Der Mann von Welt sollte zwar möglichst keiner
geldwerten Beschäftigung nachgehen, dennoch braucht er eine
Kommandozentrale, von der aus er seine Aktivitäten steuert. Noch vor
wenigen Jahren hätte es dazu eines Büros und einer Sekretärin
bedurft, zumindest aber des Service eines professionellen
Sekretariats- und Telefonantwortdienstes. Der technische Fortschritt
ermöglicht es heute jedoch praktisch überall eine Kommandozentrale
einzurichten. Dazu werden vor allem zwei Geräte benötigt: Ein
Smartphone und ein Notebook.
Der Mann von Welt besitzt selbstverständlich ein
WLAN-fähiges Smartphone, welches er vorwiegend benutzt, um andere
anzurufen, vorzugsweise seine Bediensteten,
und natürlich um seine eMail zu lesen. Er leistet sich jedoch den
Luxus das Mobilgerät des öfteren auszuschalten und einfach
nicht erreichbar zu sein. Das gilt erst recht für Veranstaltungen,
Feiern und andere Anlässe. Sollte er jedoch erreichbar sein wollen,
dann empfehlen sich als Klingelton dezente
klassische Musikstücke, die Familienhymne oder
die Option „lautlos“. Von lauten oder gar obszönen
Klingeltönen lässt der Mann von Welt die Finger. Handynetze nach
GSM-Standard sind rund um den Globus vorhanden.
Weiterhin besitzt der Mann von Welt ein
WLAN-fähiges Notebook oder Netbook für unterwegs und eventuell noch
einen Tablet-Rechner, neben dem PC zu Hause. Auch hier gilt die
Grundregel: Der Mann von Welt nutzt Kommunikationsmittel
um andere zu erreichen; er selbst ist nur sehr selten erreichbar.
Mit einem Smartphone und einem Notebook ist es
heute möglich die Dienste eines Sekretariats zu ersetzen. Das
Smartphone dient sowohl der telefonischen Kommunikation, als auch der
via eMail oder anderer Netzdienste (z.B. Twitter). Im Prinzip könnte
man die gesamte Kommunikation auch mit einem Smarthphone abwickeln,
jedoch ist es einfacher mit dem größeren Bildschirm eines Notebooks
zu arbeiten, als mit dem doch recht kleinen Display eines
Smartphones. Nachrichten und eMails lassen sich überdies auf einer
Notebook-Tastatur einfacher tippen als auf der Mini-Tastatur eines
Mobiltelefons. Auch gibt es Anwendersoftware die entweder auf
Smartphones gar nicht oder nur unzureichend funktioniert.
Folglich empfiehlt es sich neben einem Smartphone auch ein Notebook,
Netbook oder ähnliches zu verwenden. Ein gutes Notebook steht in
seiner Leistungsfähigkeit anderen, größeren Rechnern in nichts
nach, sodass es in der Tat möglich ist ortsunabhängig damit zu
arbeiten, sofern Strom und ein Internetanschluss bereit stehen.
Zu den terrestrischen Handynetzen braucht man wohl
nicht viel zu sagen, da sie jedem vertraut sein dürften. Für die
terrestrische Datenkommunikation empfiehlt sich die Nutzung von WLAN.
Mit einem WLAN-fähigen Notebook kann man nicht nur Zuhause sondern
auch unterwegs über öffentliche WLAN-Hotspots ins Internet
gelangen. In den besiedelten Räumen Mitteleuropas gibt es fast
überall Internetzugänge mittels Wireless
Local-Area-Network, abgekürzt WLAN, oft auch als WiFi bezeichnet.
Diese öffentlichen, drahtlosen Zugänge findet man in Hotels,
Restaurants, Cafés (z.B. in Belgien in einigen Panos Bars, in
der Schweiz in Migros und Coop Restaurants), diversen
Schnellrestaurants (McDonalds, Starbucks) und an
öffentlichen Plätzen, wie z.B. Bahnhöfen, Flughäfen, Messe- und
Konferenzzentren, Einkaufszentren, Tankstellen (in den
BeNeLux-Staaten u.a. an vielen Texaco-Autobahntankstellen)
und natürlich in Flughafen- und Bahnhofslounges.
