von Cochem zum Flughafen (Frank­furt-)Hahn im Huns­rück sind es ca. 40km. Der Cochemer Yachthafen liegt im Ort nur wenig oberhalb der Mose­lbrücke.
Flair Hotel am Rosenhügel
Valwiger Straße 57
56812 Cochem
Tel.: (0 26 71) 9 76 30
www.hotel-am-rosenhuegel.de
Wershofen/Eifel liegt am Rande des oberen Ahrtales auf einem Höhenrücken des Oberahrgebirges. Das Landgasthaus Pfahl (**+) befindet sich im westlichen Ortsteil an der Hauptstraße und biete 21 Zimmer mit Dusche/WC, TV, Föhn, WLAN (kostenfrei), Radiowecker, über­wiegend mit Südloggia und zum Teil mit Schreibtisch. Morgens wird ein Frühstücksbuffet serviert, abends offeriert das Restaurant Speisen à la carte. Neben diversen kleineren Gasträumen gibt es auch einen Gesellschaftsraum für bis zu 100 Per­sonen und eine kleine Theaterbühne. Das Hotel liegt mitten in einem hervorragenden Wan­der­ge­biet und bietet, neben diversen Pauschalen, geführte Wan­de­run­gen, Wanderkarten (ev. auch leihweise), Näh- und Schuhputzzeug, Tagesrucksäcke, Lunch­pakete, Regencapes etc. Im Ort gibt es einen Bauernhofladen mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der Region.
Die Anreise kann hier sehr gut mit einem Lufttaxi erfolgen, denn der Flugplatz Wers­hofen (07/25, 630m x 30m, Gras, www.sfg-wershofen.de) liegt nur 2km entfernt. Vom Flugplatz aus geht es mit dem Taxi (kann im Hotel vorbestellt werden) ins Quartier. Mit dem Auto erreicht man Wershofen aus Köln über die A1 und die anschließende L115 (Richtung Ohlenhard, Wershofen) und aus Alten­ahr oder Adenau über die B257, die L73 und die L74.
Die nächsten Bahnhöfe sind Ahrbrück und Bad Münstereifel (beide ca. 20km entfernt). Für einem kurzen Wochenendurlaub wäre Freitags abends auch die Anreise mit dem Linienbus möglich, was für die Eifel recht ungewöhnlich ist: Ahrbrück Bf. ab 18:00, umsteigen in Dümpelfeld an 18:09, ab 18:20, Ankunft in Wers­hofen 18:39. Eine weitere Verbindung gibt es Samstags: Ahrbrück Bf. ab 13:00, umsteigen in Düm­pel­feld an 13:09, ab 13:40, Wershofen an 13:59. Die Rückreise Sonntags abends müsste bis Dümpelfeld mit dem Taxi erfolgen. Ab dort ginge es um 16:47, 18:47 oder 20:47 nach Ahrbrück mit Bahnanschluss nach Bonn oder Koblenz.
Landgasthaus Pfahl
Hauptstrasse 76
53520 Wershofen
Tel.: 02694-232
www.landgasthaus-pfahl.de
Die Externsteine bei Horn-Bad Meinberg sind eine markante Sandstein-Felsformation im Teutoburger Wald und als solche eine herausragende Natursehenswürdigkeit. Die Felsgruppe ragt in der sonst weit­gehend steinfreien Umgebung fast 50 Meter über die Oberfläche ihrer Umgebung hinaus. Sie beginnt et­was versteckt im Wald mit vereinzelten kleinen Felsen und zieht sich hin bis zu den gut sichtbaren 13 relativ freistehenden Einzelfelsen. Einige Felsen sind begehbar und durch Treppen erschlossen die zu einer Höhenkammer führen, welche vermutlich schon in vorchristlicher Zeit als Kultstätte gedient hat. Bereits in der römischen Antike gab es Berichte über eine germanische Zauberin, die in einem Turm an der Lippe gewohnt haben soll. Von verschiedenen, esoterischen Gruppen werden die Externsteine auch als „Kraftort“ mit außergewöhnlichen geomantischen und spirituellen Eigenschaften angesehen, weshalb es vor allem in der Walpurgisnacht und zur Sommersonnenwende zu informellen Treffen von Eso­teri­kern an den Extern­steinen kommt. Unweit der Steine befindet sich das Hotel Waldschlösschen mit fünf Zimmern; alle mit Dusche/WC, Telefon, TV und Internetanschluss/WLAN. Für Gesellschaften bis 70 Personen gibt es eigene Räumlichkeiten. Das Thermal-Mineralbad Bad Meinberg ist ca. 6km entfernt. Ausflugstipp: Hermannsdenkmal in Detmold (ca. 10km).
