Sonntag, 3. Dezember 2017

Kleine Tricks von A-Z

Trotz aller Finesse muss auch der Mann von Welt hin und wieder in die Trickkiste grei­fen. Hier sind ein paar Tipps für den welt­män­nischen Gebrauch.

Automobile zum Vorfahren
Wenn Sie zu einer Festveranstaltung ein­ge­la­den sind, wo erwartet wird, dass sie in ei­nem stan­des­ge­mäßen Automobil vorfahren, ihr Fuhrpark ein solches jedoch nicht hergibt, dann sollten Sie sich einen entsprechenden Miet­wagen besorgen. Falls diese Mög­lich­keit nicht in Frage kommt, sollten Sie zu­min­dest mit einem Taxi vor- und wieder ab­fah­ren. Denken Sie bei der Abfahrt daran dem Chauf­feur das Fahr­ziel, z.B. die nächste U-Bahnstation, erst dann zu sagen, wenn alle Türen schalldicht ver­schlos­sen sind, damit ihre Gastgeber, die sie verabschieden, davon nichts mitbe­kom­men.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob sie ein edles Ge­fährt benötigen, lassen Sie bei der Sekre­tä­rin des Ver­an­stal­ters anfragen, ob es einen Ein­­park­service gibt, auch „Valet Parking“ genannt. Wenn ja, brau­chen Sie ganz sicher ein vor­zeigbares Fahrzeug oder Sie nehmen ein Taxi.

Aufzüge und Fahrstühle
Zwei Dinge, die man über Aufzüge wissen sollte. Um ohne Zwischenstopp mit dem Aufzug ganz nach oben zu fahren, den Knopf "Tür schließen" drücken und gedrückt halten. Wenn die Türen fest geschlossen sind, den Knopf weiterhin gedrückt halten und zusätzlich den Knopf des gewünschten Stockwerks drücken und gedrückt halten. Beide Knöpfe erst loslassen, wenn sich der Aufzug in Bewegung gesetzt hat. Um bei einer gewöhnlichen Aufzugsfahrt einen Zwischenhalt zu löschen, den entsprechenden Knopf zweimal kurz hintereinander drücken.

Batterie(n) ersetzen
Man benötigt für ein batteriebetriebenes Gerät zwei Ersatzbatterien, hat aber nur eine zur Hand. Was nun? Verfügt man über eine Schraube (mit einer flachen Spitze!), die genau so lang ist, wie die benötigte Batterie, dann könnte man die Schraube in das eine und die Batterie in das andere Fach einlegen. Die Schraube dient dann lediglich dazu, den Stromkreis zu schließen. Leider funktioniert das nur, wenn das Gerät nicht zuviel Strom benötigt und die Spannung nur einer Batterie ausreicht. Das ist oft bei Fern­bedienungen der Fall, aber eine Funktionsgarantie gibt es nicht.

Bedient werden in einer überfüllten Bar
Es ist Wochenende, Sie gehen aus, die Bar ist voll, wie kommt man nun an Getränke? Probieren Sie es nicht vom Rand der Theke aus, sondern von der Mitte. Geben Sie beim ersten Mal ein großzügiges Trinkgeld, dann bleiben Sie in Erinnerung. Da Frauen in der Regel schneller bedient werden als Männer, kann es auch helfen, sich neben eine Frau zu stellen.

Begrüßungen
Privat grüßt immer, wer dazukommt oder den anderen zuerst sieht. Wenn sie in die Si­tu­ation kommen frem­de Per­­sonen einander vorstellen zu müssen, dann beachten sie fol­gen­des: Der Herr wird der Dame vorgestellt, der Rang­niedere dem Ranghöheren und der Jüngere dem Älteren.
Wenn Sie sich selbst vorstellen, dann immer nur mit dem Familiennamen, eventuell unter Nennung des Vornamens, aber niemals mit akademischen oder anderen Titeln.
Wenn Sie aber jemanden anderes vorstellen, dann mit vollem Namen und akademischem Grad und even­tuell vorhandenen Adelstiteln. Sonstige Titel werden aber nur genannt, wenn sie mit der unmittelbaren Situation zu tun haben. Vermeiden Sie Titel­misch­­masch!
Bei geschäftlichen Treffen zählt allein die Hie­rarchie. Bei Meetings begrüßen sich aber immer jene zu­erst, die sich schon kennen. Dann stellt der Rangniedrigere seine Beglei­tung vor, danach ebenso der Rang­­höhere. Jetzt sind alle miteinander bekannt und kön­nen sich die Hand geben. Ein kurzer, sanfter Hände­druck reicht – mit Blick­kon­takt (nicht in Asien!).

Begrüßungen im arabischen Raum
Gruß: /as-salamu alaykum/ („Frie­de sei mit dir“).
Antwort: /waalaykum as-salam/ („Auch mit dir sei Friede“).
Auf den Gruß folgt die Frage nach dem Be­fin­den. Die Antwort: /bi-khayr/ („gut“) oder /al-hamdu-lillah/ („Lob sei Gott!“).
Wer einen Raum mit mehreren Personen be­tritt, begrüßt erst den Gastgeber, dann den Älte­sten, schließlich die anderen Anwe­sen­den. Dazu gehört ein sanfter (!) Händedruck.

Bonusmeilen verkaufen
Ein kleines Nebengeschäft für den Mann von Welt könnte der Verkauf von Bonusmeilen sein. Vor allem das Fly­ing Blue Programm (www.flyingblue.com) von Air France, KLM, Transavia und zahl­reichen an­de­ren Flug­gesell­schaften ist dafür recht gut geeignet, ist doch die Übertragung von Flugmeilen problem­los möglich. Die Kunst besteht darin je­man­den zu finden, der bereit ist diese zu kaufen, aber auch dafür gibt es im Netz Interes­sen­ten. Zum Sammeln am Boden eignen sich vor allem die Programmpartner Chic Out­let Shopping (2M pro € 1), das Ho­tel­zim­mer­buchungsportal booking.com (1M pro € 1) und die diver­sen, internationalen Au­to­vermieter (300-400M pro Tag); außerdem natürlich die übli­chen, in­ter­na­tio­na­len Hotelketten. Inhaber einer American Express Karte können auch mit ihren Mem­ber­ship Re­wards das Flying Blue Konto weiter auffüllen. Als Verkaufspreis könnte man etwa € 3 für 250 Meilen ansetzen.
Übrigens: Wer sich bei Travelling Connect online unter Angabe der Mobiltelefonnummer registriert, kann sogar auf bestimmte Roaming-Gespräche Bonusmeilen für verschiedene Bonusprogramme erhalten, u.a. auch für Flying Blue. Es gibt vier Meilen für jede ausgehende Gesprächsminute und eine Meile für je zwei gesendete SMS (travellingconnect.com). Leider gibt es nur in sehr wenigen Ländern Betreiber, die an diesem Programm teilnehmen und die meisten davon befinden sich in Asien.

Britische Steckdosen austricksen
In Großbritannien und einigen anderen Ländern sind dreipolige Typ G, BS 1363 Steckdosen üblich. Die beiden unteren Öffnungen sind stromführend, die mittig darüber befindliche Öffnung dient lediglich der Erdung und führt keinen Strom. Allerdings müssen alle drei Öffnungen belegt sein, damit die Steckdose funktioniert. Um Geräte mit europäischen Flachsteckern oder deutschen Schutz­kontakt­steckern in Groß­bri­tan­nien betreiben zu können, benötigt man folglich einen Adapter. Sollte ein solcher nicht zur Hand sein, kann man sich mit einem Trick behelfen: Der Abstand zwischen den beiden stromführenden Öff­nun­gen ist der gleiche wie bei den europäischen Steckdosen, sodass mit leichtem Druck europäische Stecker eingeführt werden können. Dafür muss man zunächst jedoch die obere Öffnung belegen, z.B. mit einem Stück Pla­stik oder Holz, welches man behutsam in die Öffnung einführt. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt einen schraubenzieherähnlichen Spannungs­prüfer. Danach lässt sich ein europäischer Stecker an die beiden unteren Öffnungen anschließen. Dem Stromverbraucher fehlt dann allerdings die Erdung, wes­halb man diesen Trick nur bei Geräten mit einem Flachstecker anwenden sollte, weil dieser durch die schwache Stromaufnahme keine Erdung benötigt, wie z.B. Ladegeräte für Handys und andere USB-Kleingeräte. Anleitungen dazu gibt es im Internet und bei Youtube. Bei elektrischen Geräten mit einem run­den Schutz­kontakt­stecker sollte man auf jeden Fall einen Adapter verwenden. Für dreipolige J-Stecker aus der Schweiz braucht man generell einen Adapter, weil die Abstände zwischen den Stecker­polen nicht übereinstimmen. Außer in Großbritannien findet sich der britische Steckdosentyp - auch als Com­mon­wealth-Stecker bezeichnet - ebenfalls in Irland, Gibraltar, Malta, Zypern und in diversen Län­dern Afri­kas, Asiens, sowie auf einigen Karibikinseln; die meisten sind ehemalige britische Kolonien. In Eu­ro­pa liegt die Stromspannung im Allgemeinen bei 220-240V, 50Hz, in außereuropäischen Ländern kann sie ab­weichen, auch wenn die Steckdosen kompatibel sind. Informationen dazu gibt es im Internet, u.a. bei Wikipedia.