Viele Eisenbahn- und Fernbusgesellschaften
statten ihren Wagenpark mit WLAN aus, sofern das noch
nicht geschehen ist.
Leider sind manche Hotspots nur wenig
praxistauglich, z.B. wenn sie keine Sitzgelegenheiten bieten, man das
Notebook nirgendwo aufbauen kann oder es sich womöglich um einen
Outdoor-Hotspot handelt bei dem das Sonnenlicht auch noch
das Ablesen des Displays unmöglich macht. In solchen Fällen
kann man sich nur in eine nahegelegene Gaststätte
o.ä. zurückziehen und seinen eigenen WLAN-Hotspot via Handynetze
aufbauen. Mit einem entsprechenden Smartphone mit
Tethering-Funktion oder einem Mifi-Adapter kann ein mobiler
WLAN-Hotspot hergestellt und das Mobilfunknetz für den
Internetzugang genutzt werden, z.B. falls es am Ort kein
öffentliches WLAN gibt. Neuere Notebooks haben auch ein
eigenes 3G-Modul, in welches man nur noch eine SIM-Karte für
Handynetze einzusetzen braucht.
Fähr- und Kreuzfahrtschiffe stellen für die
Fahrgäste gewöhnlich ein eigenes Mobilfunknetz nach GSM-Standard
bereit, welches via Satellit an das öffentliche Telefonnetz und das
Internet angebunden ist. Man kann auf diesen Schiffen sein eigenes
Handy wie an Land nutzen. Oft gibt es auch WLAN-Zugänge an Bord.
Gelegentlich offerieren sogar Fahrgast-Binnenschiffe WLAN, wobei im
Binnenland der Handyempfang gewöhnlich über die terrestrischen
GSM-Netze erfolgt. Lediglich in Flugzeugen muss man derzeit noch
aus Sicherheitsgründen auf die Benutzung von elektronischen Geräten
oft komplett verzichten.
In Mitteleuropa gibt es nur wenige weiße Flecken
wo kein terrestrischer Handy-Empfang möglich ist. Dort wo der
terrestrische Handyempfang jedoch nicht funktioniert, kann man die
satellitengestützten Netze von Inmarsat, Iridium, Globalstar
oder Thuraya nutzen, allerdings nur, wenn freie Sicht zum
Satelliten besteht. In geschlossenen Räumen gibt es keinen
Netzempfang, jedoch gibt es Zusatzgeräte, die draußen das Signal
empfangen und in einen Raum weiterleiten können. Ansonsten lässt
leider die Sprachqualität und die Übertragungsgeschwindigkeit
bei Datenverbindungen regelmäßig zu wünschen übrig. Für
Extremsituationen (Expeditionen, auf See etc.) und Notfälle ist ein
Satellitenhandy jedoch geradezu unverzichtbar.
Das Satellitennetz mit der größten Abdeckung ist
das von Iridium (www.iridium.com). Die Kommunikation
mit den 66 Iridium-Satelliten ist von jedem Standort auf der
Erdoberfläche jederzeit möglich, wenn klare Sicht zum Himmel in
alle Richtungen ab einem Höhenwinkel von 8,2° (in Mitteleuropa
etwa 10°) besteht. Als Faustregel gilt die geballte Faust bei
waagerecht ausgestrecktem Arm. Die Höhe der geballten Faust
entspricht ungefähr dem Höhenwinkel von 8,2°. Kein Objekt, z.B.
