Sonntag, 3. Dezember 2017

Das mobile Büro

Der Mann von Welt sollte zwar möglichst keiner geldwerten Beschäftigung nachgehen, dennoch braucht er eine Kommandozentrale, von der aus er seine Aktivitäten steuert. Noch vor wenigen Jahren hätte es dazu eines Büros und einer Sekretärin bedurft, zumindest aber des Service eines professionellen Sekretariats- und Telefonantwortdienstes. Der technische Fortschritt ermöglicht es heute jedoch praktisch überall eine Kommandozentrale einzurichten. Dazu werden vor allem zwei Geräte benötigt: Ein Smartphone und ein Notebook.
Der Mann von Welt besitzt selbstverständlich ein WLAN-fähiges Smartphone, welches er vorwiegend benutzt, um an­­dere an­zu­ru­fen, vorzugsweise seine Be­dien­steten, und natürlich um seine eMail zu lesen. Er leistet sich jedoch den Luxus das Mobilgerät des öfteren auszuschalten und ein­­­­fach nicht erreichbar zu sein. Das gilt erst recht für Veranstaltungen, Feiern und andere Anlässe. Sollte er jedoch erreichbar sein wollen, dann em­pfehlen sich als Klin­gel­­ton dezente klassi­sche Mu­sik­stücke, die Fa­milienhymne oder die Op­tion „lautlos“. Von lauten oder gar obs­­zö­nen Klingeltönen lässt der Mann von Welt die Finger. Handynetze nach GSM-Standard sind rund um den Globus vorhanden.
Weiterhin besitzt der Mann von Welt ein WLAN-fähiges Notebook oder Netbook für unterwegs und eventuell noch einen Tablet-Rechner, neben dem PC zu Hause. Auch hier gilt die Grundregel: Der Mann von Welt nutzt Kom­mu­ni­ka­tions­mit­tel um andere zu erreichen; er selbst ist nur sehr selten er­reich­bar.
Mit einem Smartphone und einem Notebook ist es heute möglich die Dienste eines Sekretariats zu ersetzen. Das Smartphone dient sowohl der telefonischen Kommunikation, als auch der via eMail oder anderer Netzdienste (z.B. Twitter). Im Prinzip könnte man die gesamte Kommunikation auch mit einem Smarthphone abwickeln, jedoch ist es einfacher mit dem größeren Bildschirm eines Notebooks zu arbeiten, als mit dem doch recht kleinen Display eines Smartphones. Nachrichten und eMails lassen sich überdies auf einer Notebook-Tastatur einfacher tippen als auf der Mini-Tastatur eines Mobiltelefons. Auch gibt es Anwendersoftware die entweder auf Smartphones gar nicht oder nur unzureichend funk­tioniert. Folglich empfiehlt es sich neben einem Smartphone auch ein Notebook, Netbook oder ähnliches zu verwenden. Ein gutes Notebook steht in seiner Leistungsfähigkeit anderen, größeren Rechnern in nichts nach, sodass es in der Tat möglich ist ortsunabhängig damit zu arbeiten, sofern Strom und ein Internetanschluss bereit stehen.
Zu den terrestrischen Handynetzen braucht man wohl nicht viel zu sagen, da sie jedem vertraut sein dürften. Für die terrestrische Datenkommunikation empfiehlt sich die Nutzung von WLAN. Mit einem WLAN-fähigen Notebook kann man nicht nur Zuhause sondern auch unterwegs über öffentliche WLAN-Hotspots ins Internet gelangen. In den besiedelten Räumen Mitteleuropas gibt es fast überall Inter­net­zu­gän­ge mittels Wireless Local-Area-Network, abgekürzt WLAN, oft auch als WiFi bezeichnet. Diese öffentlichen, drahtlosen Zugänge findet man in Hotels, Restaurants, Cafés (z.B. in Belgien in einigen Pa­nos Bars, in der Schweiz in Migros und Coop Restaurants), diversen Schnell­restaurants (McDonalds, Star­bucks) und an öffentlichen Plätzen, wie z.B. Bahnhöfen, Flughäfen, Messe- und Kon­fe­renz­zentren, Einkaufszentren, Tankstellen (in den BeNeLux-Staaten u.a. an vielen Texaco-Auto­bahn­tank­stel­len) und na­­tür­lich in Flughafen- und Bahnhofslounges. Viele Eisen­bahn- und Fern­bus­ge­sell­schaf­ten statten ihren Wa­­gen­park mit WLAN aus, sofern das noch nicht geschehen ist.
