Der Mann von Welt mag natürlich
essen wonach ihm der Gaumen gelüstet. Allerdings sollte er darauf
achten keine vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten zu
konsumieren und im Zweifelsfall solchen aus Zucht oder
landwirtschaftlichem Anbau den Vorzug geben. Wichtig ist auch,
dass beim Herstellungsprozess keine Tiere gequält
werden, was z.B. bei der Produktion diverser Pasteten
der Fall sein kann. Ebenso sollte der Mann von Welt wissen, dass es
einige Delikatessen und Speisen gibt, die eine spezielle
Behandlung oder Esstechnik erfordern, insbesondere
gilt dies für Meerestiere. Vor allem bei diesen sollte man
überdies darauf achten, dass sie möglichst aus einer
zuchtmäßigen Aquakultur stammen, um nicht
dem Artensterben Vorschub zu leisten. Und einige
Spezialitäten, z.B. Fugu, sollte man wohl
besser den Snobs überlassen.
Es sei außerdem noch darauf
hingewiesen, dass die folgenden Abschnitte
Informationen von hilfreich.de und wikipedia enthalten. Und auf
der Webseite kochatelier.de gibt es eine Übersicht über diverse
Esstechniken für Obst, Gemüse oder Meeresfrüchte, die
einen Besuch wert ist. Generell gilt aber: Benutzen sie das Besteck
wann immer es geht.
Hummer,
Krebse und Langusten
Die Öffnungstechnik des Exoskeletts
ist bei allen drei Arten fast identisch. Schützen Sie sich mit einer
Hummerserviette vor Spritzern. Als Werkzeug brauchen Sie
eine Hummerzange, eine Hummergabel, einen Abfallteller
und eine Fingerschale. Nehmen Sie nun das Schalentier in die linke
Hand und drehen Sie mit der rechten Hand den Schwanz ab. Das leckere
Fleisch steckt in den Beinen, den Scheren und dem Schwanz. Den Körper
können Sie auf dem Abfallteller entsorgen. Knacken Sie die
Scheren mit der Hummerzange und ziehen Sie das Fleisch
mit der Hummergabel heraus. Halten Sie die Hummergabel
dazu in der rechten Hand, die Hummerteile in der linken Hand.
Der Griff der Gabel ist löffelartig, so können Sie das Fleisch aus
der Schale kratzen. Die kleinen Teile der Scheren können Sie einfach
mit der Hand öffnen.
Drehen
Sie auch die Greifer ab und entfernen Sie das Fleisch mit der Gabel.
Brechen Sie dann die Beine an den Gelenken. Hierfür können Sie
getrost Ihre Finger benutzen. Das Fleisch lässt sich mit der
Hummergabel ganz einfach entfernen, es ist aber auch
gestattet, das Bein auszusaugen. Den Hummerschwanz isst man
allerdings nicht aus der Hand. Hierfür werden ganz klassisch
Messer und Gabel verwendet. Das feste Fleisch des Schwanzes ließe
sich mit dem speziellen Fischbesteck nämlich nur schlecht zerteilen.
Zu Hummer, Krebsen
oder Langusten, werden meist Weißbrot, Butter, Zitrone,
Majonaise und Salz gereicht.
Scampi
und
Garnelen
Scampi sind hummerartige
Krustentiere und haben große Scheren, Garnelen
dagegen haben nur Fühler, ihr Hinterleib ist seitlich
zusammengedrückt. Scampi sollte man mit Messer und Gabel essen,
das Messer muss unbedingt eine sehr scharfe Spitze haben. Sind
Fingerschalen eingedeckt, kann man für die Scheren auch die
Finger, nicht aber die ganze Hand, benutzen.
Kaviar
Kaviar
ist gereinigter und gesalzener Rogen (Eier des weiblichen Fisches)
von verschiedenen Stör-Arten, welche hauptsächlich
im Schwarzen Meer, Asowschen Meer und Kaspischen Meer leben, z. B.
Belugastör,
Osietra, Sevruga.
Nach der Zubereitung unterscheidet man Malossol
(mild gesalzen) und Fasskaviar
(Salzkaviar, stark mit Salz gemischt). Der teuerste Kaviar ist der
Beluga-Kaviar. Dieser ist außerdem mit 3,5 mm Durchmesser der
größte. Die Eier sind hellgrau bis anthrazitfarben und mit einer
sehr dünnen Haut versehen. (blaue Deckelfarbe; sehr mild).