Die Anfahrt erfolgt am Besten mit dem Auto über die A2 und die B239 von Norden, die A44 und die A33 von Süden und Westen und die B1 von Osten, Ausfahrt Externsteine. Das Hotel liegt stadteinwärts an der L828, die Externsteine liegen auf der Straße etwa 2,5 km entfernt. Es gibt aber auch einen Wan­der­weg dorthin (ca. 1km). Horn-Bad Meinberg besitzt überdies einen Bahnhof an der Strecke Herford – Altenbeken – Paderborn. Der nächste Verkehrsflughafen ist Paderborn/Lippstadt (ca. 45km) mit täg­li­chen Flügen nach München, Lon­don-City Airport und diversen Zielen im Mittelmeerraum.
Waldschlösschen Gastro UG
Paderborner Str. 33
32805 Horn-Bad Meinberg
Tel.: 05234/8414-0
Fax: 05234/8414-44
www.waldschloesschen.eu
waldschloss@me.com
Weit im Südosten der Baleareninsel Mallorca und fernab von den Hotelburgen der Playa de Palma, zwi­schen den Orten Porto Pedro und Cala Figuera, liegt Cala Mondragó, im wahrscheinlich schönsten Teil der Insel. Seit 1992 stehen die Bucht - ein Paradies zum Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln - und ihre Umgebung unter Na­turschutz. Der ehemalige Fischerort Cala Figuera mit seinem roman­ti­schen Na­tur­hafen ist zu Fuß gut zu erreichen und auf jeden Fall einen Besuch wert. Zweimal täglich verbindet außerdem ein Boot die beiden Orte. Auch wenn die Gegend für den Tourismus voll erschlossen wurde und damit natürlich an Exklusivität eingebüßt hat, ist sie dennoch einen Besuch wert.
Am Rande der Bucht von Mondragó befindet sich das Zwei-Sterne-Hotel Playa Mondragó mit 41 Zim­mern, 5 Stu­dios und 3 Apart­ments sowie Bar, Restaurant, Schwimm­becken, Minisupermarkt und diver­sen anderen Annehmlich­kei­ten. WLAN ist im ganzen Haus ver­fügbar. Die Zimmer haben Heizung und Kli­ma­­­anlage, Minibar, Föhn und Sat-TV. Ein weiteres Hotel, das einfacher gehaltene Hostal Condemar mit 45 Zimmern, liegt ca. 200m weiter oberhalb. Das Condemar bietet Zimmer mit Bad/WC, Telefon, Sat-TV, Bal­kon/Ter­­rasse und auf Wunsch auch Klimaanlage. Im Hotel gibt es: Bar, Restaurant, Schließ­fächer, Schwimmbecken, Kinderspielplatz, Wäscheservice, Aufzug und Parkplatz, aber kein WLAN (ab 2015 soll Einheimischen und Touristen aber an allen Balearen-Stränden kostenloses WLAN zur Ver­fü­gung stehen, wie der Präsident der Inselgruppe verlauten ließ). Die beiden Hotels sind im wesentlichen die Einzigen direkt an der Bucht, die aller­dings gerne auch von Be­suchern aus den Nach­­bar­or­ten auf­gesucht wird. Der nächste Golf­platz liegt in S’Horta, ca. 12km von Cala Mon­dra­gó ent­fernt.