Leider sind manche Hotspots nur wenig praxistauglich, z.B. wenn sie keine Sitzgelegenheiten bieten, man das Notebook nirgendwo aufbauen kann oder es sich womöglich um einen Outdoor-Hotspot handelt bei dem das Son­nen­licht auch noch das Ab­lesen des Displays unmöglich macht. In solchen Fällen kann man sich nur in eine na­he­ge­legene Gast­stät­te o.ä. zurückziehen und seinen eigenen WLAN-Hotspot via Han­dynetze aufbauen. Mit einem ent­spre­chenden Smart­phone mit Tethe­ring-Funktion oder einem Mifi-Adapter kann ein mobiler WLAN-Hotspot hergestellt und das Mobilfunknetz für den Internetzugang ge­nutzt werden, z.B. falls es am Ort kein öf­fent­liches WLAN gibt. Neuere Notebooks haben auch ein eigenes 3G-Modul, in welches man nur noch eine SIM-Karte für Handynetze einzusetzen braucht.
Fähr- und Kreuzfahrtschiffe stellen für die Fahrgäste gewöhnlich ein eigenes Mobilfunknetz nach GSM-Standard bereit, welches via Satellit an das öffentliche Telefonnetz und das Internet angebunden ist. Man kann auf diesen Schiffen sein eigenes Handy wie an Land nutzen. Oft gibt es auch WLAN-Zugänge an Bord. Gelegentlich offerieren sogar Fahrgast-Binnenschiffe WLAN, wobei im Binnenland der Handy­empfang gewöhnlich über die terrestrischen GSM-Netze erfolgt. Lediglich in Flugzeugen muss man der­zeit noch aus Sicherheitsgründen auf die Benutzung von elektronischen Geräten oft komplett verzichten.
In Mitteleuropa gibt es nur wenige weiße Flecken wo kein terrestrischer Handy-Empfang möglich ist. Dort wo der terrestrische Handyempfang jedoch nicht funktioniert, kann man die satelliten­gestützten Netze von Inmarsat, Iridium, Globalstar oder Thuraya nutzen, allerdings nur, wenn freie Sicht zum Satel­li­ten besteht. In geschlossenen Räumen gibt es keinen Netzempfang, jedoch gibt es Zusatzgeräte, die draußen das Signal empfangen und in einen Raum weiterleiten können. Ansonsten lässt leider die Sprach­qualität und die Übertragungsgeschwindigkeit bei Datenverbindungen regelmäßig zu wünschen übrig. Für Extremsituationen (Expeditionen, auf See etc.) und Notfälle ist ein Satellitenhandy jedoch geradezu unverzichtbar.
