Sonntag, 3. Dezember 2017

Glücksspiel

Ein Mann von Welt sollte sich auf gar keinen Fall dem Glücksspiel ergeben. Das schädigt sein Image außer­ordentlich und lässt ihn als Schwächling dastehen, der sich ungezügelt dem vermeintlichen Ner­ven­kitzel aussetzt. Na­­türlich ist nichts gegen die üblichen Ge­sell­schaftsspiele einzuwenden. Wenn es aber darum geht reine Glücksspiele und um Geld zu spielen, sei es in einem Casino, einer sog. Spielothek oder im Internet, dann wird es kri­tisch.
Ge­­brauchen sie eine Spielbank daher für ihre sozialen Umtriebe und sparen sie sich das Ein­­­­trittsgeld für den Spielsaal (in der BRD und der Schweiz weit verbreitet, nicht aber z.B. in Öster­reich). Im Casino gibt es in der Regel eine Cock­tail Bar, wel­che sie für pri­­va­te und ge­schäft­liche Treffen nu­tzen kön­­nen. Im sel­ben Gebäude befinden sich mei­stens auch das Kur­theater oder ein Ver­­­an­­­­stal­­tungs­saal und ein Re­stau­rant oder Café. Der Dresscode wird heute nicht mehr so streng gehandhabt, sodass sie oft auch ohne Krawatte Zutritt erhalten.
Das Vorhandensein eines Spielcasinos oder einer Spielbank in einem Kur-, Bade- oder Fe­rienort war frü­her ein Indikator der an­zeig­te, dass dieser Ort wahrscheinlich auch sonst alle not­wen­digen Frei­zeit­ein­rich­­tungen besaß, die ein Mann von Welt benötigt. Da­zu gehören ein Golf­platz, eine Kurtherme mit Trink- und Wan­del­halle oder ähnliches, Kur­­park, Kur­the­a­ter, Tanzcafés, Restaurants und diverse Sport­ein­richtungen, sowie ein Ther­mal­schwimmbad. Davon angelockt, er­fuhr ein solcher Ort die Gunst eines ge­ho­be­nen Publikums, während sich in ande­ren Orten ohne Spielbank eher die Unter­schicht tummelte.
Bedingt durch die seit 2009 er­fol­gen­den Ver­wer­fungen auf den Fi­nanz­märk­ten, leiden vie­le Spielcasinos an Be­su­cher­schwund. Auch die Konkurrenz der In­ter­netangebote macht den realen Spiel­stät­ten zu schaf­fen. Als Folge ver­su­chen sie durch die Um­struk­tu­rie­rung des Spiel- und Un­ter­hal­tungs­an­ge­bo­tes neue Kun­den zu ge­win­­nen. Dabei blicken sie nach Las Vegas, wo ne­ben Glück­spiel auch Unterhaltungs­shows und Ga­stro­nomie die Besucher an­zie­hen. Lei­der er­folgt dadurch als Nebeneffekt auch eine Art „Pro­le­tari­sie­rung“ der Casinos, die man u.a. da­ran er­­kennt, dass der Dresscode fast gänzlich auf­gegeben wird, Au­to­ma­tenspiele domi­nie­ren und mehr oder we­niger leicht­­­be­klei­dete Damen Getränke ser­vieren. Neuer­dings gibt es auch Live­mu­sik, Comedy, Tanz­vor­füh­run­gen und sogar Ladies Days und Ü-30-Aben­de.
Von den derzeit 54 Spielbanken in der BRD liegen 16 in Kurorten mit dem Titel „Bad“ vor dem Na­men, eine in „Baden-Baden“, drei auf Nord­­seeinseln, drei an der Ost­see­kü­ste, drei an Binnenseen, 21 in Groß­städ­ten (al­leine drei im Großraum Ber­lin) und der Rest in kleineren Orten oder Städten, ent­we­der in reiz­vol­le Landschaft gebettet oder im Ein­­zugsgebiet von Großstädten gelegen. Nicht eingerechnet sind die „vol­l­au­to­ma­ti­schen“ Spielcasinos oder, besser ge­sagt, „Au­to­matensäle“. In solchen Ein­rich­tun­gen gibt es keine Spieltische mit Croupiers, sondern nur Spiel­au­to­ma­ten, u.a. auch für Roulette. Oft han­­­delt es sich um kleine Filialen einer größe­ren, nahe­ge­le­ge­nen Spielbank. Die­se „Au­tomatensäle“, die sich äußerlich kaum noch von den sog. Spielotheken (Spiellokale mit Automaten, die vorwiegend von jungen Erwach­se­nen und Spielsüchtigen aufgesucht werden) unterschei­den, kön­­nen aber wohl kaum ein hoch­wer­ti­ges Kur­­publikum begei­stern.