Die Anreise nach Mallorca erfolgt in der Regel mit dem Flugzeug. Es gibt aber auch Fährverbindungen von Barcelona zur Inselhauptstadt Palma (Dauer ca. 8h). Am Flughafen Palma (Lounges vorh.) nimmt man am Besten einen Mietwagen bis zur etwa 50km entfernten Cala Mondragó. Mit dem Taxi kostet der Transfer ab Flug­hafen ca. € 80 (einfach); für diesen Preis kann man auch gleich einen Wagen mieten, was einem über­dies größere Fle­xi­bilität verleiht oder man sucht auf www.holidaytaxis.com nach einem günstigen Transferangebot. Natürlich ist auch die Anreise mit dem eigenen Boot mög­lich. Gast­liege­plätze gibt es auf jeden Fall im nahegelegenen Porto Pedro.
Im Sommer ist Cala Mondragó auch mit der Bus­linie 507 ab Porto Pedro erreichbar. Von dort verkehrt die Buslinie 501 zur Inselhauptstadt Palma, Esta­ció Intermodal an der Plaça d’Espanya. Der Nachbarort Cala Figuera besitzt mit der Buslinie 502 eine direkte Anbindung an die Inselhauptstadt, die gelegentlich mit der Linie 501 zwischen Palma und Santanyí zusammen geführt wird (www.tib.org). Der Flughafen ist ab der Plaça d’Espanya mit der Stadtbuslinie 1 oder ab S’Arenal mit der Linie 21 zu erreichen. Auf dem Weg zum Flughafen könnte man auch in S’Arenal umsteigen und sich so den Umweg über Palma ersparen, allerdings liegen die Haltestellen Avin­guda Miramar der Linien 501/502 und Cartago (Platja) der Stadt­bus­linie 21 etwa 250 Meter auseinander. Man könnte diese Entfernung aber auch mit der Linie 454 über­brücken.
Hotel Playa Mondragó
07691 Cala Mondragó (Santanyí)
Mallorca, Islas Baleares, Spanien
Tel. (+34) 971 657 752 (Sommer)
Tel. (+34) 971 643 566 (Winter)
Fax. (+34) 971 657 402
info@playamondrago.com
www.playamondrago.com
Hostal Condemar
Cala Mondragó s/n
07691 Santanyí
(Illes Balears - Spain)
Tel: (+34) 971 657 756
Fax: (+34) 971 643 116
info@hostalcondemar.com
www.hostalcondemar.com

Nicht nur für den Urlaub: Die Kanarischen Inseln
Die Inseln des ewigen Frühlings eignen sich nicht nur als Urlaubsressort, sondern sogar zur (Zweit ) Wohn­sitznahme: Klimatisch begünstigt und mit einer guten Infrastruktur versehen, haben sie auch dem Mann von Welt einiges zu bieten. Neben diversen Wassersportmöglichkeiten gibt es zahlreiche Golf­plätze, ein breit gefächertes, gastronomisches und kulturelles Angebot und elegante Hotels. Es em­pfiehlt sich im Falle der Wohnsitznahme zunächst eine Unterkunft für ein oder zwei Jahre zu mieten, um sich mit dem neuen Wohnort vertraut zu machen, bevor man eine Immobilie kauft. Außerdem ist au­gen­blick­lich noch nicht klar, wie weit Spanien unter der gegenwärtigen Finanzkrise noch leiden wird, wes­halb bei einer Wohnsitzverlagerung Vorsicht geboten sein sollte. Und auf jeden Fall sollte man die Lan­des­sprache Spanisch lernen!
Bei der Auswahl des Wohnortes sind die klimatischen Besonderheiten der Kanaren wichtig. Bedingt durch die Passatwinde werden Wolken gegen die Nordhänge der Berge gedrückt, sodass die Nordseite der meisten Inseln feuchter, aber auch grüner, als die Südseite ist. Das gilt allerdings nicht für die eher mittelgebirgigen Inseln Fuerteventura und Lanzarote, die auch im Norden ein merklich trockeneres Kli­ma aufweisen. Außerdem gibt es im Inneren der meisten Inseln eigene Klimazonen, sog. Mikro­klimata.
