Der Mann von Welt hat selbstverständlich immer
die richtige Ausrüstung parat. Und um vor Überraschungen
gefeit zu sein, sollte er einige unverzichtbare Gegenstände
möglichst ständig bei sich tragen.
Der
Mann von Welt trägt eine mechanische Armbanduhr oder sogar
eine Taschenuhr aus schweizerischer oder Glashütter
Produktion. Die Uhr sollte nicht zu modisch,
mechanisch und von einer nicht allzu peinlichen Marke mit einer guten
Heritage sein.
Als Marken kommen
vor allem die kleineren, schweizerischen Edelschmieden im
Juragebirge infrage, z.B. Maurice Lacroix, Chopard,
Audemars Piguet, Jaeger–LeCoultre, Armand Nicolet, Vacheron
Constantin, Aerowatch oder andere schweizerische Edelmarken
wie Patek Philippe, IWC oder Cimier. Ansonsten sind noch die Uhren
aus dem sächsischen Ort Glashütte gesellschaftsfähig,
vor allem die Marken Glashütte Original, Union Glashütte
und A. Lange & Söhne. Bei Taschenuhren empfehlen sich u.a. die
Marken Boegli, Tissot oder Davosa, insbesondere, wenn sie
einen Frack tragen.
Gegen
eine Rolex-Uhr ist im Prinzip nichts einzuwenden, aber beachten
Sie, dass Rolex Uhren de facto Massenprodukte sind, wenn auch recht
teure. Aufgrund ihres Bekanntheitsgrades sind sie auf
alle Fälle alles andere als exklusiv und ihre Träger werden häufig
als Angeber eingestuft. Einen Vorteil haben sie aber unbestritten:
Eine echte Rolex-Uhr kann im Notfall überall zu Geld gemacht werden.
Auf diese Weise trägt man seinen Notgroschen unauffällig mit sich
herum. Auf einen Wertzuwachs sollte man sich aber nicht verlassen.
Der
Erwerb einer schweizerischen oder Glashütter Luxusuhr
reißt zugegebenermaßen ein empfindliches Loch in die Portokasse.
Man könnte natürlich ein preiswertes Markenimitat
aus vorwiegend indischer Fertigung anschaffen, wie es
in südlichen Ländern häufig im Straßenverkauf angeboten wird,
jedoch gibt es dabei einige Nachteile. Auch wenn heutige
Markenimitate optisch kaum noch vom Original zu unterscheiden
sind, besteht dennoch immer die Gefahr, dass die Fälschung als
solche erkannt wird. Damit wäre das mühsam aufgebaute Image mit
einem Schlag zerstört. Es gibt aber eine viel bessere Möglichkeit.
Man erwerbe einfach eine gebrauchte Originaluhr! Auch eine
gebrauchte Rolex ist eine echte Rolex, und wer erkennt schon, dass
nicht Sie, sondern jemand anderes die Uhr in den letzten
Jahren getragen hat? Auf diversen Internetseiten gibt es eine große
Auswahl an gebrauchten Nobeluhren. Kaufen sie aber kein zu
auffälliges Modell, denn damit erwecken sie nur den Neid ihrer
Umgebung.
Im übrigen empfiehlt es sich auf Reisen, neben der edlen mechanischen Uhr, immer auch eine billige Quarzuhr mitzuführen, falls man sich mal in einer Gegend bewegen muss, in welcher eine bessere Uhr Neid erwecken könnte.
Auch hier sollte man möglichst keine
kurzlebigen Massenprodukte verwenden. Die australische
Firma Bellroy (bellroy.com) offeriert, neben dem üblichen Sortiment,
Reisebrieftaschen, die ideal auf die Größe eines Reisepasses
abgestimmt sind und in denen alle für die Reise wichtigen
Dinge (Flugtickets, Bordkarten, Pass, Kreditkarten
etc.) Platz finden.
Selbst wenn er ihn im Euroraum eher selten
einsetzt, sollte der Mann von Welt einen Geldclip sein
eigen nennen. Vor allem in Ländern mit Geldscheinen in kleinen
Nennbeträgen, z.B. den USA oder in Skandinavien
und Osteuropa, ist ein Geldclip unverzichtbar, ermöglicht
er es doch einige, kleine Scheine sofort zur Hand zu haben, ohne den
Anwesenden einen Blick in die Brieftasche zu gewähren. Das
verhindert Neidgefühle und eventuelle Diebstähle. Als Material
sollte man Silber nehmen, welches in der Hosentasche weniger
kratzanfällig ist als Edelstahl. Von Clips mit Lederüberzug sei
dringend abzuraten, weil sich dieser sehr schnell abnutzt.