Bäume, Sträucher oder Häuser, darf also höher als die geballte
Faust zum Himmel ragen. Technisch gesehen wird etwa alle 9 Minuten
der Satellit gewechselt, welche die Erde in etwa 780 km Höhe
umlaufen, wobei der Nutzer vom Wechsel nichts bemerkt. Objekte in der
Umgebung können bewirken, dass der Wechsel nicht funktioniert
und die Verbindung unterbricht, weil der alte Satellit außer
Reichweite gerät und der neue Satellit noch nicht nah genug
herangekommen ist. Eine Verbindung wird so lange von einem Satelliten
zum nächsten weitergereicht, bis ein Kontakt mit dem
terrestrischen Telefonnetz möglich ist. Bei der Firma Globetrotter
gibt es ein Iridium-Telefon (mit SMS, eMail und USB-Datenkabel) zum
Preis von gegenwärtig etwa € 1300,-; die Gesprächsminute
kostet ca. € 2,-. Außerdem bietet Iridium seit neuestem ein
Gerät, mit dem man einen satellitengestützten WLAN-Hotspot
erstellen kann. In einem Radius von etwa 30 Metern kann man mit
seinem eigenen Smartphone oder Notebook eine Internetverbindung
mittels WLAN herstellen, die man auch zum telefonieren (VOIP) nutzen
kann.
Globalstar (eu.globalstar.com) arbeitet mit
lediglich 48 Satelliten. Diese haben keinen Kontakt untereinander,
d.h. es muss immer eine Bodenstation in Reichweite sein, um den
Satelliten nutzen zu können. Globalstar offeriert Preispläne die
bei einer Monatsgebühr von etwa € 12 und bei einem Minutenpreis
von € 0,60-1,20 liegen, abhängig vom jeweiligen Angebot des
Service Providers. Abgedeckt werden beide Amerikas, Europa und der
Mittelmeerraum, der Norden Asiens und Australien. Bei der Firma
M-Cramer (www.m-cramer.de) wird ein passendes Handy (mit SMS und
eMailempfang) für € 459,- angeboten; bei Tipronet
(www.tipronet.net) gibt es ein Modell sogar schon für € 229,-.
Thuraya (www.thuraya.com) arbeitet mit Satelliten
in einer geosynchronen (oder beinahe geostationären) Umlaufbahn. Der
Empfang ist möglich in Europa, Teilen Afrikas, im Nahen Osten und
den meisten Teilen Asiens und Australiens. Bei Globetrotter wird ein
Thuraya-Handy (inkl. Datenkabel zum Notebookanschluss) zum
Preis von etwa € 850,- angeboten. Die Minutenpreise liegen etwa bei
€ 2,-.
Inmarsat ist eigentlich nicht für die Nutzung
durch Mobilgeräte ausgelegt, jedoch gibt es seit kurzem ein Handy
zum Preis von € 719,-, welches auch über SMS, eMail und einen
GPS-Empfänger verfügt. Der Minutenpreis liegt bei etwa € 1,20.
Es gibt im Netz auch zahlreiche Mietangebote, z.B.
unter www.erziasat.com. Weitere Angebote – Kauf oder Miete - gibt
es u.a. unter www.expeditionstechnik.de. Bei den einschlägigen
Händlern erhält man auch Zubehör, z.B. Datenmodems, WLAN-Adapter
oder Außenantennen.
Da also praktisch überall auf der Welt entweder
terrestrische Handynetze oder satellitengestützte Systeme zur
Verfügung stehen, stellt die Stromversorgung der Geräte den
eigentlichen Knackpunkt dar. Derzeit gibt es leider noch keine
brauchbaren Solarpanele, welche die netzunabhängige Stromversorgung
eines Notebooks unterwegs gewährleisten können. Fest installierte
Solaranlagen, wie z.B. in Berghütten, liefern gerade genügend
Strom, um eine Art Notbetrieb aufrechterhalten zu können. Zwar kann
man ein Notebook auch an der Bordsteckdose eines Autos oder
Bootes betreiben, aber hier besteht die Gefahr die Bordbatterie zu
entladen und das Gefährt nicht mehr starten zu können. Eventuell
kann man dem Entladen der Bordbatterie durch Notebook und
Handy jedoch mittels Einsatz eines Solarladegerätes vorbeugen.