Verkehrsmäßig sind die Inseln sehr gut erschlossen. Die Straßennetze sind allesamt gut ausgebaut, le­dig­lich in den Bergen muss man mit steilen und kurvenreichen Strecken rechnen. Zwischen den Inseln gibt es zahlreiche Fähr- und Flugverbindungen, überdies wöchentliche Fährfahrten zum spanischen Festland. Die Fährgesellschaft Fred Olsen, z.B., bietet auf ihren Expressfähren zwischen den Inseln in der Clase Oro Zeitungen und Zeitschriften, Getränke und kleine Speisen, WLAN, bevorzugtes Ein- und Ausborden und man kann auch Bonusmeilen sammeln. Die Flugverbindungen nach Zentraleuropa sind zahlreich, be­sonders in der Reisesaison. Die Flugzeit liegt bei etwa vier Stunden (nach Madrid ca. zwei Stunden). Weiterhin gibt es Verbindungen nach Marokko, auf die Kapverdischen Inseln, nach Madeira und nach Por­tugal. Einheimische und ansässige EU-Ausländer erhalten Vergünstigungen bei Reisen zwi­schen den Inseln und auf das spanische Festland. Flughafenlounges (span. „sala VIP“) gibt es auf den beiden Flug­häfen Teneriffas und auf den Flughäfen von Gran Canaria und Lanzarote. Wer mit dem ei­ge­nen Boot an­reist, sollte keine Probleme haben einen Gastliegeplatz zu finden, auch nicht in den kleineren Häfen.
Auf den Inseln erscheinen mehrere deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften (meist wöchentlich) und es gibt diverse Radiosender die auf Deutsch senden. Deutschsprachige Fernsehprogramme sind via Satellit empfangbar und wer einen Internetanschluss hat, dem steht sowieso die Welt offen. Auch in den mei­sten Hotels gibt es inzwischen WLAN und/oder Internetterminals. Die Handynetze sind allesamt gut ausgebaut, sodass der Mann von Welt überall problemlos seine mobile Kommandozentrale einrichten kann.
Für die sozialen Umtriebe stehen unzählige Hotels, Restaurants, Bars und Cafés zur Verfügung. Es exi­stie­ren je zwei Spielcasinos auf Teneriffa und Gran Canaria (eines in der Inselhauptstadt und eines in den südlichen Touristenorten), sowie ein Casino auf Lanzarote. In Las Palmas de Gran Canaria gibt es über­dies den British Club, ein Gesellschaftsclub in welchem sich vornehmlich Briten und englisch­sprachige Ansässige treffen. Als Basis in der Inselhauptstadt und zum Empfang von Geschäftsfreunden könnte er gut geeignet sein.
Da die Inseln bekanntermaßen eine zollfreie Zone darstellen, wird auf Waren und Dienstleistungen keine Mehr­wertsteuer erhoben, sondern lediglich die Inselsteuer von 5%. Einkaufen ist damit konkurrenzlos günstig. Spezialitäten der Kanaren sind u.a. Wein, vor allem aus der Kellerei El Grifo auf Lanzarote, und Ziegenkäse aus Fuerteventura. Wer seinen Wohnsitz auf den Kanaren hat, kann sich überdies die in der EU bezahlte Mehrwertsteuer rückerstatten lassen. Servicestellen gibt es auf den Flughäfen Fuerteventura und Gran Canaria.
Besonders Gran Canaria erfreut sich bei Nordeuropäern einer großen Beliebtheit. Als Wohnort geeignet sind die gehobeneren Orte im Süden der drittgrößten Kanareninsel, die etwas abseits des Pauschal­tou­ri­sten­rummels liegen, wie z.B. Puerto de Mogán. Dieser Ort bietet, nebenbei bemerkt, auch ein recht in­te­res­santes Tauchrevier. Kenner empfehlen ebenso den im Inselinneren gelegenen Ort Santa Brígida. Dort gibt es auch einen Golfplatz, während die übrigen Golfplätze vornehmlich im Süden der Insel liegen. Der Süden ist außerdem bei Wassersportlern sehr beliebt.

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