Das Satellitennetz mit der größten Abdeckung ist das von Iridium (www.iridium.com). Die Kom­mu­ni­ka­tion mit den 66 Iridium-Satelliten ist von jedem Standort auf der Erdoberfläche jederzeit möglich, wenn klare Sicht zum Himmel in alle Richtungen ab einem Höhenwinkel von 8,2° (in Mittel­europa etwa 10°) besteht. Als Faustregel gilt die geballte Faust bei waage­recht ausgestrecktem Arm. Die Höhe der geballten Faust entspricht ungefähr dem Höhenwinkel von 8,2°. Kein Objekt, z.B. Bäume, Sträucher oder Häuser, darf also höher als die geballte Faust zum Himmel ragen. Technisch gesehen wird etwa alle 9 Minuten der Satellit gewechselt, welche die Erde in etwa 780 km Höhe umlaufen, wobei der Nutzer vom Wechsel nichts bemerkt. Objekte in der Umgebung können bewirken, dass der Wechsel nicht funk­tio­niert und die Verbindung unterbricht, weil der alte Satellit außer Reichweite gerät und der neue Satellit noch nicht nah genug herangekommen ist. Eine Verbindung wird so lange von einem Satelliten zum näch­sten weitergereicht, bis ein Kontakt mit dem terrestrischen Telefonnetz möglich ist. Bei der Firma Glo­betrotter gibt es ein Iridium-Telefon (mit SMS, eMail und USB-Datenkabel) zum Preis von gegen­wär­tig etwa € 1300,-; die Gesprächsminute kostet ca. € 2,-. Außerdem bietet Iridium seit neuestem ein Ge­rät, mit dem man einen satellitengestützten WLAN-Hotspot erstellen kann. In einem Radius von et­wa 30 Metern kann man mit seinem eigenen Smartphone oder Notebook eine Internet­ver­bin­dung mittels WLAN herstellen, die man auch zum telefonieren (VOIP) nutzen kann.
Globalstar (eu.globalstar.com) arbeitet mit lediglich 48 Satelliten. Diese haben keinen Kontakt unter­ein­ander, d.h. es muss immer eine Bodenstation in Reichweite sein, um den Satelliten nutzen zu können. Globalstar offeriert Preispläne die bei einer Monatsgebühr von etwa € 12 und bei einem Minutenpreis von € 0,60-1,20 liegen, abhängig vom jeweiligen Angebot des Service Providers. Abgedeckt werden beide Amerikas, Europa und der Mittelmeerraum, der Norden Asiens und Australien. Bei der Firma M-Cramer (www.m-cramer.de) wird ein passendes Handy (mit SMS und eMailempfang) für € 459,- an­ge­boten; bei Tipronet (www.tipronet.net) gibt es ein Modell sogar schon für € 229,-.
Thuraya (www.thuraya.com) arbeitet mit Satelliten in einer geosynchronen (oder beinahe geostationären) Umlaufbahn. Der Empfang ist möglich in Europa, Teilen Afrikas, im Nahen Osten und den meisten Teilen Asiens und Australiens. Bei Globetrotter wird ein Thuraya-Handy (inkl. Datenkabel zum Note­book­anschluss) zum Preis von etwa € 850,- angeboten. Die Minutenpreise liegen etwa bei € 2,-.
Inmarsat ist eigentlich nicht für die Nutzung durch Mobilgeräte ausgelegt, jedoch gibt es seit kurzem ein Handy zum Preis von € 719,-, welches auch über SMS, eMail und einen GPS-Empfänger verfügt. Der Minutenpreis liegt bei etwa € 1,20.
Es gibt im Netz auch zahlreiche Mietangebote, z.B. unter www.erziasat.com. Weitere Angebote – Kauf oder Miete - gibt es u.a. unter www.expeditionstechnik.de. Bei den einschlägigen Händlern erhält man auch Zubehör, z.B. Datenmodems, WLAN-Adapter oder Außenantennen.
Da also praktisch überall auf der Welt entweder terrestrische Handynetze oder satellitengestützte Syste­me zur Verfügung stehen, stellt die Stromversorgung der Geräte den eigentlichen Knackpunkt dar. Der­zeit gibt es leider noch keine brauchbaren Solarpanele, welche die netzunabhängige Stromversorgung eines Notebooks unterwegs gewährleisten können. Fest installierte Solaranlagen, wie z.B. in Berghütten, liefern gerade genügend Strom, um eine Art Notbetrieb aufrechterhalten zu können. Zwar kann man ein Note­book auch an der Bordsteckdose eines Autos oder Bootes betreiben, aber hier besteht die Gefahr die Bordbatterie zu entladen und das Gefährt nicht mehr starten zu können. Eventuell kann man dem Ent­la­den der Bordbatterie durch Notebook und Handy jedoch mittels Einsatz eines Solarladegerätes vor­beu­gen. USB-Geräte können möglicherweise mit dem PowerPot geladen werden, einem Trekking-Kochtopf der neben heißem Wasser auch USB-Strom produziert. Ein Konkurrenzprodukt ist der CampStove von der Firma Biolite, der aber nur mit Festbrennstoffen arbeitet. Dafür gibt es optional einen Grillaufsatz und auch eine Produktversion für den stationären Einsatz, z.B. für eine Berghütte geeignet.