USB-Geräte können möglicherweise mit dem PowerPot geladen
werden, einem Trekking-Kochtopf der neben heißem Wasser auch
USB-Strom produziert. Ein Konkurrenzprodukt ist der CampStove
von der Firma Biolite, der aber nur mit Festbrennstoffen
arbeitet. Dafür gibt es optional einen Grillaufsatz und auch eine
Produktversion für den stationären Einsatz, z.B. für eine
Berghütte geeignet.
Die effizienteste Möglichkeit unabhängig Strom
zu erzeugen ist jedoch jene - nach derzeitigem Stand der Technik -
mittels benzinbetriebener Generatoren, wobei man natürlich die
Geräusch- und Abgasemission berücksichtigen muss. Mit einem solchen
Generator kann man den Notebookakku laden und über die
USB-Schnittstellen des Notebooks gleichzeitig das Handy oder andere
Kleingeräte. Aber auch dieser Weg ist nur ein Provisorium. Generell
ist der Mann von Welt derzeit noch gezwungen seine
Kommandozentrale an einem Ort einzurichten, wo
elektrischer Netzstrom verfügbar ist.
Ein Handy oder ein Notebook im öffentlichen Raum
mit Strom aufzuladen, ist jedoch ein anderes Problem. Steckdosen
sind dort rar, und wenn es welche gibt, dann sind sie meist für das
Reinigungspersonal reserviert. In den Business Zonen mancher
Eisenbahnzüge, in einigen Fernbussen und auf bestimmten
Fährschiffen gibt es durchaus Steckdosen für Notebooks etc. Ob
und wo es Strom in den Zügen der Deutschen Bahn AG gibt,
variiert je nach Fahrzeugtyp und Baujahr der eingesetzten Fahrzeuge
und Waggons.
In der zweiten Klasse im ICE befindet sich in der
Regel eine Steckdose in der Mitte jedes Doppelsitzes. Eine Ausnahme
ist der ICE 1, der zwischen den beiden Sitzen vier Steckdosen hat. In
der ersten Klasse im ICE gibt es zwischen zwei Sitzen immer eine
Steckdose. Jeder Einzelsitz hat eine eigene. Der ICE 2 hat zwei
Anschlüsse pro Doppelsitz, die ICE 1 und 3 haben dort vier Buchsen.
Von
den Intercity-Zügen hat die überwiegende Mehrzahl keine Steckdosen
für Fahrgäste. Auch in der ersten Klasse gibt es oft keine
Buchsen. 770 Wagen, rund die Hälfte aller Intercity-Wagen, werden
aber derzeit modernisiert. Je eine Steckdose befindet sich dann
an jedem Einzel- und Doppelsitz im Großraum sowie an jedem
Dreiersitz im Abteil. Mehr als die Hälfte der Wagen sind laut
Deutscher Bahn bereits umgerüstet, alle 770 Wagen seien bis
Ende 2014 umgebaut.
Im
Regionalverkehr entscheidet jeder Betreiber oder Rollmaterialinhaber
individuell, ob und wo die Waggons und Fahrzeuge Steckdosen
bekommen. Deshalb ist die Ausstattung mit Steckdosen im Nahverkehr
teilweise sogar bei demselben Fahrzeugtyp verschieden. Wenn
Steckdosen vorhanden sind, dann üblicherweise eine pro
Sitzreihe oder pro Sitzgruppe mit Tisch, gelegentlich auch an den
großen Gepäckregalen, die zum Beispiel in der Nähe
der Türen zum Waggon oder in der Mitte der Waggons stehen.