Der Mann von Welt besitzt selbstverständlich ein
WLAN-fähiges Smartphone. Das Gerät sollte wenigstens in etwa
dem aktuellen, technischen Stand entsprechen. Leider veralten
technische Geräte sehr schnell, was einen gelegentlichen
Ersatz nötig macht. Daher sollte man lieber nicht zuviel Geld für
Handys oder andere elektronische Geräte ausgeben.
Hier gilt vor allem eine Wahl: Ray Ban! Legendär
und oft kopiert sind die Modelle Wayfarer oder Aviator
(www.ray-ban.com). Auch in der eigenen Sehstärke erhältlich.
Allerdings lohnt sich auch ein Blick auf andere Marken. Tragen Sie
aber niemals eine Sonnenbrille in geschlossenen Räumen.
Als standesgemäßes Schreibgerät bieten sich
traditionelle Füllfederhalter und moderne Minenschreiber der
bekannten Edelmarken Montblanc (u.a. Boutiquen in Andorra, Las Palmas
de GC, Oslo und Zürich), Montegrappa (u.a. Anbieter in Andorra,
Livigno, San Marino, der Schweiz, auf Gran Canaria, Teneriffa und La
Palma, sowie in der Türkei) und S.T. Dupont (Fachhändler u.a. in
Livigno, Samnaun, Zürich-Flughafen, Gran Canaria, Teneriffa und La
Palma) an. Auch bei Waterman, Diplomat und Lamy
gibt es exklusive Stifte verschiedenster Ausführungen.
Eine Taschenlampe leistet hin und wieder gute
Dienste, selbst wenn es sich nur um die Suche nach dem
Schlüsselloch handelt. Lassen sie aber die Finger von
Maglites. Greifen sie lieber zu Fenix-Lampen.
Die Auswahl an Taschenmessern für den gehobenen
Anspruch ist erstaunlich groß. Für den Mann von Welt empfiehlt sich
ein stilvolles, aber praktisches Multifunktionsmesser,
welches sich nicht nur in Notsituationen bewährt.
Infrage kommen zunächst einmal die bekannten
schweizerischen Offiziersmesser von Victorinox. Zwar sind diese
Messer alles andere als exklusiv, aber aufgrund ihres breiten
Einsatzspektrums einfach unverzichtbar. Die
Zahl der angebotenen Designvarianten geht scheinbar
ins unendliche, jedoch sollte das ausgewählte Messer vor
allem über alle wichtigen Werkzeuge verfügen. In der
Praxis hat sich gezeigt, dass, neben der
obligatorischen Klinge, hin und wieder auch eine
Säge gute Dienste leistet. Standardmäßig gibt es außerdem
einen Dosen- und Flaschenöffner, Korkenzieher, Schere,
Pinzette und Nagelfeile. Letztere Instrumente
sind der persönlichen Hygiene unterwegs sehr
dienlich. Als Griffschalenvarianten
sind neuerdings auch Holz und Edelstahl in Gebrauch. Für
den Golfspieler gibt es auch ein sog. Golftool.
Aus Frankreich kommen die bekannten
Laguiole-Messer. Eigentlich sind es traditionelle
Hirtenmesser, aber schon seit Jahren ist es auch unter Männern
von Welt üblich diese recht formschönen Schneidegeräte
zu verwenden. Vor allem, wenn es sich um Exemplare aus
französischen Edelschmieden handelt, die leider aber auch
einen entsprechend hohen Preis haben. Neben
exzellentem Stahl – die meisten Messerhersteller
verwenden heute Eisenerz aus dem schwedischen Sandvik
- kommen auch hochwertige Griffmaterialien
zum Einsatz, u.a. Büffelhorn, Schlangenholz oder andere edle Hölzer.
Seit kurzem gibt es auch Laguiole-Messer mit Korkenzieher oder
Einhandöffnungsmechanismus.