Die effizienteste Möglichkeit unabhängig Strom zu erzeugen ist jedoch jene - nach derzeitigem Stand der Technik - mittels benzinbetriebener Generatoren, wobei man natürlich die Geräusch- und Abgasemission berücksichtigen muss. Mit einem solchen Generator kann man den Notebookakku laden und über die USB-Schnittstellen des Notebooks gleichzeitig das Handy oder andere Kleingeräte. Aber auch dieser Weg ist nur ein Provisorium. Generell ist der Mann von Welt derzeit noch gezwungen seine Kom­man­do­zen­trale an einem Ort einzurichten, wo elektrischer Netzstrom verfügbar ist.
Ein Handy oder ein Notebook im öffentlichen Raum mit Strom aufzuladen, ist jedoch ein anderes Pro­blem. Steckdosen sind dort rar, und wenn es welche gibt, dann sind sie meist für das Reinigungs­personal reserviert. In den Business Zonen mancher Eisenbahnzüge, in einigen Fernbussen und auf bestimmten Fähr­schiffen gibt es durchaus Steckdosen für Notebooks etc. Ob und wo es Strom in den Zügen der Deut­schen Bahn AG gibt, variiert je nach Fahrzeugtyp und Baujahr der eingesetzten Fahr­zeuge und Wag­gons.
In der zweiten Klasse im ICE befindet sich in der Regel eine Steckdose in der Mitte jedes Doppelsitzes. Eine Ausnahme ist der ICE 1, der zwischen den beiden Sitzen vier Steckdosen hat. In der ersten Klasse im ICE gibt es zwischen zwei Sitzen immer eine Steckdose. Jeder Einzelsitz hat eine eigene. Der ICE 2 hat zwei Anschlüsse pro Doppelsitz, die ICE 1 und 3 haben dort vier Buchsen.
Von den Intercity-Zügen hat die überwiegende Mehrzahl keine Steckdosen für Fahrgäste. Auch in der er­sten Klasse gibt es oft keine Buchsen. 770 Wagen, rund die Hälfte aller Intercity-Wagen, werden aber der­zeit modernisiert. Je eine Steckdose befindet sich dann an jedem Einzel- und Doppelsitz im Großraum so­wie an jedem Dreiersitz im Abteil. Mehr als die Hälfte der Wagen sind laut Deutscher Bahn bereits um­gerüstet, alle 770 Wagen seien bis Ende 2014 umgebaut.
Im Regionalverkehr entscheidet jeder Betreiber oder Rollmaterialinhaber individuell, ob und wo die Wag­gons und Fahrzeuge Steckdosen bekommen. Deshalb ist die Ausstattung mit Steckdosen im Nah­ver­kehr teilweise sogar bei demselben Fahrzeugtyp verschieden. Wenn Steckdosen vorhanden sind, dann üb­li­cherweise eine pro Sitzreihe oder pro Sitzgruppe mit Tisch, gelegentlich auch an den großen Ge­päck­re­galen, die zum Beispiel in der Nähe der Türen zum Waggon oder in der Mitte der Waggons stehen.