In den Bahnlounges besteht ebenfalls eine
Auflademöglichkeit für Vielfahrer und Erste-Klasse-Passagiere
(notfalls kann man eine Fahrkarte nur bis zum nächsten Bahnhof
erwerben, um hinein zu kommen). In den Flughafenlounges - welche
sich im Regelfall im Sicherheitsbereich des Flughafens befinden wo
nur Zutritt hat wer eine gültige Bordkarte besitzt - gehört das
Aufladen von Notebooks und Handys mittlerweile zum
Standardangebot. In Großstädten gibt es
gelegentlich unabhängige Business Centers, bei denen man
stundenweise Notebook-Arbeitstische mit WLAN und
Steckdose mieten kann. Ansonsten bleibt dem Reisenden noch die
Autosteckdose im (Miet-)Wagen. Die mit Abstand beste
Möglichkeit ein Notebook und andere Geräte unterwegs zu
laden bietet jedoch die Steckdose im Hotelzimmer.
Neuerdings finden sich auf Flughäfen, Bahnhöfen,
in Hotels oder Telefonläden immer häufiger öffentliche
Ladestationen für Handys und USB-Geräte. Optisch wirken sie oft wie
eine säulenartige Postfachstation. Man legt sein
Handy etc. in eine abschließbare Ladeschale, schließt es darin an
die Stromversorgung an und kommt nach einer
bestimmten Zeit wieder, um sein aufgeladenes Gerät abzuholen.
Bezahlt wird mittels Münzeinwurf; manchmal ist das Laden aber
auch gratis. Derartige Ladesäulen gibt es mittlerweile in
17 Ländern, vorwiegend in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum.
In der BRD gibt es die meisten Ladestellen aktuell in diversen
Berliner Hotels, Cafés und Restaurants und bundesweit in den A&O
Hostels (plus die Hostels in Wien, Graz und Prag); in der Schweiz
u.a. auf dem Flughafen Zürich und in Österreich z.B. auf dem
Flughafen Graz.
Seit kurzem wird das Laden von Handys immer öfter
auch in Telefonläden angeboten; in Großbritannien, zum Beispiel, in
praktisch allen Vodafone-Läden. Telefonläden gibt es bekanntlich
auch an Flughäfen und Bahnhöfen, vor allem aber in Innenstadtlagen
und Einkaufszentren.
Man sollte jedoch noch wissen, dass es Gerüchte
gibt, die besagen, dass die Geheimdienste die Gelegenheit
nutzen und beim Laden der Akkus in öffentlichen Ladestationen auch
gleich die Daten aus den Geräten absaugen. Ein Tipp:
Nicht das Gerät selbst an einer öffentlichen Ladestelle aufladen,
sondern einen externen Akku und das Handy (oder Notebook) dann
damit aufladen.
In absoluten Notfällen kann man auch gewöhnliche
Batterien zum Aufladen eines Handys nutzen. Dazu benötigt man einen
Anschlussadapter, in welchem man eine oder zwei handelsübliche
Mignon-Batterien (AA) einlegt. Diese Methode ist natürlich recht
teuer und eignet sich deshalb wirklich nur für Notfälle. Statt
Batterien kann man in solche Adapter allerdings auch handelsübliche
Mignon-Akkus einlegen. Diese sollten dann aber eine möglichst hohe
Ampèrezahl haben. Überhaupt empfiehlt es sich einen externen Akku
mitzuführen mit welchem man das Handy unterwegs aufladen kann.
Um im Ausland sein Handy, Notebook und andere
elektrische Geräte betreiben zu können, benötigt man in einigen
Ländern einen Steckeradapter. Ladegeräte für Handys, Notebooks,
Rasierapparate und andere elektrische Kleingeräte sind häufig mit
einem sog. Flachstecker ausgestattet, der in die meisten
europäischen Steckdosen passt. In Europa liegt die
Netzspannung im Allgemeinen bei 220-240 Volt, allerdings sind die
meisten Netzteile für Kleingeräte so beschaffen, dass sie ohnehin
mit praktisch jeder Stromspannung umgehen können. Man braucht
dann nur noch einen Steckeradapter, sofern die Steckdosen
nicht kompatibel sind (z.B. Nordamerika, Thailand, Japan,
Australien), oder halt einen Reise-Spannungswandler, der
oft auch gleich die passende Steckdose mitliefert.