In Österreich befinden sich von den ins­­ge­samt zwölf Spielcasinos (Baden bei Wien, Bad Gastein, Bre­genz, Graz, Innsbruck, Kitz­bühel, Kleinwalsertal, Linz, Salzburg, See­feld, Velden, Wien) nur fünf in klas­­si­­schen Ferienorten. Leider lässt in vielen Ge­mein­den, vor allem in einigen Winter­sport­orten, das Ni­veau der Gäste zu wünschen übrig, was sich dann auch bei den Ca­si­no­be­su­­chern widerspiegelt. In Öster­reich wird ge­ne­rell kein Eintrittsgeld für den Zugang zum Spielsaal verlangt.
Seit Herbst 2017 hat auch das Fürstentum Liechtenstein sein eigenes Casino. In Schaanwald, direkt an der Vorarlbergerstrasse, findet man das neue Casino Schaanwald, u.a. mit Roulette, Poker, Black Jack und diversen Automaten. Ein Restaurant gibt es auch.
Einen Sonderfall stellt die Schweiz dar. Vor dem Jahr 2002 gab es hier keine richtigen Casinos und kom­­mer­zielles Glücksspiel war weit­gehend il­legal. Wer spielen wollte, fuhr ins be­nach­bar­te Ausland. Ledig­lich in eini­gen Hotels und Kursälen in den Orten Arosa, Bad Ra­gaz, Baden, Bern, Brunnen, Crans, Da­vos, Engelberg, Genf, In­ter­laken, Locar­no, Luga­no, Luzern, Montreux, Rheinfelden, St. Mo­ritz, Thun und Zürich wurde das dem Rou­let­te ähnliche Boule mit dem Höchst­ein­satz CHF 5,- angeboten. Spiel­automaten gab es nur wenige, in einigen Kantonen waren sie sogar ganz verboten. Dafür fand man in fast je­dem Kursaal-Casino Billard­tische. Und selbst heute noch sind z.B. Kar­tenglücksspiele um Geld nur in Ca­si­nos ge­stat­tet.
Bei den heutigen Ca­sinos un­ter­schei­det man generell zwi­schen A-Casinos und B-Ca­si­nos. Erstere, auch Grand Casinos ge­­nannt, bieten ein um­fas­sen­des Tisch­spiel­an­ge­bot und das Spiel an Glücks­spiel­au­to­ma­ten mit teil­weise recht ho­hen Gewinn­mög­­lich­kei­ten an. B-Casinos be­fin­den sich meist in Kur­sä­len und dürfen höch­stens drei Arten von Tisch­­spielen sowie das Spiel an höch­stens 150 Glück­spiel­­auto­ma­ten mit ge­rin­­ge­rem Verlust- und Gewinn­po­tential offe­rie­ren. Die sieben A-Ca­si­nos lie­gen in den Bal­lungs­räu­men (Ba­sel, Baden, Bern, St. Gallen, Luzern, Mon­treux, Lu­ga­no), die zwölf B-Casinos in klei­ne­ren Städ­ten (Schaffhausen, Courrendlin JU, Pfäffi­kon SZ, Bad Ragaz, Davos, St. Moritz, Inter­la­ken, Granges-Paccot FR, Mey­rin GE, Crans-Mon­ta­na, Locarno, Men­dri­sio), von de­­nen je­doch nur vier oder fünf zu den ty­pi­­­schen Fe­­rien­orten gerechnet wer­den kön­nen. Ein weiteres Casino ist in der Stadt Zürich geplant. Der Voll­stän­dig­keit hal­­ber sei noch das Ca­­si­no in Cam­pione d’Ita­lia er­wähnt, wel­­ches zum Ein­­­zugs­ge­biet von Lu­ga­no ge­hört, aber auf italienischem Boden in einer En­kla­ve steht.