Briefmarken in der Schweiz per Handy kaufen  
SMS mit Text MARKE an die Nummer 414 senden. Code auf dem Kuvert notieren und Brief A-Post ein­werfen. SMS-Briefmarken sind ausschliesslich für A-Post-Stan­dard­briefe Inland bis Format B5 (25 × 17,6 cm), bis 100 g und bis 2 cm Dicke zulässig. SMS-Marken sind nicht kumulierbar und somit nur für jeweils einen A-Post-Standardbrief gültig. Alle anderen Fran­ka­turen können derzeit nur am Postschalter oder als WebStamp bezogen werden. Der Code ist nach Erhalt zehn Tage lang gültig und kann einmalig für die Frankierung eines A-Post-Standardbriefes ver­wen­det werden.  Es ist eine schweizerische SIM-Karte erforderlich. Kosten: SFr. 1.00.

Concierge-Services nutzen
Vielleicht ist es eher etwas für Snobs, aber Lifestyle-Management ist im Kommen und ersetzt Sekre­tä­rin­nen und Persönliche Assistenten. Darauf spezialisiert haben sich sog. Concierge-Services: Firmen, die in einem Callcenter Anrufe ihrer Kunden entgegen nehmen und deren spezielle Wünsche realisieren. Das Motto lautet: Solange es legal ist, wird es erledigt. Im wesentlichen lässt sich das Geschäft in drei Teil­be­rei­che untergliedern: Notfalldienst, Reise- und Informationsdienst und Lifestyle­service. Verlorene Kre­dit­karten ersetzen, Restaurant­reser­vie­run­gen vornehmen oder Eintrittskarten besorgen gehört da noch zu den einfacheren Aufgaben. Schwieriger wird es, wenn man ein Kamel für einen Partyauftritt benötigt oder wenn man den Hochzeitstag vergessen hat und abends unbedingt noch ein Streichquartett vor der Haus­tür „unser“ Lied spielen soll. Suchen Sie im Netz nach „Concierge Service“ plus Ortsname und Sie erhalten eine Liste mit Agenturen in der gewünschten Region oder schauen Sie auf www.empfangs service.de, conciergeservice.de oder www.style-concierge.com.

Eine Frau eifersüchtig machen
Wenn Sie die Dame mit der sie zu­sam­men­le­ben eifersüchtig machen wollen oder sie nach einem Streit dazu bringen wollen wie­der mit Ihnen zu reden, dann probieren Sie folgendes: Gehen Sie in eine Par­fü­me­rie und kaufen Sie ein penetrant riechendes Nut­ten­par­füm“. Sprühen Sie sich damit gut ein. An­schließend gurgeln Sie ein paar Mal mit Whis­ky, Rum oder anderen harten Spi­ri­tu­o­sen (nicht mit Wod­ka!). Dann müssen Sie es nur noch so einrichten, dass sie nachts um et­wa drei Uhr nach Hause kommen. Der Rest er­gibt sich von selbst. Bei einigen Damen reicht es auch schon, wenn sie Spuren eines frem­den Lippenstiftes an der Kleidung ihres Gat­ten finden, z.B. an seinem Stoff­ta­schen­tuch.

Einkaufen in Belgien und Luxemburg
Vor allem in Lichtenbusch (Mipri Grenzmarkt) und bei Losheim (Ardenner Grenzmarkt) gibt es Grenz­su­per­märkte, deren Warenangebot auf Kund­schaft aus Deutschland abgestimmt ist. Kaffee, Schaum­wein, belgisches Bier, Alkopops und eventuell Tabakwaren sind preislich günstig, außerdem gibt es pfandfreie Getränke und eine große Auswahl an belgischen Pra­linen und Ardenner Schinken. In Luxemburg – be­son­ders im Ein­­kaufs­zentrum Massen in Wemperhardt und an Wolter’s Discount­tank­stel­le in Wasserbillig – sind zu­sätzlich Benzin, Diesel und einige Spirituosen günstig zu ha­ben. Es gibt auch dort pfandfreie Geträn­ke. Die o.g. Läden haben auch Sonn- und Feiertags geöffnet.

Einkaufen in Frankreich
Das Preisniveau ist mit dem in der BRD vergleichbar. Es gibt einige pfandfreie Getränke. Sonn- und Fei­er­tags sind die meisten Geschäfte geschlossen (außer Bäckereien). Bei Roppenheim (Elsass) existiert ein großes Designer Outlet Center.

Einkaufen in den Niederlanden
Es ist nicht mehr so preiswert wie in früheren Jahren, aber wenn man in der Nähe ist, sollte man einen der zahlreichen Grenzsupermärkte besuchen (www.einkaufeninholland.de). Legendär sind „Die 2 Brüder von Venlo“ (www.2bruder.com). Kaffee ist preislich immer noch sehr gün­stig zu haben, ebenso frei ver­käuf­liche Medikamente und eventuell auch Bier und Alkopops. Ge­trän­kedosen und –fla­schen unter 1 Liter (Bier nur teilw.) sind leider nicht mehr pfandfrei. Außerdem gibt es eine große Aus­wahl an holländischen Süßwaren. Wei­ter­hin ist das Out­let Cen­ter in Roermond interessant. Viele Lä­den ha­ben Sonn- und Feiertags geöff­net. Frei ver­käuf­liche Me­di­ka­mente gibt es auch via Internet u.a. bei www.diegrenze.nl und die Firma Fivestartrading (fivestartrading-holland.eu) liefert pfandfreie Getränke per Paket nach Hause.

Einkaufen in Österreich
Wer mit dem Auto nach Österreich kommt, kann dort Benzin und Diesel leider nur wenig preis­wer­­ter als in der BRD, aber deutlich preiswerter als in den meisten anderen Nachbarländern tanken (billiger als in Öster­reich ist Ben­zin in Ungarn und Diesel in Tschechien). Ge­mäß öster­­­reichischer Sprit­preis-Ver­ord­nung dür­fen Preis­­erhöhungen nur um 12 Uhr mittags vor­ge­nom­men wer­­­den, weshalb das Tan­ken vor­mit­tags manch­mal günstiger ist. Ansonsten tankt man zwischen Sonntag­nachmit­tag und Montag­vormit­tag am günstigsten. In den Super­märkten gibt es preis­werten Kaf­fee (v.a. bei Lidl und Spar), jedoch ist die Auswahl deutlich geringer als in den Grenz­märkten der Niederlanden und Bel­giens. Einen Einkauf wert sind weiterhin Alkopops, Schaumwein und ver­schie­de­ne Mar­­ken Inländer-Rum; be­kannt ist vor allem die Firma Stroh. Bei Salz­burg gibt es überdies ein großes Out­let­cen­ter. An Sonn- und Feiertagen sind einige Super­märk­te in Städten von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet.

Einkaufen in der Schweiz und in Liechtenstein
In der Schweiz und in Liechtenstein sind auf jeden Fall typisch schweizeri­sche Le­bens­mit­tel, z.B. Wurst, Käse und Schokolade, mit einer recht ansehnlichen Sortenauswahl, empfehlenswert, oft auch Heimelek­tro­nik­ar­ti­kel. Viele Ge­trän­ke sind pfand­frei. Vor allem klei­­ne­re Geschäfte haben häu­fig auch Sonn- und Feier­tags geöffnet; in Liechtenstein haben vor allem die Migros, Denner und Coop Super­märkte in Schaan Sonntags geöffnet, ebenso der Spar Supermarkt in Triesen (8-17h). Nichtansässige können sich in der Schweiz ab einem Ein­kaufs­wert von SFr. 300 eventuell die Umsatzsteuer erstatten lassen. Liegt der Wert der Ware unter € 300, ist außerdem die umsatzsteuerfreie Einfuhr in die EU möglich.

Einkaufen in Tschechien
Entlang der tschechischen Grenze zur BRD (und zu Österreich) existieren Grenzsupermärkte (Mitbe­trei­ber ist Gebr. Heinemann), deren Wa­ren­angebot auf Kunden aus dem Nachbarland abgestimmt ist. Gün­stig sind Kaffee, pfandfreie Getränke, Süßwaren, sowie einige Spirituosen und Tabakwaren. Meist findet sich in der Nähe auch eine Tankstelle. Ge­öffnet ist auch an Sonn- und Feiertagen. Im Netz gibt es Infos unter www.travel-free.cz.