In den Bahnlounges besteht ebenfalls eine Auflademöglichkeit für Vielfahrer und Erste-Klasse-Pas­sa­gie­re (notfalls kann man eine Fahrkarte nur bis zum nächsten Bahnhof erwerben, um hinein zu kommen). In den Flughafen­lounges - welche sich im Regelfall im Sicherheitsbereich des Flughafens befinden wo nur Zutritt hat wer eine gültige Bordkarte besitzt - gehört das Aufladen von Notebooks und Handys mitt­ler­wei­le zum Stan­dard­angebot. In Groß­städ­ten gibt es gelegentlich unabhängige Business Centers, bei de­nen man stun­den­weise Notebook-Arbeits­tische mit WLAN und Steckdose mieten kann. Ansonsten bleibt dem Reisenden noch die Auto­steck­dose im (Miet-)Wagen. Die mit Abstand beste Möglichkeit ein Note­book und andere Geräte unter­wegs zu laden bietet jedoch die Steckdose im Hotelzimmer.
Neuerdings finden sich auf Flughäfen, Bahnhöfen, in Hotels oder Telefonläden immer häufiger öffent­li­che Ladestationen für Handys und USB-Geräte. Optisch wirken sie oft wie eine säulenartige Post­fach­sta­tion. Man legt sein Handy etc. in eine abschließbare Ladeschale, schließt es darin an die Strom­­ver­sor­gung an und kommt nach einer bestimmten Zeit wieder, um sein aufgeladenes Gerät ab­zu­ho­len. Be­zahlt wird mittels Münzeinwurf; manchmal ist das Laden aber auch gratis. Derartige Ladesäulen gibt es mitt­ler­weile in 17 Ländern, vorwiegend in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. In der BRD gibt es die meisten Ladestellen aktuell in diversen Berliner Hotels, Cafés und Restaurants und bundesweit in den A&O Hostels (plus die Hostels in Wien, Graz und Prag); in der Schweiz u.a. auf dem Flughafen Zürich und in Österreich z.B. auf dem Flughafen Graz.
Seit kurzem wird das Laden von Handys immer öfter auch in Telefonläden angeboten; in Großbritannien, zum Beispiel, in praktisch allen Vodafone-Läden. Telefonläden gibt es bekanntlich auch an Flughäfen und Bahnhöfen, vor allem aber in Innenstadtlagen und Einkaufszentren.
Man sollte jedoch noch wissen, dass es Gerüchte gibt, die besagen, dass die Geheimdienste die Ge­le­gen­heit nutzen und beim Laden der Akkus in öffentlichen Ladestationen auch gleich die Da­ten aus den Ge­rä­ten absaugen. Ein Tipp: Nicht das Gerät selbst an einer öffentlichen Ladestelle auf­la­den, sondern einen ex­ternen Akku und das Handy (oder Notebook) dann damit aufladen.
In absoluten Notfällen kann man auch gewöhnliche Batterien zum Aufladen eines Handys nutzen. Dazu benötigt man einen Anschlussadapter, in welchem man eine oder zwei handelsübliche Mignon-Batterien (AA) einlegt. Diese Methode ist natürlich recht teuer und eignet sich deshalb wirklich nur für Notfälle. Statt Batterien kann man in solche Adapter allerdings auch handelsübliche Mignon-Akkus einlegen. Diese sollten dann aber eine möglichst hohe Ampèrezahl haben. Überhaupt empfiehlt es sich einen externen Akku mitzuführen mit welchem man das Handy unterwegs aufladen kann.
Um im Ausland sein Handy, Notebook und andere elektrische Geräte betreiben zu können, benötigt man in einigen Ländern einen Steckeradapter. Ladegeräte für Handys, Notebooks, Rasierapparate und andere elektrische Kleingeräte sind häufig mit einem sog. Flachstecker ausgestattet, der in die meisten euro­päi­­schen Steckdosen passt. In Europa liegt die Netzspannung im Allgemeinen bei 220-240 Volt, allerdings sind die meisten Netzteile für Kleingeräte so beschaffen, dass sie ohnehin mit praktisch jeder Strom­spannung umgehen können. Man braucht dann nur noch einen Steckeradapter, sofern die Steck­do­sen nicht kompatibel sind (z.B. Nordamerika, Thailand, Japan, Australien), oder halt einen Reise-Span­nungs­wandler, der oft auch gleich die passende Steckdose mitliefert.