Um nicht immer ein komplettes Notebook dabei haben
zu müssen, kann man für den einfachen Gebrauch auch einen USB-Stick
so herrichten, dass man diesen nur an irgendeinen Rechner anschließen
braucht, um Zugriff auf seine Daten zu haben. Auf der Webseite
www.portableapps.com gibt es diverse Programme, die man auf
einem USB-Stick installieren und ohne Administratorzugriffsrechte auf
fremden Computern starten kann, z.B. Emailprogramme,
Webbrowser, Adressverwaltungen oder Terminkalender. Selbst
Office-Anwendungen gibt es. Alles was man dann noch braucht, ist
irgendein Rechner, z.B. in einem Internet-Café, um auf seine Daten
Zugriff zu haben. Für den Fall, dass man den USB-Stick verliert,
sollte man selbigen natürlich verschlüsseln.
Wer unterwegs Bürodienstleistungen benötigt, der
kann in zahlreichen Großstädten auf die Dienste von Business
Centers oder Business Lounges setzen. Das Serviceangebot eines guten
Business Centers sollte die folgenden vier Bereiche umfassen:
- Notebook-Arbeitstische mit WLAN und Steckdose stundenweise zur Miete,
- Internetterminals, fotokopieren, faxen, scannen, drucken, Handyakkus aufladen,
- Konferenz- und Besprechungsräume mit Präsentationstechnik, ev. auch mit Catering,
- Sekretariatsdienste, Übersetzungs- und Dolmetschdienste, Reisebuchungen, Hotel- und Restaurantreservierungen, Eintrittskarten besorgen, Kurierdienstversand organisieren.
Business Centers oder Business
Lounges gibt es in den Innenstädten der Großstädte, in
renommierten Hotels, an Flughäfen, Bahnhöfen, in Konferenz- und
Messezentren und gelegentlich sogar in Einkaufszentren.
Oft werden Internetterminals und einfache
Bürodienstleistungen auch in Telefon- und Telefonierläden,
Elektronikmärkten und Spielhallen offeriert. In Universitätsstädten
finden sich Anbieter regelmäßig in fußläufiger Entfernung zur
Hochschule. Mitunter kann man dort Fotokopien anfertigen, Faxe
verschicken und Dokumente einscannen oder drucken; manchmal auch
Handyakkus aufladen.
International bietet die
Firma Regus (www.regus.de) in 21 Städten im deutschsprachigen Raum
und vielen weiteren weltweit Büroräume auch stundenweise
zur Miete an. Auf Wunsch gibt es Zusatzleistungen, wie z.B.
Sekretariatsdienste, Konferenzräume oder eigenen
Büroraum. Um die Dienste nutzen zu können, muss man Mitglied
sein. Buchungen können via Handy-App vorgenommen
werden. Die Regus Business Center eignen sich auch für
Besprechungen.
Neben der elektronischen Kommunikation hat
natürlich das persönliche Treffen mit Geschäftsfreunden eine große
Bedeutung. Es liegt daher nahe auch den sozialen Teil seiner
Geschäftskontakte an seinen aktuellen oder bevorzugten
Aufenthaltsort zu verlegen, abhängig natürlich davon wie viel
Einblick in sein Privatleben der Mann von Welt seinem
Geschäftspartner gewähren will. Geschäftsfreunde haben naturgemäß
auch geschäftliche Interessen, weshalb sie niemals den Status von
echten Freunden erreichen können, die eine Freundschaft eben
nicht aus finanziellen Erwägungen pflegen. Leuten mit
geschäftlichen Interessen sollte man keinen allzu großen
Einblick in seine Privatsphäre gewähren, denn man kann ja nie
sicher sein, ob die Geschäftsbeziehung wirklich von Dauer ist.