Einkaufen in Grenzmärkten nach Skandinavien
An der deutsch-dänischen Grenze und in fast allen Fährhäfen nach Skandinavien existieren auf deutscher Seite Grenz­su­per­märk­te, deren Warenangebot auf skandinavische Kunden ausgerichtet ist. Interessant sind - für den der sie mag - die skandinavischen Süßwaren und Getränke (auch Spirituosen wie Akvavit oder Sanddornlikör), die hier günstiger offeriert werden, als einige Kilometer weiter nördlich.

Einkaufen auf Fährschiffen
Auf den meisten internationalen Fähren finden sich Einkaufs­mög­lich­kei­ten mit Son­der­an­geboten für Rei­sen­­de. Deren Kauf lohnt sich jedoch nur selten. Spirituosen und Tabakwaren sollte man auf inner­halb der EU ver­kehrenden Fähren am besten gar nicht mehr einkau­fen. Praktisch immer ist der Kauf an Land gün­sti­ger. Lediglich bei Fähren, welche die EU verlassen, kann der Einkauf von Tabak­waren Sinn machen; bei Spirituosen nur außerhalb Skandinaviens.
Süßwaren sind auf praktisch allen Fährlinien im An­ge­bot. Bei diesen könnte man einen Kauf in Erwä­gung ziehen, denn gele­gent­­lich erhält man exklusive Mar­ken, Packungen in Sondergrößen oder aus­ge­fal­le­ne Ge­schmacks­­­rich­tungen, die an Land schwer zu beschaf­fen sind.
Auf Fähren nach Skandinavien werden oft alkoholfreie, pfandfreie Erfrischungsgetränke in Dosen (manch­mal auch pfandfreies Bier) offeriert. Hier sollte man zugreifen, wenn man auf „Pfandfreiheit“ Wert legt, was vor allem im Urlaub sehr prak­tisch ist, weil man die leeren Behälter nicht wieder nach Hause schlep­pen muss. Und gerade in Skandinavien gibt es fast nur Getränke mit Pfand.

Einkaufen an Flughäfen
Moderne Flughäfen sind genau genommen Einkaufszentren mit einer Landebahn. Die Betrei­ber­ge­sell­schaf­ten verdienen inzwischen oft mehr mit der Vermietung von Ladenflächen, als mit dem Flug­betrieb. Der Einkauf lohnt sich preislich jedoch kaum, allerdings sind die Geschäfte (auch die im öffentlichen Be­reich) auch an Sonn- und Feiertagen und einige sogar rund um die Uhr geöffnet.
Süßwaren sind in der Regel nicht preis­gün­sti­ger als im Bin­nenland, je­doch er­hält man am Flughafen (ana­­log zu Fährschiffen) oft exklusi­ve Mar­ken, Packungen in Sonder­größen oder aus­gefallene Ge­schmacks­­­rich­tungen, die im Land schwer zu be­schaf­­fen sind. Einen Blick wert sein können weiterhin die Tages-Sonderangebote der Travel Value Läden, die auch Spi­rituosen be­in­halten, und bei denen man eventuell einige, wenige Euro sparen kann. Ta­bak­waren wer­den nur dann preis­werter verkauft, wenn der Reisende die EU verlässt. Verreist man in ein Land, in welchem Spirituosen teuer oder schwer zu beschaffen sind (wie z.B. in den skandinavischen Ländern), dann kann es Sinn machen im Sicherheitsbereich des Flughafens vor dem Abflug eine oder zwei Flaschen (je nach erlaubter Freimenge) für den dortigen Aufenthalt oder als Mitbringsel zu erwerben. Denn in der Regel ist die Mitnahme von Flüssigkeiten in ein Linienflugzeug nicht gestattet, ausgenommen solche, die man am Flughafen erworben hat.
Auch einige Flug­ge­sell­schaf­ten bieten auf Flügen zu Zielen außerhalb der EU Tabakwaren im Bord­ver­kauf an, u.a. Eurowings und Ryanair. Die Ersparnis kann da­bei 30-50% betragen. Manchmal werden auch Spirituosen dargeboten, deren Kauf sich ebenfalls geringfügig lohnen kann. Freimengen be­ach­ten! Bei Uhren, Schmuck, Accessoires, Parfüm und Kosmetika rentiert sich jedoch der Bord­einkauf preislich gesehen meistens nicht.

Einstecktuch falten
Einmal mittig, dann erneut der Länge nach, und noch einmal längs. Eine Seite ein­schla­gen, bis das Tuch in der Breite in die Brust­ta­sche passt. Dann wieder hälftig falten. Um das Tuch im Volumen dünner werden zu las­sen, können Sie es nun bügeln. Oder wenn Sie die Dreiecksfaltung bevor­zu­gen: Das Tuch zunächst vierteln, dann zwei gegen­über­liegende Spitzen aneinander füh­ren (wir erhalten ein Dreieck) und schließlich die bei­den äußeren Ecken einschlagen. Bilder dazu und weitere Falttechniken gibt es auf www.stilmagazin.com.

Eisenbahnfenster öffnen
In modernen Eisenbahnzügen benötigt man oft einen Vierkantschlüssel, um diese zu öffnen. Der Grund dafür ist, dass im Sommer bei laufender Klimaanlage offene Fenster noch mehr Warmluft in den Zug ziehen und die Anlage überlasten. Auch kann bei hoher Fahrgeschwindigkeit der Fahrtlärm störend werden. Ist aber die Klimaanlage ausgefallen und die Fahrgeschwindigkeit des Zuges nicht allzu hoch (also nicht gerade ein ICE in voller Fahrt), dann kann es notwendig sein die Fenster zu öffnen, um überhaupt noch Luft zu bekommen. In den meisten Zügen, aber oft auch in U-Bahnen oder Bussen, benötigt man dafür einen Vierkantschlüssel. Hat man keinen zur Hand, erfüllen zwei Münzen denselben Zweck. Man steckt je eine Münze links und rechts neben den Vierkantstift fasst beide Münzen zusammen und dreht sie. Videos dazu finden sich in den bekannten Videoportalen.

Flecken entfernen
Hat jemand, z.B. bei Tisch, etwas ver­schüt­tet, dann entfernen Sie den Fleck sofort, be­vor der Schmutz in das Gewebe einziehen kann. Feste Stoffe kratzen Sie mit einem Mes­­serrücken ab. Nicht in das Gewebe hin­ein­reiben! Flüssigkeiten saugen Sie mit einem sauberen Tuch oder einer Serviette auf und streuen Salz über den Fleck, damit die restliche Flüssigkeit gebunden wird. Essens- und Getränke­flecken (außer Fett) mit kaltem Wasser auswaschen, Fett mit warmem Wasser entfernen. Ansonsten hilft auch ein Er­fri­schungs­tuch. Vorsicht mit Seide, Wolle und Moiré­stoffen.

Gastgeschenke
Einer privaten Einladung folgend, sollte man immer ein kleines Geschenk mitbringen, wel­­ches zum Gast oder zur Situation passt. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. In dringenden Fällen erfüllt auch ein Strauß Blumen seinen Zweck. Oft erhält man fertige Sträuße an Tankstellen und in Geschäften die auch außerhalb der üblichen Zeiten geöffnet sind. An größeren Bahnhöfen und Flug­häfen gibt es fast überall Geschäfte, die auch nachts geöffnet haben, ebenso an Au­to­bahn­rast­stätten und Autohöfen, die häu­­fig den Vor­teil haben in ländlichen Gegen­den zu lie­gen, wo es keine anderen Beschaffungs­mög­lich­kei­ten gibt. Neben einfachen Le­bens­mit­teln und Reisebedarf sind dort oft auch Pro­dukte aus der Region er­hält­lich und viel­leicht findet sich darunter ein passendes Gast­geschenk. In der BRD gibt es in vielen Orten Tank­stellen oder Autohöfe, die ihr reich­haltiges Wa­ren­sor­ti­ment auch spät­abends und nachts feil­bieten. In der Schweiz finden sich in vie­len größeren Orten klei­ne Super­märkte mit späten oder gar nächt­lichen Öff­nungs­zeiten, z.B. Coop Pronto, Migro­li­no oder Avec an Bahn­höfen. Bei Schnitt­blu­men sollte man kei­ne Li­lien (Fried­hofs­blu­men) oder Rosen (Zeichen der Liebe) wäh­len. Die Blumen werden im­mer der Dame des Hauses über­reicht. Ein­wickel­papier wird nach oben ab­ge­zogen, mit Aus­nahme durch­sich­tiger Fo­lie, die man an den Blu­men be­lässt. Bei Jung­gesellen sollte man statt Blu­men lieber ein an­de­res Ge­schenk wäh­len, z.B. eine Fla­sche Hoch­pro­zen­tiges.