Ausschließlich die Eier des Störs dürfen die Bezeichnung
Kaviar tragen. Die
traditionelle Verpackungsform ist die luftdichte, innen
beschichtete Dose für den nur gesalzenen, aber nicht
erhitzten Kaviar. Pasteurisierter (durch kurzes Erhitzen auf
60 °C) Kaviar wird in Schraubgläsern und Ring-Pull-Dosen
geliefert und ist ungeöffnet über ein Jahr haltbar.
Traditionell gibt es einen Farbencode der Dosen:
Blau für Beluga, gelb für Osietra und rot für Sevruga.
Heutzutage werden die Farben jedoch unbekümmert für
Zuchtprodukte auch von ganz andern Störarten verwendet. Ist
die Oberfläche des Kaviars nach Öffnen der Dose glatt und glänzend,
so nennt man dies sauberer Spiegel.
Bleiben jedoch einzelne Eier am Deckel der Dose kleben, so
ist dies ein Beweis dafür, dass Luft in die Dose eingedrungen
oder darin geblieben ist. Der Rogen ist dann nicht von guter Qualität
oder gar verdorben.
Kaviar
sollte nicht mit Metall- oder gar Silberlöffeln gegessen
werden, da diese den Geschmack negativ beeinflussen, sondern mit
Kunststoff- oder Perlmuttlöffeln. Champagner und trockener
Weißwein sind ideale Begleiter von Kaviar, da sie dessen
geschmackliche Eigenheiten unterstreichen. Als
Getränk bietet sich außerdem Wodka an. Verbreitet ist
auch die Benutzung von Gebäck (z. B. Cracker) als Löffel.
Da
Kaviar recht teuer und begehrt ist, sind einige Fischarten vom
Aussterben bedroht. Um das völlige Aussterben des Belugastörs zu
verhindern, haben z.B. die USA mit Wirkung vom 30. September
2005 ein generelles Importverbot für Beluga-Kaviar erlassen.
Russland hat den Verkauf von Wildkaviar verboten und
importiert inzwischen Zuchtkaviar aus Italien. Damit ist im
internationalen Handel praktisch nur noch Zuchtkaviar erhältlich.
In Kaviar für Europa wird oft Borax
(E 285) hinzugegeben, dabei gilt eine
Höchstmengenbeschränkung von 4 g/kg.
Borax ist als Zusatzstoff in den USA verboten und daher nur in
Kaviarlieferungen nach Europa
enthalten. Die Toxikologie von Borax ist gut erforscht, es schädigt
die Fruchtbarkeit und beeinträchtigt die
Reproduktion. Borax reichert sich im menschlichen Körper
an, da es nur in kleinen Mengen wieder ausgeschieden wird.
Darüber hinaus kann Borax Augen, Atmungsorgane und die
Haut reizen. Zugelassen ist Borax ausschließlich
für die Konservierung von echtem Kaviar (Störrogen).
Da Kaviar aber sehr selten und nur in kleinen Mengen gegessen
wird, gilt Borax als unbedenklich.
Sog.
Deutscher Kaviar wird
aus dem Rogen des Seehasen
(ein Bodenfisch in Atlantik und Nordsee, der in etwa 50m Tiefe lebt)
gewonnen. Dieser ist ungleichmäßig körnig und wird
schwarz eingefärbt. Er dient als preiswerter Kaviarersatz.
Isländischer Kaviar
wird aus dem Rogen vom Capelin
(dt. Lodde, ein Fisch der in Schwärmen im Arktischen
Ozean lebt) hergestellt.
Neuerdings wird Kaviar fast
ausschließlich in Aquakulturen gewonnen. Als z.B.
beim Bau des schweizerischen Lötschberg-Basistunnels
eine ergiebige Warmwasserquelle angebohrt wurde (bis zu 100 l/sek,
bis zu 20°C warm), stellte sich die Frage, ob und wie diese genutzt
werden könnte. In der Folge wurde neben einem Tropenhaus auch
eine Störzucht eingerichtet (www.tropenhaus-frutigen.ch). Der
dort produzierte Kaviar des sibirischen Störs kann über
die Webseite bestellt werden. Weitere Züchter sind Desietra
in Fulda (www.desietra.de), Grüll in Salzburg
(www.gruell-salzburg.at), Holsten Stör in Kiel (www.
holsten-stoer.com) und Caviar House & Prunier
(www.caviarhouse-prunier.com).