Sollte sich der Mann von Welt abseits seines
Kernraumes aufhalten, wird er vermutlich auf die vor Ort vorhandene
Infrastruktur zurückgreifen müssen, unabhängig davon, wie diese
beschaffen ist. Für den Fall, dass Besuche von Geschäftspartnern
anstehen, ist es daher sinnvoll sein vorübergehendes Domizil schon
im Vorfeld so auszuwählen, dass die Infrastruktur dem Bedürfnis
entspricht, d.h. dass z.B. das Urlaubsquartier
entsprechende Räumlichkeiten anbietet. Zugegebenermaßen ist das
nicht immer durchführbar. Vorbildlich ist aber hierbei das
bereits erwähnte Château La Chassagne, welches neben einer
angenehmen Ferienumgebung auch eine Büroinfrastruktur
offeriert. Ansonsten gibt es noch die folgenden Möglichkeiten.
Golfclubs, Country Clubs oder
„Social Clubs“
sind für geschäftliche Treffen hervorragend geeignet, bieten sie
doch ein angenehmes Ambiente und eine zwanglose Umgebung. Das
Wort „Club“ suggeriert überdies eine gewisse
Privatsphäre. Es muss nichteinmal der „heimatliche“ Club
sein: Viele Golfclubs bieten Gastmitgliedschaften an und einige
„Social Clubs“ ermöglichen Mitgliedern ihrer Partnerclubs
die Nutzung der eigenen Infrastruktur. Leider gibt es auch einige,
wenige Clubs, meist Golf und Country Clubs, in denen die Verbindung
von Geschäft und Privatem nicht gerne gesehen wird. Will man nicht
rausfliegen, muss man sich wohl oder übel daran halten und auf
einen anderen Ort ausweichen.
Sofern das eigene Boot oder das Wochenendchalet
die Beherbergung von Gästen zulassen, stellen sie ebenfalls ideale
Orte für Treffen dar. Allerdings sollte eine derartige Einladung nur
den sehr wichtigen oder sehr guten Geschäftsfreunden vorbehalten
sein. Wenn das Boot größenmäßig nicht für Besucher geeignet ist,
bleibt noch die Möglichkeit sich im örtlichen Yachtclub zu treffen.
Beim Wochenendchalet sollte man im Zweifelsfall auf Besucher
verzichten und lieber einen anderen Ort wählen.
An einigen Flughäfen gibt es Lounges, die von der
Landseite her zugänglich sind, d.h. man benötigt keine Bordkarte um
hinein zu gelangen. In diesen kann man idealerweise Besprechungen
abhalten. In der BRD sind das die Flughäfen Berlin-Tegel, Bremen,
Frankfurt/M. und Hannover, in der Schweiz der Flughafen Lugano.
Ansonsten kann man Geschäftsbesucher in ein
Restaurant einladen oder, wenn angebracht, einen Besprechungsraum für
das Treffen anmieten. Bei mehreren Besuchern ist es sowieso
empfehlenswert einen Konferenzraum anzumieten, vor allem, wenn
Präsentationsmedien benötigt werden. An Flughäfen, Bahnhöfen und
natürlich in Konferenzzentren stehen Mieträume zur Verfügung.
Neuerdings bieten sogar Einkaufszentren, Autobahnraststätten und
Museen Besprechungsräume an. Auch die meisten Hotels und Restaurants
haben zumindest einen Nebenraum, welchen sie gerne Gruppen
überlassen. Und notfalls tut es auch ein simples Hotelzimmer,
welches man ja auch extra für eine Besprechung anmieten kann, ohne
darin zu wohnen. Es müssen nur entsprechende Sitzgelegenheiten und
ein Tisch vorhanden sein.
Falls für die Besprechung jedoch
Präsentationsmedien benötigt werden, z.B. ein Beamer und eine
Leinwand, wird man wohl auf einen Raum mit einer derartigen
Ausstattung zurückgreifen. Die meisten Besprechungsräume verfügen
heute serienmäßig über alle gängigen Präsentationsmedien.