Gefallen erbitten
Erweisen Sie Ihren Mitmenschen schon lange im Vorfeld hin und wieder kleine Gefälligkeiten, die zu­min­dest einige Menschen dazu bringen sich in Ihrer Schuld zu fühlen. Diesen wird es im folgenden schwer fal­len eine Bitte abzulehnen. Starten Sie dann Ihre Anfrage mit einer geradezu unverschämten Bitte. Die Extremforderung wird mit Sicherheit abgelehnt, aber die nachgeschobene echte Bitte wird dann meist akzeptiert. Ein wenig Lob als Garnitur kann dabei auch nicht schaden.

Geldautomatengebühren sparen
Der Wechselkurs spielt im Euro-Ausland keine Rolle (zumindest nicht solange es den Euro noch gibt), aber im Nicht-Euro-Ausland ist das anders, denn auch wenn für den Umtausch keine Gebühren berech­net werden, wird oft ein schlechterer Wechselkurs zugrunde gelegt. Häufig erscheint während des Abhebe­vor­gangs die Frage, ob die Abhebung mit oder ohne Währungsumrechnung geschehen soll. Hier sollte man sich für die Variante ohne Umrechnung entscheiden, denn dann wird der abgehobene Betrag in der aus­ländischen Währung an die eigene Hausbank übermittelt, die dann die Umwandlung in Euro vor­nimmt. Dort wird in der Regel ein günstigerer Umrechnungskurs zugrunde gelegt. Erscheint auf dem Bild­­schirm des Automaten die Frage, ob ein bestimmter Wechselkurs akzeptiert wird, dann sollte man mit „Nein“ antworten, denn in diesem Fall wird der Vorgang nicht etwa abgebrochen, sondern die Um­rech­nung wird ebenfalls von der heimischen Hausbank vorgenommen.

Geld verdienen mit Whisky
Ein weiteres, kleines Nebengeschäft für den Mann von Welt: Von der Wertsteigerung einiger Whisky­sor­ten pro­fi­tie­ren. In Frage kommen ausschließlich Single Malts aus Schottland der Brennereien Macallan, Bow­more, Springbank, Glenmorangie und Highland Park. Die Flasche muss eine Original­abfüllung durch die Destillerie sein (nicht von irgendwelchen Abfüllfirmen) und aus einer limitierten Serie mit Jah­res­angabe stam­men. Der Preis sollte etwa bei € 100 pro Flasche liegen. Bei einem niedrigeren Preis kann man an­neh­men, dass die Zahl der im Umlauf befindlichen Flaschen recht groß ist und bei einem höheren Preis sind keine Preissteigerungen mehr zu erwarten. Eine Garantie für einen Wertzuwachs gibt es na­tür­lich nicht. Als Bezugsquellen eignen sich u.a. die Einkaufszentren Acla da Fans im Samnauntal (CH, www.acla-da-fans.ch), Mas­sen in Wemperhaardt (L, www.massen.lu) und die Duty Free Läden am Flug­hafen Zürich. Alle haben eine hervor­ra­gend be­stück­te Whis­ky­­abteilung. Auch bei Wolter in Wasserbillig (L, www.wolterwasserbillig.de) und in Li­vig­no (I) ist das Angebot recht gut. In der Fachliteratur wird oft der Erwerb von Flaschen aus sog. „Lost Di­sti­lleries“ (solche die nicht mehr produzieren) empfohlen. Diese haben jedoch den Nachteil, dass sie nach ein paar Jahren nie­mand mehr kennt.

Gepäck zwischenlagern
Auf größeren Bahnhöfen, Flughäfen oder an Busstationen gibt es oft Gepäckschließfächer, manchmal auch eine Gepäckaufbewahrung mit Be­die­nung, wo der Reisende sich für ein paar Stunden seines Ge­päcks entledigen kann. Die Gebühren variieren je nach Ort und liegen in der Re­gel zwi­schen € 3 und € 8 pro 24 Stunden. Eine weitere Möglichkeit sein Gepäck kurzfristig zu parken bieten gelegent­lich Ein­kaufs­­­zen­tren, Supermärkte (z.B. Hit), Möbelhäuser (z.B. Ikea) und Elektronikmärkte. Dort findet man häufig Schließfächer für die Kun­­den, die ihre Einkäu­fe aus anderen Geschäften zwischenlagern wollen, bevor sie das Waren­an­gebot dieses Ge­schäf­­tes in Augenschein nehmen. Meist wird als Pfand der Ein­wurf einer Ein- oder Zwei-Euro-Mün­ze gefordert, die bei der Abholung zurückerstattet wird. Man könn­­te folglich sein Ge­päck dort für ein paar Stunden deponieren ohne sich jedoch in den Ver­­­kaufs­raum zu be­ge­ben und stattdessen z.B. in ein Restaurant gehen oder einen Spa­zier­gang ma­chen. Man muss halt nur rechtzeitig vor Ge­schäfts­schluss seine Sachen wieder ab­ho­len. In manchen Bibliotheken gibt es ebenfalls die Möglichkeit Taschen und Mäntel in Fächern zu de­­ponieren. In einigen wird das Mitbringen eines eige­nen Vorhängeschlosses er­war­tet. Da­rüber sollte man sich beizeiten informieren. Wichtig ist aber eben­so die Größe des Gepäckfaches zu berücksichtigen. Insbeson­de­re in Supermärkten sind die Ge­päck­fä­cher oft nicht für große Koffer etc. geeignet. Auch das sollte man besser vorher abklären.

Gepäck ins Ausland versenden
Der Versand von Reisegepäck ist innerhalb der BRD mittels DHL oder Hermes Versand möglich. Das Gepäck kann dabei auch von Zuhause abgeholt werden. Ein Gepäckversand ins Ausland ist in der Regel nicht vorgesehen, allerdings gibt es einen Trick, wie man sein Reisegepäck trotzdem ins Ausland versenden kann: Das Gepäck wird einfach in einen passenden Pappkarton gesteckt und als Paket versandt. Dabei dürfen natürlich die für Auslandspakete üblichen Maße und Gewichte nicht überschritten werden, die je nach Versandunternehmen verschieden sind. Ist der Karton stabil genug, dann kann man gegen Urlaubsende das Gepäck auf dem selben Weg wieder nach Hause schicken.

Gepäckträgerservice
Einen Gepäckträgerservice gibt es in der BRD nicht mehr. In Frank­reich stehen in den meisten Pariser Bahn­höfen und den großen Bahnhöfen in der Provinz Ge­päck­­trä­ger bereit; erkennbar am Anstecker „Service en gare“. Bis zu 3 Gepäckstücke kosten € 4.60, 4 bis 6 Ge­päckstücke € 7.60.

Getränke kühlen ohne Kühlschrank etc.
An einem heißen Sommertag das zu kühlende Getränk in ein nasses Handtuch einwickeln und für ein paar Minuten in den Schatten stellen. Wegen der Hitze verdunstet das Wasser im Handtuch und entzieht dem Getränk Wärmeenergie. Dieses wird dadurch zumindest etwas kälter.

Glühbirnen reparieren
Sofern der Glühdraht nicht verschmort sondern lediglich durchtrennt ist, kann man eine Glühbirne fol­gen­dermaßen reparieren: Die Glühbirne via Tisch- oder Handlampe mit dem Stromnetz verbinden. Dann die Lampe mit der Birne so lange behutsam hin und her schwenken, bis sich die durchtrennten En­den des Glühdrahtes berühren. Nun für einen kurzen Moment den Strom ein- und gleich wieder aus­schal­ten, wo­durch die beiden Enden sozusagen „verschweißt“ werden. Danach kann die Glühbirne wieder normal ver­­­wendet werden.

Handytricks
Wer seine PIN-Nummer ändern will, gibt **04*[alte PIN]*[neue PIN]*[neue PIN wiederholen]# ein. Das funktioniert bei allen Smartphones. Wer mit dem Handy anonym irgendwo anrufen möchte (Ruf­num­mernunterdrückung), gibt den Code #31# [anzurufende Nummer] ein und drückt dann auf das Hörer­sym­bol. Beim nächsten Telefonat, bei dem die eigene Nummer unterdrückt werden soll, muss der Code wieder­holt werden. Das Handy auf lautlos stellen funktioniert über das längere Drücken des Rauten-Sym­bols #. Und um die Handy-Mail­box abzufragen, reicht es, lange auf die 1 zu drücken - und zwar bei (fast) jedem Smartphone.
Bei zickigen Android-Geräten öffnet der GSM-Code *#0*# ein Test-Menü, das die einzelnen Funktionen und Sensoren einer Fehleranalyse unterzieht. Wer ganz genau wissen will, was in seinem Android-Smart­phone so vor sich geht, kommt über den Code *#197328640# in ein Menü, das sämtliche Informationen zu Gerätedetails und Fehlern enthält.
Im übrigen sollte man die folgenden Rufnummern im Handy gespeichert haben: Örtliche Taxizentrale, (Re­gionale) Fahrplanauskunft, Werkstatt/Pannenhilfe, div. ärztl. Notdienste, Kontokarten sperren und die SMS-Num­mer für das Handyporto.
Und wer den Lautsprecher seines Handys verstärken will (z.B. um Musik zu hören), kann das Gerät ein­fach in eine Schüssel oder ein Glas legen.