Austern
In den meisten Fällen werden Austern bereits mit geöffneter Schale serviert, denn für Ungeübte kann das Öffnen sehr schwierig sein. Doch gerade wenn Austern in einem Privathaushalt serviert werden, kann es vorkommen, dass sie als Gast in die Verlegenheit kommen, diese selbst zu öffnen. Das Öffnen von Austern erfordert Kraft und Geschick. Jene Hand, die die Auster hält, sollte durch einen guten Handschuh, zumindest aber durch ein Tuch, geschützt sein. Ideal sind Handschuhe aus Stahlgewebe, die im Fachhandel erhältlich sind. Es gibt sie auch für Linkshänder. Jährlich verletzen sich ca. 2.000 Franzosen beim Austernöffnen so sehr, dass sie ärztlicher Hilfe bedürfen. Zum Öffnen ist unbedingt ein spezielles Austernmesser erforderlich; normale Küchenmesser können leicht brechen und zu Verletzungen führen.
Halten
sie die Auster mit der gewölbten Seite nach unten waagerecht in der
linken Hand. Am besten haben sie außerdem ein Tuch in der Hand,
sodass sie sich nicht an der rauen Oberfläche der Muschel schneiden
können. Nun stechen sie mit der spitzen Seite des Austernmessers
in die rechte, spitze Seite der Auster zwischen die beiden
Hälften. Durch eine Messerdrehung sollten sich die Schalenhälften
voneinander lösen. Führen Sie nun das Messer an der
Nahtseite entlang, hierbei sollte der Schließmuskel durchtrennt
werden. Dadurch lässt sich die obere Schale einfach abheben. Als
nächstes lösen Sie das Austernfleisch mit der
Austerngabel aus der Schale. Entweder beträufeln Sie es mit ein
wenig Zitronensaft oder frisch gemahlenem Pfeffer. Nun
schlürfen Sie es aus der Schale.
Wer
kontrollieren will, ob die Auster frisch ist, kann das mit einem
einfachen Trick tun: Tropfen Sie ein wenig Zitronenwasser
auf den dunklen Saum der Auster. Zieht er sich etwas zusammen,
handelt es sich um ein frisches Exemplar. Ansonsten sollten Sie
darauf verzichten, die Auster zu essen –
Austernvergiftungen sind extrem unangenehm.
Generell kann man am besten zwischen Oktober und März
Austern essen.
Miesmuscheln
Die Muscheln
(fläm. Mosselen)
werden in tiefen Tellern, beziehungsweise Terrinen, serviert.
Man nimmt die erste Muschel mit der Gabel aus der Schale. Für die
nächsten Muscheln benutzt man die erste Muschel als Zange und zieht
so das Muschelfleisch aus der Schale. Gastgeber sollten übrigens
unbedingt darauf acht geben, dass die Muscheln vor der
Zubereitung sehr gründlich gewaschen worden sind. Nicht
nur der Sand muss entfernt werden, auch Verunreinigungen und die
Bärte haben nichts auf dem Teller verloren. Auf keinen
Fall darf man beschädigte und nicht geöffnete Muscheln essen. Es
sollte auf dem Tisch immer eine Fingerschale inklusive
Zitronenscheibe bereit stehen. Den Sud löffelt man mit dem
Suppenlöffel. Allerdings sollte man sich vorher die
Finger in der Schale reinigen.
Schnecken
Landschnecken können wegen ihres
Schleims und ihres eher zähen Fleisches nicht so einfach zubereitet
werden wie z.B. Muscheln. Zur Vorbereitung für die Küche
müssen die eingesammelten Schnecken zunächst längere Zeit
fasten. Dann werden sie in Essigwasser gereinigt, für einige Minuten
überbrüht, aus dem Gehäuse gezogen, in kaltem Wasser
abgeschreckt, von den Eingeweiden befreit, mit grobem
Salz entschleimt und mehrfach gewaschen. Anschließend werden
sie mehrere Stunden lang in einer gewürzten Brühe gegart
und sind endlich bereit für die eigentliche Zubereitung. Wegen
dieses großen und nicht sehr angenehmen Aufwandes werden
Schnecken in Europa fast ausschließlich vorgekocht und gefroren oder
in Dosen angeboten.