Die meisten Casinos in den deutschschwei­zerischen Fe­rien­or­­ten haben seit ihrer Grün­dung mit nie­dri­gen Besucher­zahlen zu kämp­fen, während das Casino im fran­zö­sisch­spra­chigen Ferienort Crans-Montana prosperiert. In den letz­ten Jahren muss­ten die Casi­nos in Aro­sa und Zermatt wieder schließen, wäh­rend En­gel­berg von seiner neu erteilten Ca­si­no­lizenz gar nicht erst Ge­brauch ge­macht hat. Wahre Profit­ma­schi­nen sind je­doch die drei Ca­si­nos im Tessin; vor allem we­gen der zahl­rei­chen Be­sucher aus Italien. Das Pu­bli­kum ist in der Schweiz fast im­mer ni­veau­voller, als an­ders­wo – wenn man von ein paar neu­­rei­chen Russen absieht.
In Bel­gien, den Niederlanden und in Spanien sind die meisten Casi­nos – sofern sie nicht in Bal­lungs­­räu­men liegen - in Ba­de­orten an der Küste zu finden. Auch in Frankreich befin­den sich die Spiel­ca­sinos häu­­fig in den Bade­or­ten an der Küste oder den Kur­or­ten im Bin­nenland, die man an den dem Ortsnamen nach­­ge­stell­ten Wör­tern „..-sur-mer“ oder „..-les-bains“ er­kennt, wobei letzteres auf ein See- oder Ther­mal­bad hindeutet. Im spiel­­be­ses­senen Groß­bri­tannien da­ge­gen wird man an beinahe je­der Straßen­ecke ir­gend­­eine Art von Glücks­spielstätte an­tref­fen (selbst die Kanalfähren haben oft Roulettetische an Bord), wäh­­rend es in Italien über­­­haupt nur vier Spiel­­­banken gibt: In Aos­ta, San Re­mo, Ve­ne­dig (seit 1638!) und die be­reits er­wähnte in Cam­pione. Al­ler­dings ist der italienische Glücks­spiel­markt seit kur­zem liberali­siert, sodass wohl bald wei­­te­re Spiel­stätten hinzukommen werden. Aos­ta (34.000 Einw.) und San Remo (56.000 Ein­w.) kön­nten von der Größe her ge­rade noch als Fe­­rien­orte etc. gelten. Ve­­ne­­dig mag zwar ro­man­tisch sein, ist aber de fac­to eine Groß­stadt mit 270.000 Ein­­woh­­nern und Cam­pio­ne liegt mitten in der Schweiz. Und in den USA gibt es die mei­sten Spiel­ca­si­nos nicht etwa in Las Ve­gas, son­dern in den In­dia­ner­re­ser­va­ten (etwa 377 Spiel­stät­ten).
Die meisten Spielbanken in Euro­pa offerie­ren fran­zö­si­sches und/oder ameri­ka­­nisches Roulette, sowie die Kar­tenspiele Poker, vor­wie­gend in den Varianten „Tropical Stud“ oder „Te­xas Hold’em“, und Black Jack. Ge­­druck­te Spiel­an­lei­tun­­gen sind in den Spiel­­sä­len er­hält­lich. Das dem Black Jack ähn­liche Kar­ten­spiel Bac­ca­ra fin­det man - wohl auf­grund seiner kom­pli­zier­ten Regeln – nur noch sel­­ten und das dem Rou­­lette ähn­li­che Boule wird praktisch nur noch in Frankreich an­ge­bo­ten. Da­für gibt es neuer­dings - hin und wie­­der zu­min­dest – das aus den USA stam­men­de Würfel­spiel Craps. Das chi­ne­si­sche Würfel­spiel Dai Siu, außer­halb Chinas als Sic Bo be­kannt, findet sich in Europa vor­wie­gend in den Niederlanden, außer­­halb Eu­ro­­pas vor allem in Macau und den USA. In der BRD, der Schweiz, Spanien, den Nie­der­lan­den und einigen anderen Ländern wird beim Be­treten des Tisch­spiel­saales oft ein Ein­­tritts­­geld erhoben (etwa € 3-5 bzw. CHF 10); in Öster­reich ist das nicht üblich. In allen Län­dern besteht jedoch Aus­weis­pflicht.