Um nicht immer ein komplettes Notebook dabei haben zu müssen, kann man für den einfachen Gebrauch auch einen USB-Stick so herrichten, dass man diesen nur an irgendeinen Rechner anschließen braucht, um Zugriff auf seine Daten zu haben. Auf der Webseite www.portableapps.com gibt es diverse Pro­gram­me, die man auf einem USB-Stick installieren und ohne Administratorzugriffsrechte auf frem­den Com­pu­tern starten kann, z.B. Emailprogramme, Webbrowser, Adressverwaltungen oder Termin­kalen­der. Selbst Office-Anwendungen gibt es. Alles was man dann noch braucht, ist irgendein Rechner, z.B. in einem Internet-Café, um auf seine Daten Zugriff zu haben. Für den Fall, dass man den USB-Stick ver­liert, sollte man selbigen natürlich verschlüsseln.
Wer unterwegs Bürodienstleistungen benötigt, der kann in zahlreichen Großstädten auf die Dienste von Business Centers oder Business Lounges setzen. Das Serviceangebot eines guten Business Centers sollte die folgenden vier Bereiche umfassen:
  1. Notebook-Arbeitstische mit WLAN und Steckdose stundenweise zur Miete,
  2. Internetterminals, fotokopieren, faxen, scannen, drucken, Handyakkus aufladen,
  3. Konferenz- und Besprechungsräume mit Präsentationstechnik, ev. auch mit Catering,
  4. Sekretariatsdienste, Übersetzungs- und Dolmetschdienste, Reisebuchungen, Hotel- und Restau­rant­­­reservierungen, Eintrittskarten besorgen, Kurierdienstversand organisieren.
Business Centers oder Business Lounges gibt es in den Innenstädten der Großstädte, in renommierten Hotels, an Flughäfen, Bahnhöfen, in Konferenz- und Messezentren und gelegentlich sogar in Einkaufs­zentren.
Oft werden Internetterminals und einfache Bürodienstleistungen auch in Telefon- und Telefonierläden, Elektronikmärkten und Spielhallen offeriert. In Universitätsstädten finden sich Anbieter regelmäßig in fußläufiger Entfernung zur Hochschule. Mitunter kann man dort Fotokopien anfertigen, Faxe verschicken und Dokumente einscannen oder drucken; manchmal auch Handyakkus aufladen.
International bietet die Firma Regus (www.regus.de) in 21 Städten im deutschsprachigen Raum und vie­len weiteren welt­weit Büroräume auch stundenweise zur Miete an. Auf Wunsch gibt es Zu­satz­leistungen, wie z.B. Sekre­ta­riats­dienste, Konferenz­räume oder eigenen Büroraum. Um die Dienste nutzen zu kön­nen, muss man Mitglied sein. Buchungen können via Handy-App vor­ge­nom­men werden. Die Regus Business Center eignen sich auch für Bespre­chun­gen.
Neben der elektronischen Kommunikation hat natürlich das persönliche Treffen mit Geschäftsfreunden eine große Bedeutung. Es liegt daher nahe auch den sozialen Teil seiner Geschäftskontakte an seinen aktuellen oder bevorzugten Aufenthaltsort zu verlegen, abhängig natürlich davon wie viel Einblick in sein Privatleben der Mann von Welt seinem Geschäftspartner gewähren will. Geschäftsfreunde haben natur­gemäß auch geschäftliche Interessen, weshalb sie niemals den Status von echten Freunden erreichen kön­nen, die eine Freundschaft eben nicht aus finanziellen Erwägungen pflegen. Leuten mit geschäft­lichen Interessen sollte man keinen allzu großen Einblick in seine Privatsphäre gewähren, denn man kann ja nie sicher sein, ob die Geschäftsbeziehung wirklich von Dauer ist.