Die
klassische Zubereitung von Weinbergschnecken als Vorspeise
ist Escargot a la bourguignonne,
gratiniert im eigenen Gehäuse mit Schneckenbutter, einer
Art Kräuterbutter. Bekannt ist auch die Badische
Schneckensuppe oder die Zubereitung als Salat. Seit
Weinbergschnecken in Europa selten geworden sind, wird im
Handel häufig die vom Weichkörper her ähnlich aussehende
Große Achatschnecke (Achatina fulica)
angeboten, meist küchenfertig vorbereitet und gefroren mit
Kräuterbutter in Gehäusen von Weinbergschnecken. In guten
Restaurants erhält man eine Schneckenzange, die dazu
dient, die Schneckengehäuse aus dem Schneckenteller zu nehmen. Das
Herausziehen des Fleisches erfolgt mit der Schneckengabel.
Chinesische
Haifischflossensuppe
Grundlage der Suppe
bildet die eigentlich geschmacklose, knorpelige Substanz, aus der die
Haifischflossen bestehen. Diese werden in Hühnerbrühe
gekocht, bis sie sich in ihre faserigen Bestandteile auflösen,
Geschätzt wird Haifischflossensuppe in China weniger wegen ihres
Geschmacks als vielmehr wegen ihrer gelatineähnlichen Konsistenz.
Außerdem steht sie in dem Ruf, die Lebenskraft und die inneren
Organe zu stärken. Einige Menschen glauben, dass
Haifischflossensuppe gegen Potenzprobleme
hilft. Wegen ihres hohen Preises wird sie heute aber vor allem aus
Prestigegründen konsumiert.
Nach
dem Fang werden den meist noch lebenden Tieren die Flossen
abgeschnitten und die Tiere ins Meer zurückgeworfen, wo sie entweder
durch Blutverlust verenden oder ersticken, da bei Haien nur
durch ständiges Schwimmen sauerstoffreiches Wasser an den
Kiemen vorbeigeführt wird. Schätzungen zur Anzahl der so getöteten
Haie bewegen sich zwischen 10 und 100 Millionen Tieren pro Jahr.
Auch
wenn Haie vielleicht nicht gerade die sympathischsten Vertreter der
Meeresfauna sind, sollte man schon aufgrund der vorherrschenden
Fangmethode auf den Konsum von Haifischflossensuppe
verzichten. Ein weiterer negativer Aspekt gründet
sich auf dem Umstand, dass Haie am Ende der Nahrungskette
stehen und dementsprechend viele Schadstoffe im
Organismus einlagern. Vor allem Quecksilber kann unter Umständen
bei häufigem Verzehr von Haiprodukten ein
Gesundheitsrisiko darstellen.
Chinesische
Schwalbennestersuppe
(chin.
[jan wo:]); Bei
den im Deutschen so genannten „Schwalbennestern“
handelt es sich eigentlich um die Nester von Salanganen,
die wie die Mauersegler zu den Seglervögeln gehören.
Die Nester bestehen hauptsächlich aus eiweißreichem, zähem
Speichel, der eine hell durchscheinende und gelatineähnliche
Masse bildet. Die Nester werden in Hühnerbrühe
gegart und lösen sich darin auf. Schwalbennester stellen
eine der teuersten Spezialitäten der chinesischen Küche dar,
was sowohl an der schwierigen Beschaffung, als auch an der
aufwändigen Zubereitung liegt. Außerdem soll Schwalbennestersuppe
nach der chinesischen Medizin eine kräftigende Wirkung
haben. Ihr Geschmack wird als mild bis fade beschrieben.
Fugu
Japaner
sind zwar durchaus bekannt dafür, etwas andere Essgewohnheiten
zu haben, doch Fugu ist eine echte Herausforderung, denn das
Fleisch dieses Kugelfisches kann giftig sein. In der BRD ist Fugu
verboten, in der Schweiz ist nur die private Einfuhr
erlaubt und in die USA darf er nur tiefgefroren und
bereits zerlegt eingeführt werden. Selbst in Japan dürfen nur
Leute mit einer speziellen Lizenz den Fisch fangen,
verkaufen und zubereiten. Wegen der nötigen
Sicherheitsmaßnahmen und der Spezialausbildung
der Köche ist Fugu teuer und gilt in Japan als Statussymbol.