Wenn sie trotz allem der Versuchung zu Spielen er­lie­gen, dann machen sie sich klar, dass es nicht da­rum geht zu ge­winnen. Dazu haben sie gar keine Chance, auch wenn ein oder zwei Mal ihre Zahl kommt. Oft ver­leitet dies dann nur dazu den Einsatz zu erhöhen. Selbst wenn der un­­wahr­schein­liche Fall ein­trä­te, dass sie Ge­fahr lie­fen die Bank zu spren­­gen, wür­den sie noch rechtzeitig von zwei kräfti­gen Ca­si­no­­mit­­ar­bei­tern hinaus­kom­­pli­men­tiert. Das gilt vor allem dann, wenn sie mit System spielen und dieses Sy­stem auch noch funktionieren soll­te. Es gibt genügend Fälle, wo versierte Ma­the­­ma­ti­ker Spielsysteme ent­wickelt ha­ben, aber schon nach kurzen Er­fol­gen hin­aus­­ge­wor­fen und mit einem Haus­ver­bot ver­se­hen wurden. Egal, wie viel Glück sie ha­ben, die meist staat­­lich konzes­sio­nier­ten Ca­si­no­­be­­treiber sor­­gen da­für, dass sie kei­ne Chance be­kom­men. Schließlich sind die­se keine Spie­­ler­na­tu­ren, sondern wol­len mit dem Ca­si­no Geld verdienen. Für den Mann von Welt heißt es folg­lich: Ge­hen sie nicht in den Spiel­saal, wenn sie nicht ver­lieren kön­nen.
Das Spielen an Automaten, vor dreißig oder vier­zig Jahren noch eine Domäne von Knei­­pen und Spiel­hallen, hat in den letzten Jahr­zehn­ten auch die Spielcasinos erobert. Neu­er­dings gibt es sogar voll­auto­ma­ti­sches Rou­lette ohne Croupiers und für bis zu fünfzehn Spieler. Die meisten Automaten schütten höch­stens zehn Pro­zent der Einnahmen als Ge­winne aus (oft wird in den Publikationen der Spielbanken et­was anderes behauptet, aber wer kann sa­gen, ob das stimmt), so­dass ihre Ge­winn­chan­cen auch hier ge­gen null tendieren.
Kartenspiele können durchaus unterhaltsam sein, aber Spiele um Geld sollten sie mei­­­den. Bestenfalls stellen sie eine teure Art der Un­ter­haltung dar. Das beginnt schon bei Skat- oder Doppelkopfturnieren, zumindest wenn um Geld gespielt wird, gilt aber vor allem für Poker in all seinen Varianten. Die­ses ehe­ma­li­ge Gangsterspiel ist heute bei­na­he schon sa­lonfähig geworden. Überall in Europa schießen seit einiger Zeit Po­kerclubs wie Pil­ze aus dem Boden und ver­anstalten Turniere, bei denen – je nach Ge­setzes­­lage des be­tref­fen­den Landes – um Geld gespielt wird oder nicht. Dabei ist Poker ein reines Glück­spiel, bei welchem es kei­ne Strategie gibt, um zu gewinnen, auch wenn immer wieder etwas anders be­haup­tet wird. Da­rü­ber hin­aus ist ge­ra­de Poker ideal für Falsch­spieler, vor allem wenn sie als Neuer in eine be­ste­hen­de Runde ein­stei­gen. Seien sie auf der Hut, wenn sie zu­nächst gewinnen. Das ist zwar ein alter Trick, aber er funk­tio­niert im­mer wieder. Die Methoden der Falsch­spieler reichen von ge­zink­ten Kar­ten, über Asse im Ärmel bis zum un­auf­fäl­li­gen Horten ein­zel­ner Karten, um diese im ent­­­schei­denden Mo­ment zu einem Royal Flush zusammen­zu­fü­gen. Poker spie­len soll­ten sie nur dann, wenn sie ge­nü­gend gut schum­­meln kön­nen, um ihre eben­falls schum­melnden Gegner aus­zu­trick­sen.