Hotelzimmer für Tagsüber
Wer ein seriöses Hotelzimmer für einen Tagesaufenthalt benötigt, z.B. um die Zeit zwischen zwei Reise­etap­pen zu einer Ruhepause zu nutzen, findet selbige auf den Buchungs­web­sei­ten: www.between9and5. com oder www.dayuse.de. Oft liegen die Hotels in der Nähe eines Flughafens.

Italientipps
Italien ist und bleibt ein beliebtes Urlaubsland. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die man wissen sollte und leider oft genug vergisst.
  • In Italien ist Trinkgeld in Gaststätten nicht üblich, auch nicht die Rechnung aufzurunden.
  • Cappuccino sollte man nur Vormittags bestellen. Nachmittags lieber einen Caffè Latte ordern. Die jeweilige Kommune legt den Maximalpreis eines Espresso im Stehen am Tresen („al banco“) fest. Dieser beträgt in ganz Italien maximal einen Euro zwanzig Cent. Man kann also Geld sparen, wenn man sich nicht an einen Tisch setzt.
  • Die Kasse neben dem Eingang in vielen Eisdielen und Bars sorgt oft für Verwirrung. Zumeist ist sie ein sicheres Zeichen dafür, dass man Kaffee oder Eis vor der Bestellung bezahlt und erst da­nach mit dem Kassenzettel bestellt, was man schon gezahlt hat.
  • In Italien ist es nicht unüblich, mit vielen Freunden oder in größeren Gruppen essen zu gehen. Dass man danach nur eine Rechnung für den ganzen Tisch bekommt, ist der Regelfall. Man sollte nie­mals für jede Person eine eigene Rechnung zu verlangen, sondern diese intern aufteilen.
  • Wer nach guter alter Gewohnheit gegen 19 Uhr zu Abend essen möchte, muss damit rechnen, schräg angesehen zu werden. In Italien wird üblicherweise erst ab 21 Uhr gegessen, dafür kann eine Mahlzeit dann mehrere Stunden dauern. Als Grundregel kann man festhalten: Je weiter man in den Süden kommt, desto später wird gegessen.
Kondolieren
Wenn Sie jemandem offiziell ihr Beileid aus­spre­chen müssen, dann tun Sie dies immer per­sönlich oder mit einer postalisch ver­schick­ten Beileidskarte, aber niemals tele­fo­nisch oder gar per E-Mail. Natürlich können Sie guten Freunden per Telefon Mut zu­spre­chen, aber das gilt nicht als offizielle Bei­­­leids­­be­zeu­gung. Beileidskarten finden Sie im Schreib­warenhandel. Schreiben Sie den Text von Hand und mit Füller oder Tin­ten­rol­ler und verzichten Sie auf die Abbildung (eige­ner) heral­di­scher oder anderer Zeichen. Vor­schlag: „Ich über­mit­te­le Ihnen mein auf­rich­ti­ges Beileid zum Verlust des ver­bli­che­nen XY“, oder so ähnlich. Ein englischer Text könnte z.B. lauten: “Please accept my heart­felt condolescences at this most difficult hour“. Muster­tex­te gibt es bei www.trauerspruch.de oder www.beileid.net.

Kranz niederlegen
Wenn Sie einen Kranz niederlegen, tra­gen Sie diesen mit beiden Händen und ach­ten Sie darauf ihn nicht gegen Ihre Brust zu drücken. Dann legen Sie ihn je nach Ört­lich­keit flach vor den Sarg, an eine Stufe oder Mauer ge­lehnt oder auf einem Kranz­stän­der ab. Ist dies getan, dann gehen Sie leicht in die Knie und richten mit beiden Hän­­den (!) die Schlei­fe so aus, dass die Schrift gut zu lesen ist. Wird der Kranz von Helfern getragen, dann be­schränkt sich Ihre Aufgabe auf das Aus­rich­ten der Schleifen. Da­nach richten Sie sich auf und treten einen Schritt zurück, verharren für acht Sekunden in Andacht, ver­nei­gen sich leicht und gehen dann noch einmal ein paar Schritte rück­wärts, bevor Sie sich um­drehen, um den Ort zu verlassen.

Kratzer aus Holzmöbeln entfernen
Vor allem bei antiken Holzmöbeln stellen sich mit der Zeit Gebrauchsspuren ein. Über einen Kratzer mit dem frischen Kern einer Walnuss reiben. Dieser verschwindet nach einer Weile. Funktioniert natürlich nur, wenn der Kratzer nicht allzu groß und tief ist. 

Kurze Spontanansprachen
Beginnen Sie eine kurze Rede oder einen sog. Toast mit „Liebe Freunde“, „Liebe Gä­ste“ oder einer ähn­li­chen Anrede. Danken Sie den Anwesenden für ihr Erscheinen und sa­gen Sie, dass sie darüber sehr er­freut sind (z.B. „Ich freue mich sie hier und heute so zahl­reich willkommen heißen zu dürfen.“). Wün­schen Sie den Gastgebern alles Gute und geben Sie dann der Hoffnung auf erfolg­rei­ches Gelingen Aus­druck. Merken Sie sich: dan­ken – wünschen – hoffen. Dann ergreifen Sie ihr Glas und trinken auf das Wohl der Gast­geber oder des Anlasses.
Wenn Sie eine längere Ansprache halten müs­sen, schreiben Sie diese auf eine oder meh­­rere A6-große Kar­­tei­­karten. Die Karten un­bedingt durchnummerieren! Wenn Ihnen nichts einfällt, su­chen Sie im Inter­net nach einer Mu­ster­rede.

Küchentipp
Will man ein bestimmtes Kochrezept nachkochen, benötigt man natürlich auch alle darin an­ge­ge­be­nen Zu­taten. Wenn irgendetwas fehlt, wird es schwierig. Zumindest Eier lassen sich aber ganz gut ersetzen, wenn man pro fehlendem Ei einen Esslöffel Pflanzenöl, zwei Esslöffel Wasser und etwa einen halben Tee­löffel Backpulver vermischt und die Mischung anstelle des Eis hinzugibt. Vor allem bei Back­rezep­ten kann man diesen Trick gut anwenden. Alternativ könnte man auch eine Banane statt Eiern verwenden.

Loungebesuch am Flughafen Frankfurt/M.
Die Luxx-Lounge (www.luxxlounge.de) im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens liegt vor der Sicher­heits­kontrolle („landside“) und ist damit auch für Besucher zugänglich, die nicht fliegen wollen. Wer al­so z.B. am Fernbahnhof des Flughafens Frankfurt/M. umsteigt und gerne die Wartezeit in einer Lounge ver­­­bringen möchte, kann anstelle der DB Lounge die Luxx-Lounge unweit des Eingangs­bereiches auf der dritten Ebene (Fahrstuhl) aufsuchen. Ebenso können in Frankfurt ankommende Flug­passagiere die Lounge besuchen, sich frisch machen (es gibt Duschen) und ihre Weiterreise organisieren. Die Lounge ist ebenfalls für Besprechungen geeignet. Der Eintrittspreis beträgt derzeit € 30 für drei Stunden. Regel­mäßige Besucher können eine Jahresmitgliedschaft erwerben. Außerdem gelten die üblichen Lounge­zugangs­programme u.a. von Diners Club und Priority Pass.

Partygag
Ein kleiner Spaß, den sich ein Mann von Welt auf einer zwang­losen Party zur vor­ge­rück­ten Stunde er­lau­ben kann: Nähern Sie sich mit einem eisgekühlten Getränk in der Hand von hinten einer Dame in einem schul­ter­freien Abend­kleid. Berühren Sie aus Ver­se­hen mit dem Glas ihre Wir­bel­säule knapp unterhalb der Schul­ter­blät­ter. Mit etwas Glück treffen Sie ge­nau die Stelle, an wel­cher verschiedene Nervenbahnen zu­sam­men­lau­fen. Die Dame wird nun mit ei­nem freu­digen Jauchzer einen Satz nach vorn machen.