Aufgrund dieser erschwerten Umstände dürfte der
Genuss von Fugu in Europa wohl eher etwas für Snobs sein, sofern der
Fisch hierzulande überhaupt zu beschaffen ist. Aber ein
richtiger Snob würde wohl extra für Fugu nach Japan reisen.
Im Großteil des Fisches steckt das
Nervengift Tetrodotoxin, das giftiger als Strychnin ist. Am
giftigsten ist übrigens der Tigerfugu, der auch als König der
Kugelfische betrachtet wird. Das Gift ist 30-mal giftiger
als Zyankali. Zehn Nanogramm Tetrodotoxin sind bereits
tödlich, das Gift wirkt sehr schnell, Körpernerven
werden gelähmt, bereits nach fünf bis 30 Minuten zeigen sich erste
Symptome, dazu gehören Gefühllosigkeit,
Prickeln, später Schwäche und Lähmungserscheinungen. Ein
Atemstillstand kann möglicherweise schon nach drei
Stunden auftreten. Bemerken sie Anzeichen, müssen sie umgehend
einen Arzt aufsuchen, der Magen muss ausgespült werden,
sowie lebensrettende ABC-Maßnahmen eingeleitet
werden. Das Gift des Kugelfisches steckt in der Haut, den Augen,
den Kiemen und den Innereien. Es entsteht bei der Synthese
von Bakterien, die der Fugu frisst; durch das Gift schreckt
er seine Feinde ab. Das Muskelfleisch ist komplett
ungiftig. Seit kurzem werden auch ungiftige Kugelfische
gezüchtet, deren Verkauf jedoch noch nicht gestattet
ist.
Nicht
jeder darf Fugu zubereiten – nur Fugu-Meisterköchen traut man die
spezielle Zubereitung zu. In Japan gibt es
spezielle Fugu-Schulen, die Ausbildung dauert ca. zwei Jahre –
am Ende muss der Schüler einen selbst zubereiteten Fugu essen.
Überlebt er die Prozedur, hat er alles richtig gemacht.
Fugu wird in Japan zumeist in Restaurants angeboten, die sich auf das
Zubereiten von Kugelfischen spezialisiert haben. Man erkennt sie
oft an einem getrockneten und aufgeblasenen Kugelfisch am
Eingang.
Zunächst
wird der Kopf des Fugus abgetrennt, hiernach die Haut abgezogen,
dann werden die Innereien entnommen. Besonders giftig sind
Rogen und Leber, diese dürfen keinesfalls mit einem Messer in
Berührung kommen. Die giftigen Teile müssen speziell
entsorgt werden, sie werden in abgeschlossene
Behälter gegeben, und zur Fugu-Giftzentrale
nach Tokio gebracht. Das Filet wird zumeist für Sashimi
(Zubereitungsart für filettierten Fisch, ohne
Reis) verwendet und hauchdünn aufgeschnitten; es wird mit
Rettich (Wasabi),
Möhre, Sojasauce und Wasabipaste serviert. Auch eine
Fugu-Suppe ist in Japan weit verbreitet. Hierfür wird das
Filet für einige Sekunden in die Brühe getaucht. Der Geschmack des
Fugus wird gelegentlich als sahnig und gleichzeitig würzig, oft
jedoch eher als fade beschrieben. Das Fleisch ist sowohl zart
als auch fest. Dazu trinkt man üblicherweise grünen Tee, Sake oder
auch japanisches Bier.
Trüffeln
Als Trüffeln werden vor allem
umgangssprachlich eine Vielzahl knolliger, meist
unterirdisch wachsender Pilze bezeichnet. Die Trüffel ist
der teuerste Speisepilz: ein Kilo weiße Trüffeln kostet bis zu
9.000 Euro, in Japan bis 15.000 Euro. Der Preis des weißen
Trüffels variiert stark: Zum einen ist dies abhängig
vom Vorkommen und der Nachfrage. Je nach Witterung und Klima
gibt es „bessere“ und „schlechtere“
Trüffeljahre. Die Größe und die Form der Trüffel hat
ebenfalls Einfluss auf den Preis: Eine runde Trüffel besitzt im
Verhältnis zum Volumen weniger Oberfläche als eine anders geformte.