Übrigens war es früher üblich einem Laguiole-Messer
einen Namen zu geben. Achten sie beim Kauf aber
darauf, dass es sich um ein echtes, in Frankreich
gefertigtes Messer handelt. Es gibt zahlreiche Imitate, die vor
allem in Pakistan produziert werden. Außerdem haben
viele andere Hersteller ähnliche Messer im
Laguiole-Stil im Programm. Wer überdies Messer mit
auffälligem Design mag, wird bei den französischen Herstellern aus
Nontron gut bedient (www.couteaux-nontron.fr). Selbst
deren klassische Multifunktionsmesser haben ihren ganz eigenen
Charakter.
Auch in Solingen werden akzeptable Messer
gefertigt. Da wäre zunächst die Firma Böker zu nennen, die bereits
seit 1869 ihr sogenanntes Sportmesser herstellt. Es
handelt sich dabei um ein 6-teiliges Multifunktionsmesser
mit polierten Neusilberbacken und Hirschhornschalen.
Ausgestattet ist es mit zwei Klingen, Dosen- und Flaschenöffner,
Stech- und Reibahle, Korkenzieher und einem
Schlitz-Schraubendreher. Außerdem gibt es von Böker zwei sehr
hübsche Messer mit einer oder zwei Klingen und echten
Perlmuttgriffen, die mit Abalone belegt sind. Man beachte
jedoch, dass Perlmutt recht kratzempfindlich ist, folglich
sollten diese Messer in einem Etui getragen werden.
Ein weiterer Hersteller aus Solingen ist die Firma
Friedrich Hartkopf. Dieser Betrieb stellt vorwiegend
Jagdtaschenmesser und Multifunktionsmesser mit edlen
Griffmaterialien her. Eine Besonderheit bei
Hartkopf-Messern ist das Gravurplättchen auf der Griffschale,
in welches man einen Namen oder ein heraldisches
Zeichen eingravieren kann.
Überdies gibt es in Solingen noch die Firma
Klaas, die vor allem Jagdtaschenmesser in die USA
exportiert. Im Programm sind jedoch auch ein paar
klassische Modelle, die wegen ihrer Formschönheit und
Exklusivität die idealen Begleiter für den Mann
von Welt darstellen.
Ähnlich den schweizerischen Offiziersmessern
sind die Multifunktionsmesser der Solinger Firma Richartz
gestaltet. Hier gibt es sogar teilbare Exemplare mit
einer Gabel. Ideal für ein spontanes Picknick.
Weiterhin empfehlenswert sind die
Einklingen-Messer aus der japanischen Edelschmiede
Moki. Auch diese haben perlenverzierte Griffeinlagen
und hochglanzpolierten Edelstahl.
Der Vollständigkeit halber sollte noch das
Westfälische Adelsmesser der Solinger Firma Hubertus
erwähnt werden. Es handelt sich dabei um ein 4-teiliges
Multifunktionsmesser mit Klinge, Korkenzieher,
Flaschenöffner und einem sog. Champagnerhaken,
einem Werkzeug zum Entfernen der Metallfolie um den
Korken von Champagnerflaschen. Dieses
Messer dürft aber wohl eher für Snobs geeignet sein,
als für Männer von Welt.
Eine gute Adresse für außergewöhnliche
Taschenmesser ist die Firma www.roedter-messer.de. Dort
erhalten sie Messer fast aller namhaften Hersteller. Stumpf gewordene Messer kann man übrigens - wenn gerade kein Schleifstein etc. zur Hand ist - an der Unterseite einer Kaffeetasse nachschleifen (abhängig vom Tassenmodell).
Es gibt natürlich noch zahlreiche andere
Gegenstände die unterwegs von Nutzen sein können, z.B. Multitools,
Feuerzeuge oder USB-Sticks. Nichtsdestotrotz hat wohl
kaum jemand genügend Platz in seinen Taschen, um diese
alle unterzubringen. Oft sind jedoch ein paar
Sicherheitsnadeln, Papiertaschentücher,
ein oder zwei feuchte Tücher (und/oder Desinfektionstücher) und ein
Stück Schnur im Notfall hilfreich. Wenn Sie dazu neigen
die Toilette geruchsmäßig zu belasten, dann sollten
Sie ein Streichholzheftchen dabei haben (siehe Kleine
Tricks...).
Nebenbei sei angemerkt, dass Sie auf das
Mitführen eines Flachmanns verzichten sollten, wenn
Ihnen nicht das Image eines gewohnheitsmäßigen Trinkers
anheften soll.
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