Party-Smalltalk
Es gibt kaum etwas unangenehmeres, als auf einer Party zu sein, wo man außer dem Gast­ge­ber nie­man­den kennt. Um nun ein Ge­spräch in Gang zu bringen, kann man zu­nächst über das Wetter, die Herreise oder die Party selbst sprechen (das Buffet, Dekoration etc., aber nicht lästern!). Ein gutes Thema ist auch die Frage, wo­her der jeweils andere den Gastgeber kennt und wie man sich damals überhaupt ken­nen gelernt hat. Die meisten Leute kommen so ans Erzählen.

Pfandfreie Getränke besorgen
In der BRD gilt gemäß §9 Abs. 2 Nr. 1-4 VerpackV eine generelle Pfandpflicht für Einweg­getränke­ver­packun­­gen. Davon ausgenommen und damit pfandfrei sind jedoch Getränke in Einweg­getränke­ver­pak-kun­gen, die ein Füll­vo­lu­men von kleiner als 0,1 L. bzw. größer als 3,0 L. aufweisen oder solche in »öko­lo­gisch vorteilhaften Ver­­packungen« (Getränkekartons, Poly­ethylen-Schlauch­beutel-Ver­packun­gen oder Folien-Stand­beutel). Weiter­hin ausdrücklich von der Pfandpflicht ausgenommen sind (derzeit noch) Fruchtsäfte/-nek­ta­re und Gemüsesäfte/-nektare, Milch und Milchmischgetränke, Wein, Sekt und Spirituosen und einige, spe­zielle Getränke für Kleinkinder.
Mit dem neuen Verpackungsgesetz von 2019 muss künftig auch für Einweggetränkeverpackungen von Frucht- und Gemüse-Nektaren mit Kohlensäure und Mischgetränken mit einem Molke-Anteil von mindestens 50 Prozent Pfand bezahlt werden.
Wer also pfand­freie Erfrischungsgetränke haben möchte, hat die folgenden Möglichkeiten: Ein paar Su­per­märkte (z.B. Thomas Philipps) bieten Cola, Limonade und Eistee in pfandfreien 3.05-Liter-Flaschen an. Erfri­schungsge­trän­ke in sog. Tetrapaks sind ebenso pfandfrei, z.B. Eistee mit und ohne Fruchtsaft (u.a. bei DM, Müller Droge­rie­markt, Norma), stille Mine­ral­wasser (u.a. bei DM, Kaufland), Frucht­schor­le (u.a. bei Kik, Rossmann) und Getränke in Folien­beu­teln, wie z.B. Capri-Sonne.
Wer jedoch die üblichen Dosengetränke bevorzugt, der muss diese im benachbarten Ausland kaufen (außer Skan­dinavien). An den Grenzen der Niederlande, Belgiens, Luxemburgs und Tschechiens zur BRD gibt es Grenzmärkte mit pfandfreien Erfrischungsgetränken und Bier. In der Schweiz und eventuell in Frankreich findet man sel­bi­ge im nächsten Supermarkt. Hin und wieder kann man auch auf Fähr­schif­fen (sic!) von und nach Skandinavien pfand­freie Getränke erwerben (nicht jedoch in Skandinavien selber!). Ansonsten bleibt noch die Möglichkeit pfandfreie Dosengetränke in den Nieder­lan­den zu be­stel­len (www.fivestartrading-holland.eu). Diese werden per Paket bundesweit ausgeliefert.

Silberringe

Für Männer kommen bekanntlich nur zwei Arten von Ringen in Frage: Siegelringe und Eheringe. Ringe mit „klunkerhaften“ Edelsteinen wirken bei Männern eher „tuntig“ und sollten vermieden werden. Ein sti­listischer Trick, den ein Mann von Welt jedoch kennen sollte, besteht darin einen einfachen silbernen Bandring zu tragen, der optisch zwar wie ein Ehe­ring aussieht, aber nicht – wie bei Ehe­ringen üblich - aus Gold gefertigt ist, sondern sichtbarerweise aus Silber. Vom Betrachter wird ein solcher Ring eben nicht als Ehe­ring erkannt und macht neugierig, weil sein Zweck nicht sofort erkennbar ist.

Sitzplätze in einem vollbesetzten Zug finden
Vor Reisebeginn: 1. Chronisch volle Züge meiden. Am vollsten sind die Züge meist am Frei­tag­nach­mit­tag (Wochen­end­pend­ler), Samstagnachmittags und Montagmorgen. Oft werden zusätzlich zu ICEs ein­fa­che IC-Züge als Entlastungszüge eingesetzt, die weniger frequentiert sind. Hier findet sich eher ein Platz. 2. An einem früheren Bahnhof einsteigen, z.B. wenn ein Zug in Hamburg-Altona startet, dann dort ein­stei­gen und nicht erst am Hbf. Oder wenigstens früh genug da sein: Oft steht der Zug an seinem Start­bahn­­hof schon lange vor der Abfahrt am Gleis und man kann bereits einsteigen.
Unterwegs im Zug: Die Bahn verteilt die Sitzplatzreservierungen in den Zügen nicht willkürlich, sondern nach einem be­stimm­ten Schema: In der Regel wird ein Zug vom Speisewagen ausgehend reserviert, d.h. als er­stes werden Plätze in den Wagen der 1. und 2. Klasse reserviert, die sich unmittelbar neben dem Spei­se­wagen be­fin­den. Im Umkehrschluss heißt das: In den Wagen, die sich am weitesten vom Bord­re­stau­rant entfernt befinden, ist die Chance am höchsten, nicht reservierte Plätze zu finden. Am Bahnsteig soll­te man sich daher so aufstellen, dass man beim Einfahren des Zuges an dessen Anfang bzw. Ende steht. Die aktuelle Wagenreihung für einen Fernverkehrszug zeigt der Wagen­stands­an­zei­ger an, der sich auf je­dem Bahn­steig befindet. Bei Kopf­bahn­höfen macht es ohnehin Sinn, möglichst ans hintere Ende des Bahn­steigs zu laufen, da eilige oder bequeme Fahr­gäste zuerst in die Wagen steigen werden, die am An­fang stehen (oft befinden sich hier die Wagen der 1. Klasse). Manchmal finden sich noch freie Com­fort- oder Express­sitze (für die sonst eine spezielle Buchung etc. notwendig ist), oder im Kinderabteil ist noch etwas frei. Häufig sind Sitze auch erst ab einem spä­teren Bahn­hof reserviert. Bis dahin kann sich ja jemand anderes dort hinsetzen und in der Zwi­schen­zeit wird viel­leicht ein anderer Sitz frei. Notfalls kann man sich immer noch in den Speisewagen setzen. Viel­fach weiß auch der Zugbegleiter, ob und wo noch freie Plätze sind.

Telefonnummern überprüfen
Um zu überprüfen, ob einem ein(e) Gesprächspartner(in) die richtige Telefonnummer gegeben hat, die Telefonnummer wiederholen und dabei zwei Ziffern vertauschen. Korrigiert einen jetzt der Gesprächspartner, dann hat er (oder sie) einem die richtige Telefonnummer gegeben.

Tischsitten
Wenn Sie auf einer Festgesellschaft oder in ei­nem vornehmen Restaurant mehrere Be­stecke und Gläser vorfinden: Bei den Glä­sern überlassen Sie es dem Kellner das rich­ti­ge Glas zu befüllen. Wenn Sie es je­doch selbst tun wollen, achten Sie darauf, dass der Flaschenhals nicht den Glasrand berührt. Fas­sen Sie Glä­ser im­mer am Stiel an. Das Wasserglas steht rechts außen, dann folgen das Wein­glas und das Rot­­wein­­glas (ist in der Regel das Größte). Bei offiziellen Essen wird nicht mit dem Glas angestoßen: Man hebt sein Glas, nickt und schaut lächelnd in die Runde. Denken Sie daran sich vor dem Trinken den Mund an der Ser­viet­te ab­zu­tup­fen. Die Ser­viet­te sollte während des Ge­brauches auf Ihrem Schoß liegen, nicht auf dem Tisch. Wenn Sie auf­stehen, legen Sie sie auf den Stuhl.
Beim Be­steck be­gin­nen Sie mit dem äußersten und arbeiten sich mit jedem Gang nach innen. Wenn Sie beim Haupt­­ge­richt einen Nachschlag wünschen, dann legen Sie ihr Besteck mit gekreuzten Spi­tzen (Ga­bel­zinken nach unten) auf den Tel­ler. Wenn der Kellner abräumen soll, legen Sie beide Besteckteile auf die Fünf-Uhr-Position. Benutztes Besteck darf den Tisch nicht berühren. Das Besteck nähert sich dem Mund und nicht um­gekehrt. Suppenlöffel immer mit der Spitze zum Mund führen (nur in Großbritannien mit der Breit­seite). Brot niemals schneiden, sondern brechen. Ein eventuell vorhandenes kleines Brot­messer dient nur zum Auftragen von Butter. Liegt an Ihrem Platz – rechts angelegt, wie es im Fachjargon heißt - auch ein klei­ner, nur leicht gewölbter Löffel, dann ist dieser für den Genuss der Sauce gedacht. Im Zwei­fels­fall be­­obachten sie ihre Tisch­nach­­barn. Im Not­fall können Sie auch eine un­auf­fäl­li­ge und dis­kre­te Frage an den Kell­ner rich­ten. Ein guter Kellner wird Ihnen ge­nau­­so unauffällig ant­wor­ten.