Eine „normale Portion“ Trüffel für zwei Personen
(ca. 20–25 Gramm) kostet ca. 40–60 Euro. Das Konservieren
von Trüffeln ist unter Feinschmeckern umstritten; vor allem wegen
des dabei möglichen Aromaverlustes. Des Weiteren ist nicht immer
klar, um welche Art von Trüffeln es sich bei einer Konserve
handelt. Die Verwendung von Trüffeln minderer Qualität
kann oft nicht ausgeschlossen werden.
Käse
Käse ist ein festes Milcherzeugnis,
das – bis auf wenige Ausnahmen – durch Gerinnen aus dem
Eiweißanteil der Milch gewonnen wird. Weltweit gibt
es etwa 5000 Käsesorten, die meisten unterschiedlichen in
Frankreich und der Schweiz. Über die Ursprünge der
Käseherstellung gibt es nur Mutmaßungen, wahrscheinlich
ging sie mit der Domestizierung von Schafen und Ziegen
einher.
Heute wird Käse vornehmlich nach
Herkunft der Milch (u.a. Kuh, Schaf, Ziege), Wasser- oder Fettgehalt
und nach Einsatz von speziellen Bakterienkulturen
unterschieden. Auch spielt die Einteilung in Hartkäse, Halbhart-,
Weich- und Frischkäse eine Rolle. Käseherstellung ist erstaunlich
aufwändig und die einzelnen Produktionsschritte müssen
in genau festgelegten Zeitabständen erfolgen. Nach der
Fertigstellung werden einige Käsesorten längere Zeit zur
Reifung gelagert, manche bis zu fünf Jahre, bevor sie zum
Verkauf kommen.
Käse
sollte unter hoher Luftfeuchtigkeit (>60%) und nicht zu kalt
(knapp unter Raumtemperatur) möglichst in Tongefäßen
gelagert werden. Als Ablage sind Holzbretter (Fichte oder Tanne)
optimal und der Käse sollte nicht in der Nähe von Brot aufbewahrt
werden (Hefepilze). Generell gilt, dass Käse aus
Hochgebirgsregionen von Natur aus würziger schmeckt,
als Käse aus dem Flachland, weshalb letzterer während der
Herstellung oft stärker gewürzt wird.
Gelegentlich
wird bei vornehmen Gesellschaften oder in
Nobelrestaurants als Abschluss des Essens Käse serviert. Zum
Käse werden verschiedene Brotsorten, Nüsse und
Dörrfrüchte gereicht. Um den Gaumen auf den Genuss
vorzubereiten, beginnt man mit einem milden Käse, dem dann
herzhaftere folgen. Auf dem Teller sind die Stücke im
Uhrzeigersinn angeordnet und auf Neun liegt das mildeste
Stück. Den Käse nie aufs Brot streichen, außer sie haben
einen sehr weichen Brie, da geht es natürlich nicht anders. Zum
Schneiden des Käses wird ein spezielles Käsemesser verwendet,
welches man an der nach oben weisenden Doppelspitze erkennt,
die als Käsegabel dient.
Für
einige Käsesorten gibt es spezielle Werkzeuge, u.a. für
den westschweizerischen Tete
de Moine, von dem mit einer sog. Girolle
kleine Rosetten abgerieben werden, und für den innerschweizerischen
Sbrinz, der mit einer
hölzernen Käsereibe gerieben, mit eigens dafür konstruierten
Hobeln geschabt oder mit einem sog. Sbrinz-Stecher
zerteilt wird.
Foie
Gras
Eine
Pastete, die u.a. auch als Stopfleber
bezeichnet wird. Dazu wird den betroffenen Tieren mittels
einer künstlich eingeführten Rohrleitung ein Nahrungsbrei direkt in
den Magen gepumpt. Diese Art von Tierquälerei ist fast nur
noch in Frankreich gestattet. Um Pasteten die nach dieser Methode
produziert wurden sollte man einen großen Bogen machen.
Spaghetti
Der
Vollständigkeit halber sei die folgende, einfache Esstechnik
für Spaghetti beschrieben, die aber wohl allgemein
bekannt sein dürfte: Nehmen sie einen Löffel in die eine und
eine Gabel in die andere Hand. Nehmen sie einige Spaghetti mit der
Gabel auf. Drücken sie die Gabel in die Vertiefung des Löffels und
drehen sie die Spaghetti um die Gabel. Wenn sie nur eine Gabel haben,
können sie diese auch gegen den Teller drücken.
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