Sollte sich der Mann von Welt abseits seines Kernraumes aufhalten, wird er vermutlich auf die vor Ort vor­handene Infrastruktur zurückgreifen müssen, unabhängig davon, wie diese beschaffen ist. Für den Fall, dass Besuche von Geschäftspartnern anstehen, ist es daher sinnvoll sein vorübergehendes Domizil schon im Vorfeld so auszuwählen, dass die Infrastruktur dem Bedürfnis entspricht, d.h. dass z.B. das Ur­laubs­quartier entsprechende Räumlichkeiten anbietet. Zugegebenermaßen ist das nicht immer durch­führ­bar. Vorbildlich ist aber hierbei das bereits erwähnte Château La Chassagne, welches neben einer an­ge­nehmen Ferienumgebung auch eine Büroinfrastruktur offeriert. Ansonsten gibt es noch die folgen­den Möglichkeiten.
Golfclubs, Country Clubs oder „Social Clubs“ sind für geschäftliche Treffen hervorragend geeignet, bieten sie doch ein angenehmes Ambiente und eine zwanglose Umgebung. Das Wort „Club“ suggeriert überdies eine gewisse Privatsphäre. Es muss nichteinmal der „heimatliche“ Club sein: Viele Golfclubs bieten Gastmitgliedschaften an und einige „Social Clubs“ ermöglichen Mitgliedern ihrer Partnerclubs die Nutzung der eigenen Infrastruktur. Leider gibt es auch einige, wenige Clubs, meist Golf und Country Clubs, in denen die Verbindung von Geschäft und Privatem nicht gerne gesehen wird. Will man nicht raus­fliegen, muss man sich wohl oder übel daran halten und auf einen anderen Ort ausweichen.
Sofern das eigene Boot oder das Wochenendchalet die Beherbergung von Gästen zulassen, stellen sie ebenfalls ideale Orte für Treffen dar. Allerdings sollte eine derartige Einladung nur den sehr wichtigen oder sehr guten Geschäftsfreunden vorbehalten sein. Wenn das Boot größenmäßig nicht für Besucher geeignet ist, bleibt noch die Möglichkeit sich im örtlichen Yachtclub zu treffen. Beim Wochenendchalet sollte man im Zweifelsfall auf Besucher verzichten und lieber einen anderen Ort wählen.
An einigen Flughäfen gibt es Lounges, die von der Landseite her zugänglich sind, d.h. man benötigt keine Bordkarte um hinein zu gelangen. In diesen kann man idealerweise Besprechungen abhalten. In der BRD sind das die Flughäfen Berlin-Tegel, Bremen, Frankfurt/M. und Hannover, in der Schweiz der Flughafen Lugano.
Ansonsten kann man Geschäftsbesucher in ein Restaurant einladen oder, wenn angebracht, einen Besprechungsraum für das Treffen anmieten. Bei mehreren Besuchern ist es sowieso empfehlenswert einen Konferenzraum anzumieten, vor allem, wenn Präsentationsmedien benötigt werden. An Flughäfen, Bahnhöfen und natürlich in Konferenzzentren stehen Mieträume zur Verfügung. Neuerdings bieten sogar Einkaufszentren, Autobahnraststätten und Museen Besprechungsräume an. Auch die meisten Hotels und Restaurants haben zumindest einen Nebenraum, welchen sie gerne Gruppen überlassen. Und notfalls tut es auch ein simples Hotelzimmer, welches man ja auch extra für eine Besprechung anmieten kann, ohne darin zu wohnen. Es müssen nur entsprechende Sitzgelegenheiten und ein Tisch vorhanden sein.