Telegramme versenden
Durch die Verbreitung von Handys sind Telegramme zwar aus der Mode gekommen. Aber gerade des­we­gen wird ihnen umso mehr Beachtung geschenkt, wenn man eines erhält. In der BRD versendet man über die Webseite www.telegrammdirekt.de, in Österreich via www.telegramm.at und in der Schweiz über www.telegrammdirekt.ch. Inlandstelegramme gibt es ab ca. € 8 / SFr. 14, Aus­lands­tele­gramme in 45 Länder ab ca. € 15 / SFr. 23, allerdings werden diese Telegramme mit der normalen Post zugestellt. Für die Zustellung durch einen Boten (nur dann macht ein Telegramm ja eigentlich Sinn) werden je nach Tageszeit zwischen € 30-50 (SFr. 50-80) Aufschlag berechnet. Auch der Versand von Musik­tele­gram­men oder der Versand mit Blumen ist möglich. Betreiber ist die Firma UTS in der Schweiz (www.unitel telegram.com). Bezahlt wird über diverse Kreditkarten.
Alternativ könnte man auch eine elektronische Grußkarte versenden, z.B. von web.de oder www.ekarten welt.de, die gewöhnlich am nächsten Tag mit der Briefpost zugestellt wird. Bei einigen Versendern kann man sogar eigene Fotos verwenden, u.a. bei www.grusskartenbote.de. Auch die nationalen Post­gesell­schaf­ten haben ähnliche Dienste im Angebot.

Toilettengeruch unterdrücken
Zünden Sie auf einer stark riechenden Toi­let­te ein Streichholz an. Der Geruch des bren­nen­den Streich­hol­zes überlagert die Wahr­neh­­mung der übrigen Gerüche; auch bei an­de­ren Besuchern. Eventuell mehr­mals wie­der­holen.

Übernachten auf dem Flughafen
Flughäfen sind in erster Linie Durchgangsstationen. Was aber passiert, wenn der Flug gestrichen wird? Schlechtes Wetter, Vulkanasche in der Atmosphäre, Streiks oder ähnliches Katastrophen und schon ist man auf dem Flughafen gestrandet. Jetzt ein Hotelzimmer zu bekommen, ist so gut wie unmöglich, denn die Hotels in der Umgebung werden von Zimmersuchenden überrannt. Was bleibt also? Man muss auf dem Flughafen übernachten! Erste Regel: Schon vorher die Nachrichten studieren. Wird in den Medien über Unwetter, Arbeitskämpfe oder ähnliches berichtet, sollte man einen Flugausfall einkalkulieren. Auf ein­schlägigen Webseiten wird empfohlen gewisse Gegenstände dabeizuhaben, die einen unfreiwilligen Auf­enthalt auf Flughäfen, Bahnhöfen und anderen Verkehrsknotenpunkten angenehmer gestalten. Zu­nächst wird das Mitführen einer einfachen, aufblasbaren Matratze empfohlen, falls man auf dem Fuß­bo­den nächtigen muss. Wegen des Lichts und der Geräusche können eine Augenabdeckung und Ohren­stöp­sel hilfreich sein. Der Kopfhörer eines MP3-Spielers kann als Ersatz für Ohrstöpsel dienen und vor allem die Lautstärke von Durchsagen abmildern. In einigen Flughäfen ist das Schlafen nicht gestattet, wes­halb „Spezialisten“ dort das aufrechte Sitzen in einem Stuhl und das Tragen einer Sonnenbrille em­pfeh­len. Weiterhin wird das Mitführen von Proviant empfohlen, falls es keine 24h-Verpflegungs­mög­lich­keit gibt. Wer zu einer bestimmten Uhrzeit aufwachen muss, sollte einen Wecker haben, z.B. eine Arm­band­uhr oder ein Handy mit Alarmfunktion. Man kann auch an sich einen Zettel befestigen auf dem z.B. steht „Bit­te um 5 Uhr wecken“ (engl. "Please wake me at 5:00 AM"); das soll angeblich funktionieren. Bei ge­stri­chenen Flügen geben Fluggesellschaften oft Kissen und Decken an gestrandete Passagiere aus, manch­­mal sogar Feldbetten (engl. „cot“); einfach nachfragen! Ein paar Desinfektions­tücher und Toilet­ten­­papier können ebenfalls hilfreich sein. Mit den Tüchern kann man eventuell auch den Schlafbereich reinigen. Wer Wick Vaporrub dabei hat, kann unangenehme Gerüche überdecken. Außer­dem ist es nütz­lich einen zusätzlichen Akku für Handys und USB-Geräte mitzuführen.
Das größte Problem dürfte aber wohl sein einen geeigneten Platz zum Schlafen zu finden. Manche Sitz­rei­hen haben Armlehnen oder ähnliche Dinge, die ein Langlegen verunmöglichen. Möglicherweise findet sich aber in einem anderen Gebäudeteil oder dem Nachbarterminal eine bessere Schlafstätte. Oft werden einzelne Terminals nachts geschlossen, aber ein anderer Terminal bleibt unter Umständen ge­öff­net. Manch­­­mal ist der Ankunftsbereich besser geeignet als der Abflugsbereich. Schlafen kann man even­tu­ell auch hinter Flugkarten- und Abfertigungsschaltern, unter oder hinter Sitzreihen oder auf Ge­päck­bändern. Oft ist einem das Flughafenpersonal bei der Suche behilflich, vor allem, wenn es sich um einen Notfall handelt. Wer alleine ist, sollte in der Nähe von anderen Schläfern übernachten. Und Vorsicht vor Ta­schen­­dieben! Das Gepäck sollte man immer zwischen sich und einer Wand stehen haben, mit der Öff­nungs­­seite zur Wand, damit niemand einfach so hineingreifen kann. Eventuell hilft auch ein Fahrrad­schloss oder ähnliches, mit welchem man den Koffer an einem Sitz festketten kann. Auch sollte man beim Schlafen darauf achten, dass einem niemand die Schuhe ausziehen kann und sich möglichst so legen, dass diese zur Wand zeigen.
Besonders kreative Geister mieten sich für die Nacht ein Auto und übernachten darin auf dem Parkplatz. Niemand hat gesagt, dass man mit einem Mietwagen auch fahren muss, vorausgesetzt natürlich, dass man den Parkplatz nicht verlassen muss. Ansonsten kann man irgendwo in Flughafennähe auf einen an­deren Parkplatz fahren. Weitere Hinweise zum Übernachten auf Flughäfen gibt es auf der Webseite www.SleepingInAirports.net.

USB-Ladesteckdosen finden
Wer im Hotelzimmer eine USB-Steckdose zum Laden seines Handys benötigt, kann am dortigen Fern­seh­gerät nachsehen. Viele Geräte haben auf der Rückseite eine USB-Buchse, an der man elektronische Ge­­räte aufladen kann. Ist vor allem im Ausland hilfreich, wenn der mitgebrachte Stromstecker nicht passt. Auch einige Autoradios haben USB-Steckbuchsen.

Varieté-Theater besuchen
Ein Besuch in einem Varieté-Theater ist heutzutage etwas besonderes, denn es existieren nicht mehr allzu viele davon, auch wenn es in den letzten Jahrzehnten etliche Neu­grün­dun­gen ge­ge­ben hat (Infos unter www.vdvt.de). Im deutschsprachigen Raum existiert von den Tra­di­tions­häu­sern im we­sent­li­chen nur noch das Hamburger Han­sa Theater (www.hansa-theater.de). Seit der letz­ten Re­no­vie­rung im Jahre 1953 hat sich we­nig verändert, sodass der Gast sich in einem plü­schi­gen 50er-Jahre Ambiente wiederfindet. Zum Speisen wird der sog. Theaterteller offeriert, die Be­die­nungen tragen Schürze und Häub­chen und die Tischklingeln für die Kell­ner sind mitt­ler­wei­le zum Kult avanciert. Gespielt wird nur in der Win­ter­sai­son, geboten wer­den u.a. Ar­ti­sten, Komiker, Puppenspieler, Zau­be­rer, eine Live-Kapelle und na­tür­lich ein Mo­de­ra­tor. Die Vor­stellungen beginnen Wochentags meist gegen 20 Uhr, Sonntags um 19 Uhr, und dau­ern etwa zweieinhalb Stunden.