Eventuell kann aber auch ein Notebook mit einem mobilen Beamer
denselben Zweck erfüllen. Es gibt sogar einige Handymodelle mit
eingebautem Beamer, die allerdings nur für Präsentationen im
kleinen Kreis geeignet sind. Mobile Geräte haben überdies den
Vorteil, dass sie praktisch überall zum Einsatz kommen können, z.B.
auch in einem einfachen Hotelzimmer. Man braucht dann nur noch eine
weiße Wand. Bevor sie zur Tat schreiten, üben sie vor dem Treffen
zunächst die Bedienung der erforderlichen Präsentationsmedien,
damit ihr Umgang mit den Geräten nicht unprofessionell wirkt. Wenn
notwendig, lassen sie sich vorher einweisen.
An seinem Wohnort wird der Mann von Welt ebenfalls
Geschäftsbesucher empfangen, zumindest gelegentlich. Hier
stellt sich dann die heikle Frage, ob man Geschäftsfreunde in seine
private Wohnresidenz einladen sollte. Dies wäre dann sozusagen die
höchste Stufe der Würdigung. Hier gehen die Meinungen auseinander
und auf jeden Fall hängt die Antwort auf diese Frage auch von den
Räumlichkeiten ab. Ist die Residenz von Welt generell auf diese Art
von Besucher eingestellt und sind die notwendigen
Repräsentationsräume, eventuell sogar
Übernachtungsräume, vorhanden, dann kann man sie getrost bejahen,
weil der Besucher im Grunde genommen die Privatgemächer des Mannes
von Welt gar nicht zu Gesicht bekommt. Ansonsten sollte es der Mann
von Welt aber vermeiden andere als seine persönlichen Freunde zu
sich nach Hause einzuladen. Es gibt genügend Möglichkeiten
Geschäftsfreunde außer Haus in einem halbprivaten Rahmen zu
treffen, wie z.B. im Club, in einem Restaurant oder einem
Konferenzraum. Sollten die Gäste über Nacht bleiben, kann man
auch in einem nahegelegenen Hotel Zimmer für sie anmieten.
Natürlich steht es jedem frei auch einen
außergewöhnlichen Konferenzort anzumieten. Wie
wäre es z.B. mit einer Besprechung auf einem Fährschiff? Auf der
Linie Travemünde – Trelleborg bietet die TT-Line auf ihren
Fährschiffen vollausgestattete Konferenzräume mit WLAN an. Und auf
der Color Line Verbindung Kiel – Oslo gibt es neben
diversen Konferenzräumen sogar ein 1.320m² großes Messe- und
Ausstellungszentrum. Falls sie lieber an Land bleiben
wollen, probieren sie es mit einem Eisenbahnzug: Die meisten
Museumseisenbahnen bieten Sonderzüge an, die entweder auf dem Netz
der Museumsbahn verkehren oder auf den Gleisen der Staats- oder
einer Privatbahn. Auch viele regionale Bahngesellschaften,
bis hin zu Straßen- und U-Bahnen, haben einen Partywagen, den man
anmieten kann (siehe auch www. sonderzug-charter.de). Ebenso können
Fahrgastschiffe auf Flüssen oder Seen für Besprechungen gechartert
werden. Das Meeresaquarium „The Deep“
in Hull verfügt in einem Nebengebäude über ein Bürozentrum
mit Konferenzbereich und Blick auf den Humber. Sogar Tagungen im
Kloster sind möglich, z.B. in Laupheim bei den Steyler
Missionsschwestern, in Neustadt/Weinstraße bei den
Herz-Jesu-Priestern oder im Schönstatt-Zentrum bei
Vallendar/Koblenz. Weitere ausgefallene Möglichkeiten finden sie auf
www.eventlokale.com.
Ob es Sinn macht einen ausgefallenen
Konferenzort anzumieten, muss jedoch jeder selbst entscheiden. Es
kann nämlich sehr leicht passieren, dass der Ort interessanter ist,
als die Besprechung selbst. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache.
Puristen empfehlen daher einen möglichst langweiligen Ort für
Besprechungen zu wählen, damit nichts vom eigentlichen Treffen
ablenkt.
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