Falls für die Besprechung jedoch Präsentationsmedien benötigt werden, z.B. ein Beamer und eine Lein­wand, wird man wohl auf einen Raum mit einer derartigen Ausstattung zurückgreifen. Die meisten Besprechungsräume verfügen heute serienmäßig über alle gängigen Präsentationsmedien. Eventuell kann aber auch ein Notebook mit einem mobilen Beamer denselben Zweck erfüllen. Es gibt sogar einige Handymodelle mit eingebautem Beamer, die allerdings nur für Präsentationen im kleinen Kreis geeignet sind. Mobile Geräte haben überdies den Vorteil, dass sie praktisch überall zum Einsatz kommen können, z.B. auch in einem einfachen Hotelzimmer. Man braucht dann nur noch eine weiße Wand. Bevor sie zur Tat schreiten, üben sie vor dem Treffen zunächst die Bedienung der erforderlichen Präsentations­medien, damit ihr Umgang mit den Geräten nicht unprofessionell wirkt. Wenn notwendig, lassen sie sich vorher einweisen.
An seinem Wohnort wird der Mann von Welt ebenfalls Geschäftsbesucher empfangen, zumindest ge­legent­lich. Hier stellt sich dann die heikle Frage, ob man Geschäftsfreunde in seine private Wohnresidenz einladen sollte. Dies wäre dann sozusagen die höchste Stufe der Würdigung. Hier gehen die Meinungen auseinander und auf jeden Fall hängt die Antwort auf diese Frage auch von den Räumlichkeiten ab. Ist die Residenz von Welt generell auf diese Art von Besucher eingestellt und sind die notwendigen Re­prä­sen­tationsräume, eventuell sogar Übernachtungsräume, vorhanden, dann kann man sie getrost bejahen, weil der Besucher im Grunde genommen die Privatgemächer des Mannes von Welt gar nicht zu Gesicht bekommt. Ansonsten sollte es der Mann von Welt aber vermeiden andere als seine persönlichen Freunde zu sich nach Hause einzuladen. Es gibt genügend Möglichkeiten Geschäftsfreunde außer Haus in einem halbprivaten Rahmen zu treffen, wie z.B. im Club, in einem Restaurant oder einem Konferenzraum. Soll­ten die Gäste über Nacht bleiben, kann man auch in einem nahegelegenen Hotel Zimmer für sie anmieten.
Natürlich steht es jedem frei auch einen außergewöhnlichen Konferenzort anzumieten. Wie wäre es z.B. mit einer Besprechung auf einem Fährschiff? Auf der Linie Travemünde – Trelleborg bietet die TT-Line auf ihren Fährschiffen vollausgestattete Konferenzräume mit WLAN an. Und auf der Color Line Ver­bin­dung Kiel – Oslo gibt es neben diversen Konferenzräumen sogar ein 1.320m² großes Messe- und Aus­stel­lungszentrum. Falls sie lieber an Land bleiben wollen, probieren sie es mit einem Eisenbahnzug: Die meisten Museumseisenbahnen bieten Sonderzüge an, die entweder auf dem Netz der Museumsbahn ver­kehren oder auf den Gleisen der Staats- oder einer Privatbahn. Auch viele regionale Bahn­gesell­schaf­ten, bis hin zu Straßen- und U-Bahnen, haben einen Partywagen, den man anmieten kann (siehe auch www. sonderzug-charter.de). Ebenso können Fahrgastschiffe auf Flüssen oder Seen für Besprechungen ge­chartert werden. Das Meeresaquarium „The Deep“ in Hull verfügt in einem Nebengebäude über ein Büro­zentrum mit Konferenzbereich und Blick auf den Humber. Sogar Tagungen im Kloster sind mög­lich, z.B. in Laupheim bei den Steyler Missionsschwestern, in Neustadt/Weinstraße bei den Herz-Jesu-Priestern oder im Schönstatt-Zentrum bei Vallendar/Koblenz. Weitere ausgefallene Möglichkeiten finden sie auf www.eventlokale.com.
Ob es Sinn macht einen ausgefallenen Konferenzort anzumieten, muss jedoch jeder selbst entscheiden. Es kann nämlich sehr leicht passieren, dass der Ort interessanter ist, als die Besprechung selbst. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Puristen empfehlen daher einen möglichst langweiligen Ort für Be­sprechungen zu wählen, damit nichts vom eigentlichen Treffen ablenkt.

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