Weltempfänger nutzen
Im Internetzeitalter sind sie aus der Mode gekommen, allerdings bieten Kurzwellenradios auch heute noch die einzige Möglichkeit ohne (andere) elektronische Medien und Internetzugang bei ver­gleichs­wei­se geringem technischem Aufwand den Kontakt zum Geschehen der Außenwelt zu behalten. In vielen Urlaubs­gebieten kann man über den UKW-Teil eines Weltempfängers auch regionale deutsch­sprachige Ra­dio­sender empfangen, vor allem in Spanien (Mittel­meer­küste, Balearen, Kanaren; Übersicht www. medienindex.de), am Garda­see (An­ten­ne Bayern), in Slo­wenien (Radio SI FM 91.1, 93.4, 102.8; www. slovenia.info) auf Kreta (95.9 FM, flyfm.com) und in Hurghada/Ägypten (Robinson FM 102.0). In deut­scher Sprache senden re­gel­­mäßig auf Kurzwelle (Stand 2014, alle Uhrzeiten UTC sofern nicht anders an­ge­geben; aktuelle Sen­­de­plä­ne findet man auf www.addx.de oder www.press-guide.com):
  • Ö1 International (Mo.-Fr. 07:00-8:15 Uhr auf 6155 kHz, Sa.-So. 07:00-8:10 Uhr auf 6155 kHz, oe1. orf.at),
  • Radio 700 (tagsüber auf 3985 Tropenband, 6005 und 7310 kHz, www.radio700.eu),
  • Radio Romania (06.00-06.30 Uhr auf 9700 kHz, 12.00-13.00 Uhr auf 9675/11875 kHz, 18.00-19.00 Uhr auf 7300 kHz, www.rri.ro),
  • Radio Belarus (11:00–23:00 Uhr auf 11730 kHz, 17:05-23:00 Uhr auf 6155 kHz, 06:00–18:00 Uhr auf MW 1170 kHz, www.radiobelarus.tvr.by),
  • Radio Tirana (ab 21.30 Uhr auf 7465 kHz),
  • TRT Ankara (12:30-13:30 Uhr auf 17755 kHz und 18:30-19:30 Uhr auf 7205 kHz, www.trt.net.tr/ deutsch),
  • Iran German Radio (07:20-08:20 Uhr auf 15250 und 17690 kHz, 17:20-18:20 Uhr auf 6205 und 7425 kHz, german.irib.ir),
  • Radio Indonesien (18:00-19:00 Uhr auf 9525 kHz, de.voi.co.id),
  • Radio Peking (alle MEZ: 07:00-09:00 Uhr auf 17615/17720 kHz, 17:00-19:00 Uhr auf 5970/7380, 19:00-21:00 Uhr auf 6160/7395/9615 kHz und Mittelwelle 1440 kHz, german.cri.cn),
  • Radio Taiwan (19:00–20:00 Uhr auf 3955 kHz, 21:00–22:00 Uhr auf 3965 kHz, german.rti.org.tw),
  • KBS World Radio (Süd Korea, 19:00-20:00 Uhr auf 5900 kHz, 20:00-21:00 Uhr auf 3955 kHz, world.kbs.co.kr),
  • Radio Thailand (20:00-20:15 Uhr auf 9390 kHz; danach Englisch, www.hsk9.org),
  • sowie etwa ein halbes Dutzend weitere, meist osteuropäische und asiatische Radio­sender, die aller­dings nur kurze Pro­gramm­fenster vorwiegend in den Abendstunden senden (18:00-22:00 Uhr UTC).
Bei Sendungen in englischer Sprache ist das Angebot etwas größer. Weltempfänger empfangen Sender derzeit noch auf Kurz-, Mittel- und Ultrakurzwelle; der Trend geht jedoch zum digitalen Radio­empfang. Allerdings konnte man sich international bisher nicht auf ein­heit­li­che Standards einigen, vor allem, was die Kurzwelle angeht (die Mittelwelle ist in Europa weit­geh­end abgeschaltet). Lediglich DAB+, als Er­satz für UKW, scheint sich allmählich zu­ ver­breiten. Darauf sollte man achten, wenn man ein neues Ge­rät anschaffen will.
Die Strom­ver­­sor­gung erfolgt mittels Netzstrom, Batterien, einer Solarzelle und/oder einer USB-Schnitt­stel­le. Eini­ge Ra­dios bieten Zusatzfunktionen, wie eine An­schluss­buchse für MP3-Spieler.

Zigarren
Tabakkonsum ist in den letzten Jahren weitegehend aus der Mode gekommen, allerdings erfreut sich das Zigarrenrauchen wachsender Beliebtheit. Ohne jemanden zum Rauchen verführen zu wollen, sollte man fol­gendes über Zigarren wissen: Meist sind beige-olivenfarbene Zigarren Havannas, beige­farbene Su­ma­tras und dunkle Brasil-Zigarren. Es gibt verschiedene Längen von etwa 99mm, der sog. Kleinen Corona, bis ca. 200mm, der sog. Doppel-Corona. Bekannt sind vor allen die Corona mit ca. 140mm Länge und 16mm Durchmesser (=Ringgröße), die Chur­chill (auch Julietta 2) und die Cohiba Esplendido, beide mit etwa 178mm Länge und knapp unter 19mm Ringgröße.
Bevor eine Zigarre geraucht werden kann, muss bei vielen Modellen erst das Kopfende auf­ge­schnit­ten werden. Bei diesem sogenannten Anschnitt wird ein Loch geschnitten, durch das der Rauch in den Mund ge­langt. Zigarren unterer und mittlerer Preis­klas­sen enthalten an einem Ende eine bereits bei der in­du­stri­el­len Herstellung vorgenommene Einkerbung, um ohne Anschneiden geraucht werden zu können. Ist diese Einkerbung nicht vorhanden, was bei sämtlichen handgerollten Marken der Fall ist, muss die Zi­gar­re vor dem Rauchen mit einer Schere, einem speziellen Zigarren­bohrer oder einem sog. Cutter am Kopf­ende angeschnitten bzw. angebohrt werden. Ein guter Anschnitt erzeugt ein Loch von 3/4 der Größe des Zigarrendurchmessers und belässt das Deckblatt ansonsten unversehrt.
Zum Anzünden verwendet man niemals ein Benzinfeuerzeug, sondern ein Gasfeuerzeug oder einen Holz­­­­­span. Das Fußende der Zigarre wird dabei nicht direkt in die Flamme gehalten, sondern langsam über der Flamme gedreht, bis sich ein kleiner Aschering gebildet hat. Erst dann nimmt man den ersten Zug. Den Rauch nicht inhalieren.

Zugang zu DB und ÖBB Lounges erhalten
Die Deutsche Bahn AG betreibt bundesweit derzeit 15 Lounges. Zugang erhält, wer wenigstens eine DB-Fern­­­­­verkehrsfahrkarte 1. Klasse besitzt (ausgenommen sind Fahrkarten mit Start und Ziel innerhalb der Gebiete der jeweiligen Verkehrsverbünde). Um also Zugang zu einer Lounge zu bekommen, kann man eine einfache DB-Fahrkarte 1. Klasse zum nächsten Fernbahnhof außerhalb des jeweiligen Verkehrs­ver­bun­des lösen und schon darf man die Lounge betreten. Niemand hat gesagt, dass man auch wirklich reisen muss. Dafür kann man dann WLAN nutzen, Akkus aufladen, Getränke zu sich nehmen, Zeitung lesen und die Toiletten benutzen. Beispiel: Sie wollen in die Lounge am Hauptbahnhof in Köln ein­gelassen werden; also lösen Sie eine 1. Klasse Fahrkarte nach Düsseldorf mit IC, einfach, für derzeit € 19.50. Der Preis entspricht ungefähr dem, was Sie auch für den Zugang zu einer Business-Lounge am Flug­hafen zah­len würden.
Bei den Österreichischen Bundesbahnen genügt eine ÖBB 1. Klasse Fahrkarte für den Fernverkehr, um eine der mitt­ler­wei­le sieben Lounges zu besuchen. Die Leistungen dort entsprechen in etwa denen in den DB Lounges. Die Lounges der Schweizerischen Bundesbahnen am Hauptbahnhof Zürich und in Genf sind wegen zu geringer Besucherzahlen seit 2016 geschlossen. Als Alternative oder zusätzliche Mög­lich­keit könnte am Flughafen Frankfurt/M. die Luxx-Lounge dienen.

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