Einen Sonderfall unter den Kartenspielen stellt das Spiel Bridge dar. Bridge ist weni­ger ein Kartenspiel als vielmehr ein in­ter­na­tio­naler Turnier­sport und erfreut sich in ge­ho­benen Kreisen ei­ner ungebrochenen Be­liebt­heit. Gespielt wird mit französischen Karten (52 Blatt ohne Joker) zu zweit gegen ein anderes Paar. Ziel des Spiels ist es mög­lichst viele Stiche zu ma­chen, wobei bei der sog. Reizung prak­tisch schon festgelegt wird, wie viele Stiche ein Paar machen will. Die Reizung – etwas anders als beim Skat - ist die eigentliche Schwie­rig­keit im Spiel, zu­mal es viele unter­schied­liche Systeme gibt (in Deutschland do­mi­niert das System Fo­rum D). Das Ab­spie­len der Karten ist dann eigentlich nur noch Formsache. Den­noch gibt es eine un­über­sicht­liche An­zahl von Spiel­­strategien. Eine Be­sonderheit bei Bridge­­­­turnieren ist, das die­sel­be Partie mehr­mals von verschiedenen Ti­schen ge­spielt wird. Dazu werden sog. Boards ver­wen­det. Dabei handelt es sich um Kunst­stoff-Boxen oder -Hefte mit 4 Fächern für die Karten der 4 Spieler. Die Spieler neh­men ihre Karten aus dem Board, spielen die Par­tie, wobei die Karten nicht vermischt wer­­den, und stecken die Karten nach der Partie zurück. In der nächsten Runde wird das Board an einem anderen Tisch von an­de­ren Spielern gespielt. Da Bridge heute vor­­nehm­­lich in den höheren Gesell­schafts­schich­ten gespielt wird, kann die Be­herr­schung des Spiels und die Mit­glied­schaft in einem Bridgeclub durchaus als Türöffner dienen.
Sollten Sie in der Schweiz leben oder be­ab­sich­tigen dorthin zu ziehen, dann sollten Sie sich unbedingt mit dem Kartenspiel Jass ver­traut machen. Das Spiel stammt ursprünglich aus den Niederlanden und wird von drei bis fünf oder sieben Personen mit deut­schen oder französischen Karten zu 36 Blatt ge­spielt. Jassen ist in der Schweiz so was wie ein Nationalsport, dem etwa die Hälfte der schweizerischen Be­völ­ke­rung regel­mäßig frönt. Außerdem ist das Spiel auch in Süd­deutsch­land, Vorarlberg, Liechten­stein, dem Elsaß und Südtirol recht beliebt. Es gibt etwa 50 verschiedene Spielvarianten, eine der be­kann­testen dürf­te wohl der sog. Schie­ber sein, bei dem jeweils zwei Partner gegen zwei andere Partner spielen. Nach der Va­ri­an­te Differenzler, für die es sogar einen ei­ge­nen Jass-Verband gibt, wird in der sam­stag­abend­lichen Fern­sehsendung Samschtig-Jass gespielt. Die allgemeinen Jass-Regeln finden sich in dem Standardwerk für Jasser „Puur-Näll-As“. Jassen zu lernen ist ein guter Weg in der schweize­ri­schen Gesellschaft ak­zep­tiert zu werden, allerdings sollten sie auch hier nicht um Geld spielen.
Bei Sport- und Ereigniswetten sind die Ge­winn­chancen abhängig von den Wettquoten. Vor allem eng­li­sche Buchmacher bieten via In­ter­net Wetten auf alle möglichen Ereig­nis­se an, egal ob Pro­minen­ten­hoch­zei­ten, Fuß­ball­­er­geb­nis­se oder Staatspleiten. Hierbei hängt die Gewinnhöhe nicht nur vom Eintritt des Er­eig­nisses ab, sondern auch davon, wie vie­le Leute dagegen gewettet haben. Wenn es beim Glücksspiel über­haupt eine Ge­winn­chan­­ce gibt, dann ist sie hier zu suchen, al­ler­­dings sind Sport- und Ereigniswetten eine Wissenschaft für sich. Es gibt im Buch­han­del diverse Ratgeber, wie man damit an­geb­lich Geld ver­die­nen kann, aber nehmen sie das nicht zu ernst. Rechtlich gesehen sind In­ter­net­wetten in der BRD übri­gens eine Grau­zone, denn wegen des staatlichen Glück­­­­­sspiel­mo­no­pols ist es eigentlich il­le­gal dort un­lizen­zierte Wetten anzubieten.
Auch bei Lotterien gibt es eine große Aus­wahl, von der Wohltätigkeitstombola auf dem Kirch­­fest bis zum staatlichen Lotto. Bei Tom­­bolas sind die Gewinne meist be­schei­den, beim staatlichen Lotto liegt die Chance den Hauptgewinn zu treffen bei etwa eins zu dreizehn Millionen. Auch hier gilt, kaufen sie kein Lotterielos, wenn sie nicht verlieren können.

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